2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
m FSP-Programm (Functional Service Provider) bei ICON Clinical Research Ltd. werden dir oft Aufgaben untergeschoben, die weit über die ursprüngliche Stellenbeschreibung hinausgehen. Bitte schaut genau hin, was euch euer Arbeitgeber laut Vertrag und Kollektivvertrag wirklich schuldet – und was in der Praxis passiert.
ICON Clinical Research (Teil von ICON plc) bekommt auf deutschen Bewertungsportalen oft nur rund 2,7 von 5 Punkten, mit einer Weiterempfehlungsquote von ca. 38–39 %. Das liegt spürbar unter dem Branchendurchschnitt. Die Kritik konzentriert sich stark auf das FSP-Modell und den Umgang mit Personal.
Typische Punkte, die immer wieder genannt werden:
Aufgaben- und Lastverschiebung im FSP: Du wirst einem Sponsor/Client fest zugeordnet. Der Druck kommt dann oft direkt vom Kunden, während ICON-interne Manager wenig schützen. Viele berichten, dass zusätzliche Aufgaben, unrealistische Timelines und „Extra-Meilen“ erwartet werden, ohne entsprechende Entlastung oder Bezahlung. Wenn der Client-Vertrag endet, folgt nicht selten die Kündigung – „working bees“ (die, die die Arbeit machen) werden abgebaut, während neu eingestellt wird.
Arbeitsbelastung und Work-Life-Balance: Hoher Druck, viele (teilweise unbezahlte) Überstunden, schwieriges Abschalten am Wochenende oder im Urlaub. Homeoffice gibt es, aber die Erwartungshaltung bleibt hoch. Familienunfreundlich wird es besonders, wenn Reisen oder ständige Erreichbarkeit dazukommen.
Management und Kultur: Häufige Klagen über Micromanagement, fehlende Empathie, Fokus nur auf den Kunden („only there for the clients“), Mobbing-Vorwürfe und eine Atmosphäre der Unsicherheit durch ständige Layoffs. HR und Betriebsrat werden von manchen als wenig hilfreich wahrgenommen. Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden schlecht bewertet (oft um die 2,1 Punkte).
Gehalt und Vertrag: Gehaltszufriedenheit liegt unter dem Schnitt. In FSP-Rollen fehlen oft Boni, Merit-Increases sind niedrig oder verzögert, und der Marktvergleich fällt für viele negativ aus. Es gibt Hinweise, dass nicht überall ein klassischer Tarifvertrag greift – deshalb der Hinweis auf den Handels- und Betriebs-KV in der Pharma: Prüft eure Einstufung, Überstundenregelungen, Zuschläge und Kündigungsfristen genau.
Positive Stimmen gibt es auch: Interessante Aufgaben in der klinischen Forschung, nette Kollegen (solange sie bleiben – Fluktuation ist hoch) und in manchen FSP-Setups akzeptable Balance, wenn der Manager und der Sponsor gut sind. Das hängt aber stark vom konkreten Team und Client ab.
Was bedeutet das praktisch?
Das FSP-Modell ist für CROs wie ICON ein Business-Modell: flexible Kapazität für Sponsoren, hohe Auslastung. Für Mitarbeitende bedeutet es oft, dass man als „Ressource“ behandelt wird – solange der Vertrag läuft, wird extrahiert, danach ist man austauschbar. Das ist keine individuelle Verschwörung, sondern systemisch in vielen CROs zu beobachten.
Wenn du dort arbeitest oder anfangen willst:
Lies deinen Vertrag + den geltenden KV (Handels-/Betriebs-KV Pharma) sehr genau.
Dokumentiere Aufgaben, die außerhalb der Beschreibung liegen.
Achte auf Arbeitszeitaufzeichnungen.
Sprich früh mit Betriebsrat/Gewerkschaft, falls vorhanden.
Das ist die Zusammenfassung der öffentlich sichtbaren Mitarbeiter-Feedbacks. Erfahrungen sind natürlich individuell – manche Teams funktionieren besser. Aber die Häufung negativer Berichte zu Auslastung, Unsicherheit und Lastverschiebung im FSP ist auffällig und sollte ernst genommen werden.