Marketing nicht zu empfehlen. Zu anderen Abteilungen kann ich wenig sagen.
Arbeitsatmosphäre
Zwei sehr unterschiedliche Bilder. Im Haus allgemein: freundlich, hilfsbereit, angenehmer Umgangston über Abteilungsgrenzen hinweg. Im Marketingteam selbst: durchgehend angespannt. Bei vier Personen macht die Führungsebene die Atmosphäre praktisch allein, und die war schwer einschätzbar.
Image
Gut
Work-Life-Balance
Der Punkt, der mich am meisten gestört hat. Kein Homeoffice, in keiner Form, unabhängig von der Aufgabe. Und darüber hinaus keinerlei Flexibilität bei den Zeiten selbst: Auch an ganz normalen Tagen ohne Sonderaufkommen war früher kommen und früher gehen nicht drin, selbst wenn nichts mehr offen war. Anwesenheit zählte mehr als Ergebnis. Beides war, soweit ich es beurteilen konnte, im Marketingbereich so geregelt und nicht im gesamten Haus. Zusammen mit den regelmäßigen Überstunden ergibt das ein Arbeitszeitmodell, das mit dem Jahr, in dem wir leben, wenig zu tun hat
Karriere/Weiterbildung
Nicht vorhanden
Gehalt/Benefits
Normales Praktikum Gehalt
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aufjedenfall vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des Marketingteams wurde häufig abwertend über andere Abteilungen gesprochen, während der Umgang im direkten Kontakt freundlich blieb. Dieser Widerspruch war für mich unangenehm und hat das Vertrauen im Team nicht gerade gestärkt. Der Zusammenhalt nach außen war entsprechend schwach.
Umgang mit älteren Kollegen
Weder besonders gut noch schlecht, aber manchmal noch sehr konservativ, obwohl man extern etwas komplett anderes kommuniziert
Vorgesetztenverhalten
Keine festen Feedbackformate, kein regelmäßiger Austausch. Rückmeldung kam gesammelt und im Nachhinein, Erwartungen wurden vorher selten explizit gemacht. Nachfragen wirkten unerwünscht. Aus meiner Sicht wenig entwicklungsorientiert.
Arbeitsbedingungen
Technische Austattung Top. Alles andere eher schlecht.
Kommunikation
Als Marketing arbeitet man zwangsläufig mit fast allen Bereichen des Hauses zusammen — und merkt dadurch als Erster, dass die Abteilungen untereinander schlecht kommunizieren. Informationen kamen verstreut, verspätet oder gar nicht. Ein Großteil der Arbeit bestand darin, Zuständigkeiten zu klären und Dinge einzusammeln, die längst hätten weitergegeben sein sollen. Für ein Unternehmen dieser Größe fehlen hier klare Prozesse und feste Schnittstellen.
Gleichberechtigung
Top
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben blieben inhaltlich sehr eng. Der Großteil bestand aus dem Verfassen von Texten für die interne Kommunikation, mit wenig Abwechslung und geringem Gestaltungsspielraum. Dass ein Praktikum auch repetitive Anteile hat, ist normal und war für mich in Ordnung. Die Stellenausschreibung hat den Bereich allerdings deutlich kreativer und breiter dargestellt, als er tatsächlich war. Wer sich darauf bewirbt, sollte im Gespräch konkret nachfragen, wie ein typischer Arbeitstag aussieht

