Tolle Kollegen, unprofessionelle Geschäftsführung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das direkte Team war ein echter Pluspunkt – kollegial und hilfsbereit. Die Bezahlung war in Ordnung. Das Büro selbst ist ansprechend gestaltet, Parkplätze sind vorhanden. Und montags gab es immer ein tolles gemeinsames Essen – eine nette Geste, die man positiv hervorheben sollte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Führungsverhalten war in mehreren Bereichen nicht professionell. Entscheidungen wurden häufig revidiert oder unstrukturiert kommuniziert. Kündigungen wurden durch leitende Mitarbeitende im Auftrag der Geschäftsführung ausgesprochen und anschließend wieder zurückgenommen – das erzeugte Unsicherheit und Vertrauensverlust im Team.
Mündliche Absprachen zu Homeoffice oder flexiblen Arbeitszeiten wurden im Nachhinein nicht anerkannt. Meeting Minutes wurden aktiv abgelehnt – vermutlich weil dadurch Vereinbartes festgehalten worden wäre. Oft konnte sich die Geschäftsführung nicht an getroffene Vereinbarungen erinnern.
Kritische Rückfragen oder fachliche Einwände führten regelmäßig zu abwertenden Kommentaren oder öffentlicher Bloßstellung – anstatt Dinge im persönlichen Gespräch zu klären. Fehler wurden in großen Runden thematisiert.
Persönliche und sensible Themen einzelner Mitarbeitender wurden im offenen Büro besprochen. Die Geschäftsführung trug private Konflikte sichtbar ins Unternehmen – Auseinandersetzungen untereinander wurden auch vor dem Team ausgetragen. Es wurde offen über nicht anwesende Kolleginnen und Kollegen hergezogen.
Unterschiedliche Maßstäbe je nach persönlicher Sympathie waren deutlich spürbar. Das Umfeld war zudem von einem konservativen, teilweise frauenfeindlichen Klima geprägt.
Moderne Arbeitsmittel wie Laptops waren in Meetings nicht erlaubt. Neue digitale Tools wurden pauschal abgelehnt. Meetings fanden regelmäßig über die Mittagszeit statt, sodass kaum Pausen blieben – Struktur oder Agenda fehlten weitgehend, oft handelte es sich um reine Monologe. Neue Aufgaben wurden spontan und ohne Vorgespräch in großen Runden angekündigt.
Besonders bedenklich: Teile des Unternehmens operierten in nicht registrierten Räumlichkeiten und stillgelegten Lagern als Arbeitsplätze – arbeitssicherheitsrechtlich nicht akzeptabel. Beim Datenschutz gab es ebenfalls ernsthafte Mängel: Es besteht Zugriff auf E-Mails ausgeschiedener und aktiver Mitarbeitender, ohne dass das transparent kommuniziert wurde.
Die hohe Mitarbeiterfluktuation spricht für sich.
Verbesserungsvorschläge
Grundlegende Führungsstrukturen einführen: klare Zielvereinbarungen, verbindliche Protokolle und eine offene Feedbackkultur. Mündliche Absprachen schriftlich festhalten und einhalten. Kritik sollte im Vier-Augen-Gespräch stattfinden – nicht vor dem Team. Datenschutz und Arbeitssicherheit gehören dringend auf den Prüfstand. Digitale Tools und flexible Arbeitsmodelle sollten ernsthaft evaluiert statt reflexartig abgelehnt werden. Und: Professionalität und Respekt gegenüber allen Mitarbeitenden – unabhängig von persönlicher Sympathie oder Geschlecht – sollten selbstverständlich sein.
Arbeitsatmosphäre
Atmosphäre schwankt je nach Laune der Geschäftsführung
Image
Die Produkte sind in der Apotheke beliebt
Work-Life-Balance
Könnte man mit einheitlicher Home Office Regelung deutlich verbessern.
Karriere/Weiterbildung
Werde anfangs versprochen aber nicht gehalten
Gehalt/Benefits
Ist in Ordnung
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird im Einkauf nie der Umweltfaktor betrachtet. Immer Quantity before Quality.
Kollegenzusammenhalt
Das Team und die Kollegen sind einfach Top!
Vorgesetztenverhalten
Wenig bis gar keine Mitarbeiterführungsskills vorhanden.
Kommunikation
Interne Kommunikation schlecht. Keine produktive Meetingkultur.
Gleichberechtigung
Mitarbeiter werden nach Sympathie behandelt, nicht gleichberechtigt
Interessante Aufgaben
Vielseitig aber sehr operativ