Ihr Unternehmen?

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KTM 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Geld allein stabilisiert kein Unternehmen, das von übermäßiger Bürokratie geprägt ist.

2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Beschaffung / Einkauf bei KTM AG in Mattighofen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt ist überdurchschnittlich gut
Moderne Infrastruktur
Einige engagierte Kolleginnen und Kollegen, die trotz widriger Umstände ihr Bestes geben

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schwaches und teilweise abwesendes Führungsverhalten
Ausgeprägte Freunderlwirtschaft
Intransparente Entscheidungen und mangelnde Kommunikation
Fehlende Wertschätzung und fehlender Fokus auf Leistung
Unprofessioneller Umgang mit Homeoffice und Arbeitszeiten
Kaum soziale Verantwortung bei Umstrukturierungen
Betriebsrat wirkt passiv und wenig unterstützend

Verbesserungsvorschläge

Konsequente, präsente und qualifizierte Führungskräfte einsetzen
Transparente Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungen
Klare Standards für Homeoffice, Arbeitszeiten und Verantwortlichkeiten
Weniger Politik, mehr Leistungskultur
Betriebsrat stärken oder neu ausrichten
Objektive Kriterien für Karriere und Weiterbildung
Fokus auf Innovation statt interner Machtspiele
Wertschätzender Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden
Unabhängige Mobbing-Beauftragte

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung im Unternehmen hat sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert. Viele Mitarbeitende hatten den Eindruck, dass Leistung, Engagement und fachliche Kompetenz nicht immer die ausschlaggebenden Kriterien für Karriere- oder Personalentscheidungen sind. Stattdessen entstand häufig der Eindruck von Netzwerken und gegenseitiger Absicherung.

Image

Nach außen wird ein starkes, modernes Bild vermittelt. Intern weicht dieses Bild jedoch deutlich von der Realität ab. Viele Mitarbeitende erleben eine große Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Praxis.

Work-Life-Balance

Work‑Life‑Balance hängt stark von der jeweiligen Führungskraft ab. Manche leben Homeoffice und flexible Zeiten verantwortungsvoll, andere nutzen es eher als Freifahrtschein. Ungleichbehandlung ist spürbar.

Karriere/Weiterbildung

Karrierewege sind stark von persönlichen Beziehungen abhängig. Objektive Leistung oder Erfahrung spielen nicht immer die entscheidende Rolle. Weiterbildungsmöglichkeiten existieren, werden aber nicht fair oder transparent vergeben.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist ohne Frage überdurchschnittlich gut und liegt deutlich über dem Branchenschnitt. Finanziell wird man hier wirklich fair behandelt.

Aber: Was bringt ein sehr gutes Gehalt, wenn das Arbeitsumfeld dauerhaft demotiviert? Trotz guter Bezahlung habe ich oft das Gefühl, eher als ausführende Kraft zu funktionieren statt als ernstgenommener Mitarbeitender mit eigener Expertise. Viele Entscheidungen wirken stark fremdbestimmt, was das Gefühl von Einfluss und Gestaltungsspielraum erheblich einschränkt.

Unterm Strich bleibt: Geld allein kompensiert kein Arbeitsklima, in dem man sich wenig wertgeschätzt oder kaum eingebunden fühlt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen wird ein starkes Signal gesendet, intern würde ich mir jedoch deutlich mehr Konsequenz und Glaubwürdigkeit erwarten. Besonders irritierend ist, dass die Mobbing‑Beauftragte selbst federführend an einschneidenden Personalmaßnahmen beteiligt ist und in zahlreichen Fällen der letzten Kündigungswelle die Kündigungen aussprach.

Das Sozialbewusstsein ist aus meiner Sicht schwach ausgeprägt. Entscheidungen werden häufig als „sozial gerecht“ verpackt, obwohl sie in der Praxis oft das Gegenteil bewirken. Der Betriebsrat wirkt in vielen Fällen passiv, wenig unterstützend und durchaus loyal - der Firma gegenüber...

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden ist sehr unterschiedlich. Während einige Teams gut funktionieren, wird an vielen Stellen deutlich, dass Loyalität oft von persönlichen Beziehungen abhängt. Objektive Leistung spielt nicht immer die entscheidende Rolle.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden ist kritisch zu sehen. Einige langjährige Kolleginnen und Kollegen kurz vor der Pension wurden im Zuge von Umstrukturierungen gekündigt. Das hinterlässt einen bitteren Beigeschmack und wirft Fragen zur sozialen Verantwortung auf.

Vorgesetztenverhalten

Das Führungsverhalten ist eines der größten Probleme. Einige Vorgesetzte sind kaum präsent, vermeiden Konflikte und wirken überfordert. Andere verbringen auffällig viel Zeit mit privaten Projekten oder sind nur sporadisch - beim Espresso holen - unter Menschen anzutreffen. Konsequente Führung, Vorbildwirkung und Verantwortungsbewusstsein sind selten sichtbar. Besonders in herausfordernden Zeiten wäre eine Führung mit entsprechender Erfahrung im eigenen Wirkungsbereich sehr hilfreich - das fehlt im Moment deutlich.

Entgegen der Ankündigung wurde im mittleren Management wenig verändert. Ein paar Leads wurden degradiert, freuen sich nun über weniger Verantwortung bei gleichem Gehalt - ob das im Sinne des Eigentümers ist?!

Arbeitsbedingungen

Die Infrastruktur ist grundsätzlich gut. Gleichzeitig haben Bürokratie, Abstimmungsschleifen und interne Prozesse ein Ausmaß erreicht, das effizientes Arbeiten oft erschwert.

Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich in Ordnung, aber stark abhängig vom Team. Homeoffice wird teilweise unprofessionell umgesetzt, Pausenregelungen werden unterschiedlich gehandhabt, und es gibt wenig Kontrolle oder klare Standards - (einige machen regelmäßig über eine Stunde Mittag - sagt ja eh niemand was...)

Kommunikation

Die Kommunikation war oft intransparent und wichtige Entscheidungen wurden vielfach erst kommuniziert, nachdem sie bereits getroffen waren. Zwischen offizieller Darstellung und gelebter Realität klaffte nicht selten eine deutliche Lücke.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist nur bedingt gegeben. Persönliche Netzwerke und „Freunderlwirtschaft“ haben oft mehr Gewicht als Qualifikation oder Leistung. Das führt zu Ungleichbehandlung und Frustration.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben könnten spannend sein, doch durch interne Blockaden, politische Spielchen und fehlende Prioritäten wird viel Potenzial verschenkt. In manchen Bereichen steht Stillstand über Innovation. In der FuE scheint die Einsatzbereitschaft der Kaffeemaschine manchmal höhere Priorität zu haben als echte Innovation – und im Einkauf dreht sich vieles eher um Systempflege als um strategische Entscheidungen. - beides nur bedingt förderlich für nachhaltige Entwicklung.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.