Finger weg! Toxisches Klima und mangelhafte Führung
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen könnte sehr davon profitieren, grundlegende Veränderungen im Management vorzunehmen. Ein respektvoller und transparenter Führungsstil ist essenziell, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Es braucht Vorgesetzte, die zuhören, Feedback annehmen und die Mitarbeitenden nicht als austauschbare Ressourcen, sondern als Menschen mit Potenzial behandeln.
Zudem sollte dringend in die Weiterentwicklung und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden investiert werden – durch faire Gehälter, Weiterbildungsmöglichkeiten und echte Karriereperspektiven. Wenn man langfristig gute Leute halten will, reicht es nicht, nur auf kurzfristige Ergebnisse zu schauen. Wertschätzung, Vertrauen und echte Entwicklungschancen sind der Schlüssel, um ein motiviertes und loyales Team aufzubauen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war durchweg angespannt und negativ geprägt. Anstatt eines unterstützenden Miteinanders herrschte ein Klima der Angst, Kontrolle und Schuldzuweisungen. Konstruktives Feedback war kaum möglich, da Kritik oft persönlich genommen wurde oder im Ton völlig unangemessen war. Kollegialität wurde eher unterdrückt als gefördert – viele Mitarbeiter:innen hatten das Gefühl, sich ständig beweisen oder rechtfertigen zu müssen.
Transparente Kommunikation gab es kaum, und wichtige Informationen wurden oft zurückgehalten oder nur an bestimmte Personen weitergegeben. Dadurch entstand ein Gefühl von Unsicherheit und Misstrauen im Team. Entscheidungen wirkten willkürlich und nicht nachvollziehbar, was zusätzlich zur Frustration beigetragen hat.
Insgesamt fehlte es an Vertrauen, Respekt und echter Wertschätzung – alles Grundlagen für eine gesunde Arbeitsatmosphäre, die hier leider komplett vernachlässigt wurden.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war in meinem Fall kaum vorhanden. Überstunden wurden stillschweigend erwartet und selten anerkannt oder ausgeglichen. Es wurde oft vorausgesetzt, dass man auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten erreichbar ist – sei es abends, am Wochenende oder sogar im Urlaub. Eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben war kaum möglich.
Karriere/Weiterbildung
Gibt es nicht mehr
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen war einer der wenigen positiven Aspekte während meiner Zeit in der Firma. Ich habe viele tolle, hilfsbereite und engagierte Menschen kennengelernt, die trotz der schwierigen Umstände versucht haben, eine positive Stimmung aufrechtzuerhalten. Man hat sich gegenseitig unterstützt, füreinander eingestanden und gemeinsam versucht, das Beste aus der Situation zu machen.
Leider konnten auch diese wertvollen zwischenmenschlichen Beziehungen das toxische Arbeitsumfeld auf Dauer nicht ausgleichen. Viele der Kolleg:innen, mit denen ich gut zusammengearbeitet habe, haben das Unternehmen inzwischen ebenfalls verlassen – meist aus denselben Gründen: mangelnde Wertschätzung, schlechte Führung und ein belastendes Klima.
Es ist sehr schade, dass so viele gute Leute gehen, weil das Arbeitsumfeld ihnen keine Perspektive bietet.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter im Unternehmen sind im Vergleich zur Branche und zur geleisteten Arbeit deutlich unterdurchschnittlich. Trotz hoher Anforderungen, Mehrarbeit und ständiger Erreichbarkeit gab es kaum finanzielle Anerkennung. Gehaltsverhandlungen waren entweder gar nicht möglich oder wurden mit ausweichenden Begründungen abgelehnt.