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Landesgesundheitsagentur
Vorstellungsgespräche

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Bewerbungsprozess mit deutlichem Verbesserungspotenzial, enttäuschende Candidate Experience

1,8
Absage
Bewerber/inHat sich 2026 bei Landesgesundheitsagentur St Pölten in St. Pölten als Kaufmännische Direktorin im PBZ Hainburg beworben und eine Absage erhalten.

Verbesserungsvorschläge

Das einstündige Online-Gespräch wurde von einem externen Berater geführt. Eine weitere interne Person war ebenfalls dabei, stand jedoch weder in einem unmittelbaren fachlichen Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Position noch mit dem konkreten Standort. Eine Person aus HR bzw. dem Recruiting war an diesem Erstgespräch nicht beteiligt. Von beiden Gesprächspartnern wurden weder nähere Informationen zum Gesamtunternehmen noch zur konkreten Position, zum Arbeitsort oder zu den aktuellen Herausforderungen des Hauses vermittelt.
Meine Fragen zur Position und zum Arbeitsumfeld konnten im Gespräch teilweise nicht näher beantwortet werden. Gleichzeitig wurde bei einzelnen meiner Antworten wiederholt nachgehakt und eine bestimmte Interpretation weiterverfolgt, obwohl ich den Eindruck hatte, dass diese Themen keinen unmittelbaren Bezug zu den in der Ausschreibung beschriebenen Aufgaben und Anforderungen hatten. Dadurch empfand ich das Gespräch eher als einseitiges Prüfungsgespräch denn als gegenseitiges Kennenlernen.
Überrascht hat mich auch der wiederholte flapsige Hinweis, dass ich mich bereits vorab bei der in der Ausschreibung genannten Ansprechperson über die Position hätte informieren können. Gerade ein Erstgespräch sehe ich jedoch auch als Gelegenheit für ein Unternehmen, die Position, die Organisation und die konkreten Rahmenbedingungen aus erster Hand vorzustellen.
Meine Kritik richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Auswahlentscheidung, sondern ausschließlich gegen die Gestaltung des Bewerbungsprozesses.
Gerade bei einem großen Unternehmen im Gesundheitsbereich hätte ich mir im Erstkontakt mehr Professionalität, Dialog, Wertschätzung und echtes Interesse an einem gegenseitigen Kennenlernen gewünscht. Besonders bemerkenswert finde ich das deshalb, weil bei der ausgeschriebenen Position selbst eine „wertschätzende Kommunikations- und Informationskultur“ als wesentlicher Bestandteil der Aufgabe genannt wird.
Für ein Unternehmen dieser Größe und gesellschaftlichen Bedeutung sehe ich hier durchaus Verbesserungspotenzial – insbesondere bei der Gestaltung von Erstgesprächen für Führungspositionen und bei der Auswahl bzw. Einbindung der daran beteiligten Recruiting-Verantwortlichen.


Erklärung der weiteren Schritte

Professionalität des Gesprächs

Zufriedenstellende Reaktion

Wertschätzende Behandlung

Vollständigkeit der Infos

Erwartbarkeit des Prozesses

Zufriedenstellende Antworten

Zeitgerechte Zu- oder Absage

Angenehme Atmosphäre

Schnelle Antwort

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