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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Man sollte sich gut überlegen, hier anzufangen – oder zu bleiben

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei GPI Graz GmbH in Graz gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders negativ empfinde ich die ständige Unsicherheit innerhalb des Unternehmens. Viele Mitarbeitende haben dadurch das Gefühl, jederzeit ersetzbar zu sein, was automatisch zu mehr Distanz zur Arbeit und zum Unternehmen führt.

Umso ironischer wirkt es dann, wenn nach außen mit Zitaten wie „Make your passion and your work one and the same and do it with people you want to be with“ geworben wird. Im Arbeitsalltag spüren viele Mitarbeitende davon leider wenig. Statt Motivation, Zusammenhalt und echter Identifikation mit der Arbeit entsteht oft eher das Gefühl, einfach nur funktionieren zu müssen.

Verbesserungsvorschläge

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo man bei den Verbesserungsvorschlägen anfangen soll. Ein großer Punkt wäre aus meiner Sicht endlich eine ernsthafte Optimierung der internen Prozesse und Abläufe. Vieles wirkt unnötig kompliziert, ineffizient oder abhängig von einzelnen Personen.

Das Unternehmen hat derzeit noch einige sehr erfahrene und engagierte Mitarbeitende, die seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten dort arbeiten und vieles am Laufen halten. Umso unverständlicher wirken manche personellen Entscheidungen, wenn selbst solche Leute plötzlich gekündigt werden. Sollte dieses Wissen und diese Erfahrung weiter verloren gehen, sehe ich die zukünftige Entwicklung des Unternehmens ehrlich gesagt kritisch.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist leider sehr angespannt und von Unsicherheit geprägt. Mitarbeitende werden teilweise überraschend gekündigt und im Nachhinein wird vermittelt, dass genau diese Personen für die aktuellen Probleme verantwortlich gewesen seien – obwohl viele Kolleg wissen, dass diese stets ihr Bestes gegeben haben.

Auch der Umgang mit Konflikten wirkt problematisch. Mitarbeitende, die wegen Mobbing oder unangemessenem Verhalten den Betriebsrat eingeschaltet haben, hatten Nachteile anstatt Unterstützung(wurde einfach gekündigt). Statt die Ursachen oder verantwortliche Personen ernsthaft zu hinterfragen, wurde mehrfach argumentiert, Betroffene würden „nicht ins Team passen“.

Auffällig ist außerdem die hohe Fluktuation in bestimmten Bereichen bzw. rund um einzelne Personen. Die Gründe und Erfahrungen, die ehemalige Mitarbeitende schildern, ähneln sich dabei oft stark.

Image

Das interne und externe Image leidet aus meiner Sicht stark unter der allgemeinen Stimmung im Unternehmen. Wenn Kolleg regelmäßig Aussagen machen, dass man die Arbeit dort „nur mit Alkohol am Nachmittag oder Wochenende aushält“ oder nach der Arbeit keinerlei Energie mehr für das Privatleben bleibt, spricht das nicht gerade für ein gesundes Arbeitsumfeld.

Entsprechend wird intern wie extern oft eher negativ über die Firma gesprochen. Zusätzlich sorgen manche personellen Entscheidungen für Unverständnis, da diese für viele Mitarbeitende nicht nachvollziehbar wirken. Auch das trägt langfristig nicht zu einem positiven Image bei.

Work-Life-Balance

Wie bereits in anderen Bewertungen erwähnt, wirkt die Work-Life-Balance stark davon abhängig, wie lange man sichtbar im Büro ist – nicht unbedingt davon, wie produktiv oder effizient gearbeitet wird.

Ob jemand seinen Arbeitstag beispielsweise von 6 bis 16 Uhr mit regulärer Pause absolviert oder erst später beginnt und zwischendurch mehrere längere Pausen macht, scheint dabei weniger relevant zu sein. Entscheidend ist oft eher, wer nach 16 Uhr noch im Büro sitzt. Dadurch entsteht ein fragwürdiger Fokus auf Anwesenheit statt auf tatsächliche Leistung.

Vorgesetztenverhalten

Positiv hervorheben möchte ich, dass es im Umfeld der Rotoform zumindest einen Teamleiter gibt, der menschlich und fachlich wirklich überzeugt und bei vielen Mitarbeitenden geschätzt wird. Auch den HR Leiter möchte ich hier als Positivbeispiel benennen.

Beim restlichen Führungsverhalten fehlt es jedoch oft an offener Kommunikation und dem Umgang mit bestehenden Missständen. Probleme werden eher ignoriert oder nicht klar angesprochen, wodurch sich viele Themen über längere Zeit aufstauen.

Arbeitsbedingungen

Die Hardware war in meinem Bereich gut. Die Büromöbel sind absolut veraltet! Und nicht zumutbar. Sowas habe ich in noch keinem anderen Unternehmen so gesehen!

Kommunikation

Auch ich stimme den vorherigen Bewertungen zu.

Die Kommunikation beschränkt sich leider oft darauf, die übertriebene Menge an Aufgaben zu verteilen und Druck aufzubauen, dass alles möglichst schnell erledigt werden muss. Ein echter Austausch oder transparente Kommunikation auf Augenhöhe findet kaum statt.

Zusätzlicher Einsatz – etwa freiwilliges Arbeiten am Wochenende – wird häufig als selbstverständlich angesehen und mit dem „Teamgedanken“ oder dem All-In-Vertrag begründet. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, dass Engagement erwartet wird, ohne die Belastung der Mitarbeitenden ausreichend zu berücksichtigen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist gut. Jedoch wird mit dem All-In vertrag einfach alles zunichte gemacht. Man Arbeitet also eigentlich immer für den Kollektiv!

Interessante Aufgaben

Im Bewerbungsgespräch wurden die Aufgaben deutlich abwechslungsreicher und interessanter dargestellt, als sie sich später im Alltag tatsächlich gezeigt haben.

In der Praxis besteht die Tätigkeit großteils aus sehr monotonen und wiederkehrenden Büroaufgaben. Gleichzeitig fehlt häufig eine ausreichende Einschulung oder strukturierte Einarbeitung.

Generell wird viel Drama gemacht statt wirklich Prozesse zu verbessern oder Personal zu schulen.


Kollegenzusammenhalt

Gleichberechtigung

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.