Leichter Einstieg, schwieriger Alltag
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man bekommt 30 % Mitarbeiterrabatt. Man kann leicht als Quereinsteiger anfangen. Wenn man mal umdekorieren darf und bei der Warenpräsentation mitreden darf, macht es Spaß.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den enormen Kontrolldruck von oben. Dass man die Kunden regelrecht penetrant ansprechen muss. Die spontanen Dienstplanänderungen.
Verbesserungsvorschläge
Verlässliche Arbeitszeiten ohne ständiges Umplanen. Geregelte und faire Pausenzeiten für alle, egal wer am längsten in der Firma ist. Weniger Plastikmüll. Etwas natürlichere Kundenansprache erlauben, das ständige Anspringen ist für Mitarbeiter und Kunden einfach oft einfach nur unangenehm.
Arbeitsatmosphäre
Der Zusammenhalt im Team ist super, das ist oft das Einzige, was einen dort hält. Allerdings gibt es eine Zweiklassengesellschaft, wer länger da ist, darf sich mehr erlauben. Nach außen macht die Firma auf Familie, aber intern herrscht eine extrem strenge Hierarchie. Der Druck von oben wird direkt an uns weitergegeben. Man wird regelrecht kontrolliert (die Bereichsleitung versteckt sich teils vor der Filiale), ob man wirklich jeden Kunden sofort mit einem Grinser anspringt. Man muss dauerhaft eine Maske der Fröhlichkeit aufsetzen, was extrem auslaugt. Dienstpläne werden oft kurzfristig geändert. Wenn nichts los ist, wird man einfach heimgeschickt und baut Minusstunden auf, oder man wird drei Stunden vor Beginn abbestellt. Für einen freien Samstag oder Urlaub muss man schon sehr stark darum bitten und mehrmals danke sagen
Gehalt/Benefits
Der Lohn kommt immer pünktlich. Da man keine Erfahrung oder Ausbildung braucht, ist das Gehalt (Kollektiv) in Ordnung. Samstagszuschläge gibt es. Eine theoretische Umsatzbeteiligung gibt es zwar, die erreicht man in der Praxis aber eh nie. Als Weiterbildung gibt es eine App, die man wie bei Führerscheinfragen durchklickt, hat mir persönlich keinen Mehrwert gebracht.
Arbeitsbedingungen
Die Räumlichkeiten sind in Ordnung. Ein Problem sind die Mittagspausen. Es gibt keine klare Regelung, sondern die Leitung oder die Dienstältesten entscheiden spontan nach Lust und Laune, wer wann gehen darf. So kommt man teils erst um 14 oder 15 Uhr total ausgehungert in die Pause. Zum Thema Nachhaltigkeit, es fällt extrem viel Plastikmüll an. Jedes noch so kleine Shirt oder Accessoire ist bei der Lieferung einzeln in unglaublich viel Plastik verpackt, und mehrere Shirts wiederum wieder in Plastik und so weiter
Gleichberechtigung
Bezüglich der Wertschätzung, die den Mitarbeitern entgegengebracht wird, gibt es definitiv Luft nach oben.
