Diesen Arbeitgeber würde ich persönlich nicht weiter empfehlen!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war phasenweise ruhig und angenehm. Sobald jedoch eine bestimmte Kollegin anwesend war, wurde dies teilweise deutlich beeinträchtigt. Sie bereitete sich regelmäßig während der Arbeitszeit etwas zu essen zu und aß anschließend direkt am Arbeitsplatz. Besonders störend empfand ich dabei die sehr lauten Essgeräusche, die über längere Zeit hinweg deutlich wahrnehmbar waren und die Konzentration erheblich beeinträchtigten.
Kommunikation
Selbstständiges Arbeiten war in der Praxis nur schwer möglich. Einerseits wurde erwartet, Aufgaben eigenverantwortlich und selbstständig zu erledigen, andererseits führte es regelmäßig zu Unstimmigkeiten, wenn nicht über jeden einzelnen Arbeitsschritt oder jede Entscheidung vorab informiert wurde. Dadurch entstand ein widersprüchliches Arbeitsumfeld, in dem Eigeninitiative zwar gefordert, gleichzeitig jedoch nur eingeschränkt zugelassen wurde.
Kollegenzusammenhalt
Das Arbeitsklima unter den Kolleginnen war teilweise von wenig Vertrauen geprägt. Es entstand wiederholt der Eindruck, dass gezielt nach negativen Erfahrungen oder Kritikpunkten zum Unternehmen gefragt wurde, wobei Gespräche zunächst freundlich und vertraulich wirkten. Im Nachhinein wurden solche Aussagen jedoch teilweise weitergetragen, was einen offenen und ehrlichen Austausch erheblich erschwerte.
Auch in der internen WhatsApp-Gruppe wurde teilweise in einem wenig wertschätzenden Ton über einzelne Kolleginnen und Kollegen gesprochen. Insgesamt entstand dadurch eher ein Umfeld, in dem man bei persönlichen Gesprächen vorsichtig sein musste, anstatt sich auf einen respektvollen und vertrauensvollen Umgang im Team verlassen zu können.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten habe ich als sehr wechselhaft und widersprüchlich erlebt. Eine strukturierte Einschulung fand nur unzureichend statt. Statt sicherzustellen, dass neue Mitarbeiter alle notwendigen Abläufe und Aufgaben nachvollziehbar vermittelt bekommen, wurde ein großer Teil der Einschulung faktisch einer bevorzugten Mitarbeiterin überlassen. Erst als diese nicht mehr verfügbar war, wurde offensichtlich, dass wesentliche Inhalte nie ausreichend vermittelt worden waren. Die Konsequenz daraus wurde jedoch nicht in der fehlenden Einschulung gesehen, sondern letztlich beim Mitarbeiter selbst.
Auch die Kommunikation im Arbeitsalltag war schwierig. Einerseits wurde erwartet, dass nahezu jede verfasste E-Mail vorab gezeigt bzw. abgestimmt wird, andererseits wurde gleichzeitig kritisiert, dass zu häufig Rückfragen gestellt würden. Wurde selbstständig gearbeitet und weniger nachgefragt, führte dies wiederum zu Unzufriedenheit. Dadurch war oft nicht klar erkennbar, welches Maß an Eigenständigkeit tatsächlich erwartet wurde.
Mehrfach kam es außerdem zu Situationen, in denen behauptet wurde, bestimmte Arbeitsaufträge seien bereits übergeben worden und nicht erledigt worden. Darauf wurd
Gleichberechtigung
Von Gleichbehandlung im Team konnte aus meiner Sicht nicht gesprochen werden. Eine Mitarbeiterin wurde wiederholt und deutlich bevorzugt, während auf die Bedürfnisse, Anliegen oder persönlichen Umstände anderer Kolleginnen und Kollegen wesentlich weniger Rücksicht genommen wurde. Diese unterschiedliche Behandlung war im Arbeitsalltag klar spürbar und hat das Gefühl von Fairness und Wertschätzung innerhalb des Teams erheblich beeinträchtigt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein war im Arbeitsalltag aus meiner Sicht nicht erkennbar. Es wurden sehr große Mengen an Papier ausgedruckt und anschließend auch wieder vernichtet. Der große Aktenvernichter war regelmäßig, teilweise mindestens einmal pro Woche, vollständig gefüllt. Insgesamt entstand dadurch der Eindruck, dass ein deutlich effizienterer und ressourcenschonenderer Umgang mit Dokumenten möglich gewesen wäre.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten waren in der Praxis kaum bis gar nicht vorhanden, obwohl dieses Thema nach außen bzw. intern einen hohen Stellenwert vermittelt bekam. Zwischen dem kommunizierten Anspruch und den tatsächlich verfügbaren Möglichkeiten bestand daher aus meiner Sicht eine deutliche Diskrepanz.