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Lenzing 
AG
Bewertung

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Freunderlkultur und Königreiche AG

1,8
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Lenzing AG in Lenzing gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Technik, Produkt, KollegInnen, Soziales, Kantine, Parkplatz, in der Nähe vom Attersee und 5 min wo ich wohne

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Personen werden gekündigt. Dann merkt man, dass man die Person doch braucht und sie wird doch nicht gekündigt. Da schüttelt man nur mehr den Kopf.

Gleichzeitig macht HR Programme wo man für eine neue Person von draußen finanziell etwas erhält, weil es "so schwer sei Leute am Markt zu finden". Das ist für mich komplett unverständlich, wenn man alle Jahr Leute abbaut.

Verbesserungsvorschläge

Kurz: Saubere NeuAufbau der Firma und deren Abläufe; Freunderl-Kultur abstellen

Doppelsysteme wurden aufgebaut und werden betrieben anstatt Management-Systeme miteinander zu verbinden. Ziel: damit sich manche über etwas rühmen können was sie gestartet haben. Die alten Systeme haben sie dabei jedoch nicht aufgeräumt bzw. abgelöst.
Globales Denken wird nicht gefördert. Die Mitarbeiter welche dazu mithelfen, werden belächelt weil es nicht das Ziel vom eigenen Chef ist.
Es gibt keine globalen Standards. Jeder macht irgendwie anders. Wenn aber der Hut auf einer Site brennt und sie Minus schreiben, dann möchten sie Lenzing-Unterstützung. Vorher ist immer alles egal und man die Site-Manager halten sich nicht an die globalen Standards... weil es sie auch nur bedingt gibt.
Auf die Konkurrenz wird seit Jahren geschaut aber das Top Mgmt. hat keine Lösung gefunden. Es werden keine Entscheidungen gemacht sondern man sitzt die Situation aus und wartet auf Besserung.
SAP Hana wird schon jahrelange verschoben weil man das alte SAP derartig kompliziert verschachtelt hat, dass es niemand mehr schafft dies zu entwirren.
Projektanträge werden mehrfach in unterschiedlichen Ebenen verfasst; jeder Vorgesetzte der letzten 5 Jahre wollte eben etwas anderes. Es gibt nicht 1 System sondern Mehrfachsysteme.
Lenzing kämpft mehr mit sich selbst als gegen die Konkurrenz. Die obere Führung ist gut beschäftigt mit sich.
Entscheidungsträger waren nie im Ausland und denken global; sie fahren mal mehrmals auf Dienstreise aber das wars dann vom globalen Job.
Prozessabläufe sind nicht vorhanden und sind mittelalterlich mit Ausdrucke, irgendwelche Felder ausfüllen, etc... damit werden viele Leute beschäftigt. Ich sehe da keine Wertschöpfung.

Arbeitsatmosphäre

Schlecht! Früher gab es alle 5 Jahre Krise; heute alle 1-2 Jahre. Der Abbau von Mitarbeitern ist nun Standard da ein früher Vorstand dachte er müsste Lenzing mit Doppelpositionen befüllen um sich für die "Weltherrschaft" rüsten. Doch Hochmut hat den Fall verdient.
Somit gibt es in der Arbeit "gläserne Decken" welche man nur durchbricht, wenn der Vorgesetzte einen bei der HR unterstützt. Von selbst meldet sich die HR nie bei Mitarbeitern. Bei den Kündigungswellen werden dann die gekündigt welche man sowieso mal wegbekommen wollte und nutzt das, denn sie haben gegen den Chef geredet.
Nachbesetzungen werden offiziell zwar ausgeschrieben, aber in Wirklichkeit ist alles schon vereinbart. In Lenzing weiß man bereist, wer es wird.

Kommunikation

Offiziell wird konform kommuniziert. Aber die wirklich wichtige Kommunikation ist über "Flurfunk" und nichts bleibt verborgen. Aussendungen erreichen einen Teil von Mitarbeitern; der andere bekommt diese Emails nicht.

Kollegenzusammenhalt

Man hilft schon zusammen. Aber wenn es um Neuerungen geht, gibt es kaum Veränderungen. Dann gibt es Einstellungen wie "das sitzen wir aus = wir warten einfach ab und machen nichts". Politische Kleingrüppchen kämpfen gegeneinander; es geht mehr um Macht&Einfluss als das "große Ganze".

Work-Life-Balance

gut. Flexible Arbeitszeiten, aber dennoch schwingt immer das Thema mit, dass die nächste Krise und Abbau von Jobs erneut kommt. Meine eigenen Tage im Unternehmen sind gezählt. Zudem höre ich oft Kollegen mit "wenn ich nicht Abfertigung-Alt wäre, dann wäre ich schon längst weg".

Vorgesetztenverhalten

Es gibt Kündigungen und dann doch nicht, weil man draufkommt man braucht die Person doch noch.
Kein globales Denken vorhanden.
Man kümmert sich als Chef um sein eines "Kastl" im Org-Chart aber nicht um z.B. andere Sites oder Abteilungen. Führungskräfte arbeiten nicht zusammen; sehen sich gefährdet, dass sie demontiert werden und ein anderer mehr Einfluss erhalten könnte. Neid-Kultur besteht und Königreiche werden akzeptiert. Es zählt die Position mehr als die Idee.

Interessante Aufgaben

Lenzing ist vor 10 Jahren mit Lyocell "stehengeblieben". Seitdem hat man keine Nachfolgefaser mehr auf den Markt bringen können.
Jedoch vom Automatisierungsgrad gibt es schon super Bereiche; das ist super.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wird offiziell groß kommuniziert. Das ist gut.
Aber den Vorteil von heterogenen Teams und die Meinung und Sichtweise von Frauen wird hinterrücks noch immer belächelt. Führungskräfte machen vor den eigenen Mitarbeitern lustig darüber, dass es keine Frauen gibt, welche Potential hätten.

Umgang mit älteren Kollegen

Ihr Wissen wird nicht vorausschauend abgeschöpft/weitergegeben um neue junge Mitarbeiter aufzubauen.

Arbeitsbedingungen

Bei Jobabbaus trifft es dann die, welche mal "gegen die Situation" sich ausgesprochen haben und "aufmümpfig" waren. Die obere Führungsebene (bis auf CEO jährlich) trifft es fast nie. Es wird immer nur unten weggestrichen.
Auf Sicherheit wird Wert gelegt; das gefällt mir.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

gut. Vorbildlich! Bis auf die ausländsichen Sites; vor dort hört man andere Standards bzw. reißen die immer wieder Lenzing nach unten. Dann muss man in Lenzing wieder Jobs abbauen weil nur dort die Arbeitskraft wirklich etwas kostet.

Gehalt/Benefits

sehr gut wenn man wie ich schon länger dabei ist

Image

Gute Faser und nachhaltiges Produkt. Aber: Jährlicher Jobabbau, falsche Strategie, fehlerhafte/keine Managemententscheidungen, abgehobenes Management welche fest im Sattel durch die Freunderlwirtschaft sitzen, lokale Besetzungen, langjährige kompetenten Führungskräfte werden ins Ausland entsendet und dann bei der Rückkehr auf Seitenpositionen "eingeschläfert".

Karriere/Weiterbildung

Kriech deinem Vorgesetzten tagtäglich nach; dann geht etwas. Kann man mehrfach beobachten bei Nachfolgebesetzungen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.