18 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
18 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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18 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Im Allgemeinen sehr angenehme Atmosphäre. Das Objektivierungsverfahren ist sehf fair. Andere Firmen könnten sich da ein Beispiel nehmen. Super!!
Der Bewerbungsprozess war entgegen mancher Erwartungen im öffentlichen Dienst - sehr effizient gestaltet. Termine wurden eingehalten, der Ablauf war klar und professionell organisiert. Die Recruiterin war freundlich, kompetent und überzeugte mit ihrer strukturierten Art - ich fühlte mich im gesamte Prozess gut betreut. Das angebotene Vorgespräch zur Abstimmung der Details (Gehalt, Arbeitszeit, Arbeitsmodelle, Homeoffice, etc..) war ein echter Pluspunkt. Der gesamte Austausch (inkl. Bewerbungsgespräch) verlief wertschätzend und auf Augenhöhe. Am Ende lagen leider die Gehaltsvorstellungen etwas auseinander. Mir bleibt aber ein moderner, fairer und gut organisierter Gesamteindruck.
Der Prozess insgesamt war etwas länger, und es gab zwischendurch eine kurze Phase ohne Rückmeldung. Bei Rückfragen wäre jedoch jederzeit eine gute telefonische Erreichbarkeit gegeben - hier ist man vielleicht als Bewerber:in eher gehemmt nachzufragen.
Kurze Vorstellung, Details zu bisherigen Tätigkeiten
Ich habe mich vor einiger Zeit für eine leitende Position (Abteilungsleitung) beim Land Oberösterreich beworben – eine Funktion, die sowohl hohe fachliche Kompetenz als auch Führungsverantwortung erfordert.
Ich schreibe diese Bewertung, obwohl der Bewerbungsprozess schon länger zurückliegt, weil mich die Erfahrung bis heute beschäftigt – und weil aktuelle Medienberichte über Postenbesetzungen im öffentlichen Dienst stark an meine eigenen Erlebnisse erinnern.
Vorweg: Meine Chancen standen vermutlich von Anfang an schlecht. Fachlich war ich (subjektiv betrachtet) sehr gut qualifiziert, allerdings fehlte mir offenbar das „richtige Profil“ – sei es hinsichtlich Geschlecht, politischer Ausrichtung oder der jahrelangen Sozialisation innerhalb der Landesverwaltung.
Zum Ablauf:
Nach einem freundlichen Vorgespräch mit der Personalabteilung – in dem mir ausdrücklich ein objektives Auswahlverfahren zugesichert wurde – reichte ich meine Unterlagen ein. Kurz darauf erhielt ich einen umfangreichen Fragebogen, dessen Beantwortung weitgehend internes Wissen über Abläufe innerhalb der Landesverwaltung voraussetzte.
Beispiele:
„Beschreiben Sie die Aufgaben der Abteilung im Detail“, „Wie sehen Sie Ihre konkreten Anknüpfungspunkte zur Abteilung?“ oder „Welche Abläufe und Strukturen der Abteilung/Landesregierung kennen Sie?“
Die Frage nach den Gehaltsvorstellungen war besonders kurios, da die Gehaltsgruppe nach dem OÖ Gehaltsgesetz ohnehin festgelegt ist.
Wenige Tage vor dem offiziellen Hearing erhielt ich einen Anruf aus der Personalabteilung, in dem mir mitgeteilt wurde, ich sei „auf der Metaebene nicht der Richtige“. Fachliche Gründe wurden keine genannt. Ich verwies mehrfach auf meine Ausbildung, meine branchenspezifische Erfahrung und meine Führungsverantwortung, bekam aber nur vage Antworten. Eine schriftliche Absage erhielt ich nicht – was im Rückblick einen eigenartigen Eindruck hinterlässt.
Kurz darauf fand das Hearing ohne mich statt, und bereits am Tag nach dem Hearing wurde die Postenbesetzung offiziell veröffentlicht.
Mein Eindruck:
Das Verfahren wirkte weder transparent noch objektiv. Laut öffentlicher Mitteilung wurde die Leitung der Abteilung an eine Person vergeben, deren Ausbildung und beruflicher Hintergrund im Bereich Architektur und Raumordnung liegen und die aus meiner Sicht keinen fachlichen Bezug zur ausgeschriebenen Funktion aufwies. Auch eine einschlägige Führungserfahrung wurde in der offiziellen Aussendung nicht angeführt.
Fazit:
Aus meiner Sicht spielten fachliche Eignung und Führungserfahrung eine untergeordnete Rolle, während andere Faktoren deutlich schwerer wogen. Wer aus der Privatwirtschaft kommt und mit echter Leistungsorientierung arbeitet, sollte sich gut überlegen, ob er seine Energie und Zeit in solche Bewerbungsverfahren bzw. Institutionen investieren möchte.
Positiv: das Erstgespräch hinsichtlich der Gesprächsführung.
Negativ: Mangel an Transparenz, fehlende Objektivierung, ein Auswahlverfahren, das den Eindruck einer Vorentscheidung hinterließ, sowie eine insgesamt wenig professionelle Abwicklung des gesamten Prozesses.
Ein Lob an das Marketing für die neue Kampagne; die Unternehmenskultur spiegelt die Marke leider nicht wider;
- respektvoller Umgang mit Bewerbern;
dies umfasst auch einen pünktlichen Beginn des vereinbarten Termins (alles andere signalisiert Unprofessionalität und mangelnde Wertschätzung der Zeit des Kandidaten);
- CV der Kandidaten u. deren Erfahrung kennen und auch Know-How außerhalb des Landesdienstes wertschätzen (bei den eigenen Fragestellungen über den Tellerrand blicken und diese auf den wesentlichen Kern lenken);
- Teilzeitanstellung auch tatsächlich anbieten wenn es beworben wird (TZ schien im Gespräch absolut nicht erwünscht zu sein und wurde mehrmals hinterfragt)
- Fallfragen verständlich aufbereiten u. präsentieren u. hierüber auch zum Zeitpunkt der Gesprächseinladung informieren (bei einem Gespräch auf Augenhöhe sollte eine längere Fallfrage schriftlich ausgestaltet sein u. nicht von der Präsentationfähigkeit des Fragestellers abhängig sein)
Beabsichtigte aufgrund des Gesamtverhaltens meine Bewerbung wieder zurückzuziehen
Das sind keine Gespräche auf Augenhöhe mehr sondern nur ein standardisiertes HR - Geplänkel, womit überhaupt keine Qualifikationen herauszufiltern sind. Bei Fragen wie "was sind ihre größten Schwächen" - haben Sie schon einmal etwas bei diesem Fragestil von "sozialer Erwünschtheit" gehört? Auch erhält man überhaupt keiner Feedback warum man nicht in das Qualifikationsprofil passt...
Gespräch auf Augenhöhe, partnerschaftlich, persönlichere Korrespondenz, Dauer der Entscheidungsfindung, zu viele "Zuseher" beim Gespräch
- weniger Vorurteile
- mehr auf den Menschen als Person achten
- Freunderlwirtschaft gänzlich abschaffen
- Probearbeitstage einführen um sich gegenseitig kennen zu lernen
- neue Bewerbungsprozesse
- weg von den ewig alten Richtlinien und Vorgaben
- mehr Freundlichkeit gegenüber Bewerbern
- mehr Informationen zu den Vorstellungsgesprächen
(Wo, Wann, Wie, Ort, Uhrzeit)
- weniger Rechtschreibfehler
- auf eMails auch Antworten (das gehört sich so)
- generell den Bewerber durch den Prozess führen und nicht wochenlang einfach gar nicht reagieren
- die Interviewführung inkl. Sitzordnung komplett überdenken (fühlt sich an wie ein Verhör)
- insgesamt alles sehr "steif", was wenig Lust auf eine Anstellung macht
So verdient kununu Geld.