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Bewertung

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Sexismus, Egotrips und mangelndes Management

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kaffee, Wiener-Linien-Ticket, Jährliche Bonuszahlung (sofern es sie dieses Jahr auch wieder gibt)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das meiste wird irgendwann einfach zu viel – geht aus den anderen Teilen der Bewertung auch hervor, denke ich. Aber abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass die Firma ein Umfeld geschaffen hat in dem manche Leute den gröbsten sexistischen oder beleidigenden Schund von sich geben können, in einem Ausmaß wo man merkt, dass sie keine negativen Konsequenzen für ihre Taten davontragen müssen.

Verbesserungsvorschläge

Die Geschäftsführung sollte mehr Vertrauen in die Mitarbeiter haben und das Micromanaging lassen. Zwei davon sollten sich am besten so weit wie möglich aus dem Geschäft zurückziehen. Dafür vielleicht gute Projektmanager einstellen. Außerdem muss der Sexismus aufhören und Regeln müssen für alle klarer und transparenter verhandelt und definiert sein. Und wenn manche Leute regelmäßig hunderte an Überstunden schieben müssen, dann gehören mehr Leute eingestellt.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe mich in der Firma nach einigen Vorfällen, die ich beobachten musste aber auch welchen, die mir selbst vorgefallen sind, einfach nicht mehr wohlgefühlt. Anfangs glaubt man noch es wäre okay aber sobald man genauer hinschaut sieht man wie bedrückend es eigentlich ist. Besonders Schuld daran sind hier die fast immer anwesenden Chefs aber auch ein paar andere Mitarbeiter, die sich eine Freude daraus machen andere zu verspotten oder runter zu putzen. Und scheinbar wird auch hinterrücks über Leute hergezogen, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte. Gerade unter ein paar der männlichen Mitarbeiter herrscht eine Art seltsame Bully-Mentalität. Wer kann lauter Lachen, wer kann über den jeweils anderen schneller herziehen, damit man nicht selbst verspottet wird, etc.

Work-Life-Balance

Kommt auf die Position an. Es gab KollegInnen die hunderte an Überstunden gesammelt haben und die keinen Zeitausgleich nehmen konnten oder durften. Gleichzeitig gab es andere, die mehr oder weniger herein und herausspazierten wie sie wollten. Das gleiche gilt für Home-Office. Der verbindende Faktor dürfte hier eine Art interne Zuständigkeit der vier Geschäftsführer sein - manchen sind die Zeiten egal und manche sind übermäßig kontrollierend.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gibt es nicht. Drucker läuft oft für Dokumente, die dann keiner abholt.

Kollegenzusammenhalt

Ja und nein. Es gibt einige toxische Leute in der Firma, gerade Frauen werden oft von manchen der männlichen Kollegen verspottet oder runtergeputzt. Abgesehen davon dürfte es auch einige Leute geben, die hinterrücks über andere herziehen. Aber in den eigenen Abteilungen verstehen sich die Leute untereinander meistens gut. In manchen Abteilungen besser als in anderen.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt vier GeschäftsführerInnen, die sich die Firma aufteilen. Zwei davon sind immer da, zwei sind hauptsächlich im Home-Office. Damit es nicht zu eindeutig zuordenbar ist, sage ich nur, dass zwei davon ein extremes Ego haben und meiner Meinung nach der große Schwachpunkt der Firma sind. Würden sie sich aus dem Firmengeschäft zurückziehen, wäre es vermutlich schon etwas angenehmer dort zu arbeiten.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist im Sommer nicht klimatisiert und in der Nähe der Kaffeemaschine unterhalten sich Leute so laut, dass man es fast bis ans andere Ende des Gebäudes hört. Die Büroaufteilung ist zum Teil etwas konfus. Manche Leute, die in der selben Abteilung arbeiten, sitzen in verstreuten Arbeitsplätzen. Computer sind in Ordnung, wo notwendig gibt es auch neuere Geräte.

Kommunikation

Kommunikation ist ein Problem auf mehreren Ebenen. Katastrophal sind ein komplett fehlendes Projektmanagement für die eigentlich zahlreichen, teils ineinander verschlungenen Projekte und dass die Chefs teilweise Sachen sofort in zehnfacher Ausführung haben wollen ohne sich irgendwas vorstellen oder anständig kommunizieren zu können. Außerdem erwarten Leute oft, dass man sich zu allen Themen die auf einmal relevant werden könnten 100 % auskennt - selbst wenn man erst frisch angefangen hat dort zu arbeiten.

Gehalt/Benefits

Für meine Branche über dem Schnitt bezahlt. Wiener Linien Ticket wurde von der Firma übernommen. Die letzten zwei Jahre wurde ein Weihnachtsbonus ausbezahlt aber es wurde von der Geschäftsführung ein großes Tam-tam gemacht, dass uns das geschenkt wurde.

Gleichberechtigung

Ich hab MitarbeiterInnen über Frauen herziehen hören. LGBTQ+ Themen werden in den Publikationen, wenn erwähnt, als als "woker Unsinn" beschrieben. Es wird intern nicht gegendert. Und Frauen werden in der gleichen Position wie ein Mann spürbar schlechter behandelt. In den Projektassistenzplätzen werden nur Frauen eingstellt über die schlecht geredet wird falls/wenn sie Schwanger werden könnten.

Interessante Aufgaben

Anfangs vielleicht noch ja, danach ist es aber einfach sehr viel Aufrechterhaltung und jährlich die gleichen Projekte. Anstatt es den Leuten einfacher zu machen, ändern sich dann aber teilweise die Zuständigkeiten Leute erinnern sich nicht mehr wie Abläufe im Vorjahr waren, was dazu führt, dass ineffizient gearbeitet wird.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.