Ein Unternehmen, das seine Identität verliert.
Verbesserungsvorschläge
Zurück zur Basis, den aktuellen Kurs nochmals evaluieren. Die Grundlagen der letzten Entscheidungen hinterfragen denn mit den nächsten Schritten verliert das Unternehmen nicht nur wichtiges Know-how, sondern auch die Identität. Das Outsourcing wirkt anfangs zwar günstiger, aber nach den bisherigen Erfahrungen funktioniert das so nicht und führt letztlich zu höheren Kosten. Ich stimme zwar zu, dass das Unternehmen einen Overhead hatte, jedoch empfinde ich einen Kahlschlag als Fehler. Naja, wir werden sehen, was die Zukunft bringt.
Arbeitsatmosphäre
Seit Monaten ist die Situation katastrophal. Die Stimmung ist eisig und das zieht sich durch den gesamten Konzern. Einerseits liegt das an den geplanten Layoffs, andererseits aber vor allem an den neu eingeführten bzw. umgestellten Prozessen und Tools, die einfach nicht richtig funktionieren. Tickets, Anforderungen und Rückmeldungen verschwinden teilweise wochenlang in ServiceNow, statt zuverlässig bearbeitet zu werden. Dazu kommt, dass Anwendungen, die teuer eingekauft wurden, nicht so laufen, wie sie vorgesehen sind. Verantwortlich dafür oft ist eind fehlendes Verständnis für die wirklichen Prozesse. Der Applikation Owner und das Business wissen offenbar nicht wirklich, was genau benötigt wird bzw. wofür die Systeme gedacht sind und jetzt verwendet werden sollen. Im Anschluss folgt dann meist gegenseitiges Schuldzuweisen, statt gemeinsam Lösungen anzugehen. Zusätzlich verstärkt durch das Führungspersonal, von dem viele lieber klare Entscheidungen nach unten delegieren. Hauptsache, die eigene Verantwortung bleibt möglichst gering und die Mitarbeiter tragen den Druck. All in All macht das Unternehmen keinen guten Eindruck mehr.
Kommunikation
Wie von anderen bereits erwähnt wird, wird grundsätzlich falsche kommuniziert. Entweder wird viel zu früh ohne klare Informationen wirklich zu haben, um dann, als Beispiel, in den letzten Folien nur das Stichwort „Sozialplan“ zu haben. Natürlich lauft dann der Flurfunk richtig an, kaum Infos zu bekommen und dann von 0 auf 100 von einem Sozialplan reden. Oder es wird viel zu spät kommuniziert und die Mitarbeiter werden vor vollendete Tatsachen gestellt, wobei man sich auch fragt, warum das nicht bereits vorher in einem Townhall hätte angekündigt werden können. Warum ist es so schwer, sobald handfeste relevante Informationen vorliegen, diese auch korrekt zu kommunizieren? Auch das „Verbessern“ von Zahlen nach oben wird sehr gerne gemacht. Keine Ahnung, wem das dabei nützt, es entsteht jedenfalls der Eindruck das auf Basis dessen dann teilweise Entscheidungen getroffen werden, die den Betrieb einfach nicht widerspiegeln. Weiters sind die meisten Abteilungen stark in Silos organisiert; Informationen werden nur ungern weitergegeben. Jeder macht sein eigenes Ding, anstatt gemeinsamem Know-how zu nutzen.
Kollegenzusammenhalt
Im Team sehr gut
Work-Life-Balance
Kommt sehr auf die/den Manager und Bereich an, bei uns eher Branchen üblich ausgelegt, andere sind strenger als das Unternehmen selbst...
Interessante Aufgaben
Früher ja, nun alles langwierig und durch Prozesse mit viel Overhead. Viele Aufgaben wurden Zentralisiert und werden nur noch durch Tickets Koordiniert. Führt dazu dass sobald National etwas nicht mehr geht über Tickets das Internationale Team darauf angesetzt werden muss. Wie bereits erwähnt sind das sehr lange Schleifen bis das Ticket beim richtigen Resolver Team landet, und selbst dann stimmt die Qualität nicht immer.
Gleichberechtigung
Vorhanden, zu mindestens in meinem Bereich.
Umgang mit älteren Kollegen
Welche älteren Kollegen?
Arbeitsbedingungen
In der Halle in Eberstalzell werden derzeit dauernd Umbau arbeiten gemacht, da diese ja geräumt wird.
Gehalt/Benefits
Der Einstieg ist grundsätzlich gut. Allerdings führt die jährliche Stufenerhöhung dazu, dass man den Rahmen kaum noch nachverhandeln kann, wodurch man am Ende schlechter dasteht, als wenn man jedes Jahr neu in die Verhandlung gegangen wäre.
Karriere/Weiterbildung
Als Expert in einem Bereich der nichts mit dem Handel zum tun hat ist ein Aufstieg so gut wie nicht vorhanden/möglich. Interne Weiterbildung gibt es die Hofer Akademie aber auch diese ist von Einsparungen betroffen.