Viel Einsatz, wenig Wertschätzung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die pünktliche Bezahlung. Das ist das einzige was mir einfällt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Diese Bewertung basiert ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken während meiner Beschäftigung. Andere Mitarbeiter können die Situation selbstverständlich anders erlebt haben.
Insgesamt gab es durchaus auch positive Momente. Rückblickend überwiegen für mich jedoch die negativen Erfahrungen. Seit meinem Wechsel hat sich meine persönliche Situation deutlich verbessert.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiter wertschätzen, vor allem versuchen langjährige Mitarbeiter zu halten. Wenn Positionen gestrichen oder umbesetzt werden, persönlich auf die betreffenden Personen zugehen und klar kommunizieren. Alternativen anbieten.
Warenverfügbarkeit, speziell bei Werbe - und Saisonaler Ware sicherstellen.
Veraltete Systeme abschaffen.
Veraltete Verantwortungshierarchien abschaffen und die Verantwortung aufteilen.
Arbeitsatmosphäre
Nach meinen Empfinden war die Arbeitsatmosphäre geprägt von ständigem Druck auf die Mitarbeiter. Täglich mussten eine Vielzahl an Dienstleistungen/Garantien abgeschlossen werden. Da kam es schon mal vor das auch der Kunde diesen Verkaufsdruck direkt zu spüren bekam. Warenverfügbarkeit war ein Dauerthema in unserer Filiale. Werbung wurde in den Hochglanzbroschüren geschaltet. Die Ware war dann entweder schon nach kurzer Zeit vergriffen oder einfach nicht verfügbar.
Sehr zum Ärger der Kunden.
Image
Es wird viel Geld in die Hand genommen für das Image nach außen. Bekannte Gesichter werden für Werbungen verwendet. Ob das hilft? Aus meiner Beobachtung bemängeln viele Kunden die Warenverfügbarkeit, die umständlichen Umtausch Vorgaben sowie Servicereparaturprozesse.
Work-Life-Balance
Was soll man dazu sagen. Offiziell werden um 9 Uhr die Filialen aufgesperrt. Es war aber auch erwünscht das speziell Führungskräfte bereits um 8 Uhr, oder früher antanzen. Sendeschluss war dann regulär um 19 Uhr, oder an Donnerstagen und Freitagen auch um 20 Uhr, je nach Standort. Samstagsdienste konnten auch schon mal 3-4 mal hintereinander stattfinden wenn Personalmangel geherrscht hat. Also Work Life Balance sie für mich anders aus.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten erschienen mir insgesamt eher begrenzt.
Mitarbeiter die seit Jahrzehnten in den Filialen beschäftigt waren, sind nach wie vor Verkäufer. Es werden unzählige Webinars und Produktschulungen online angeboten. Der Effekt ist jedoch überschaubar. Ich hatte den Eindruck, dass einzelne Mitarbeiter bei Beförderungen bevorzugt wurden. Ob das generell so war, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist Kollektivvertrag für Handelsangestellte. Man kann das Gehalt aufbessern wenn man sehr viele Zusatzleistungen abschließt. Mich betreffend wurden versprochene Vereinbarungen Wochen später wieder über Bord geworfen, weil angeblich kein Geld da war. Aus eigener Erfahrung empfand ich Gehaltsverhandlungen als sehr mühsam und langwierig. Bei der Verantwortung die man täglich trägt. Dies soll aber nicht als allgemeines Urteil gewertet werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aus meiner Beobachtung fiel sehr viel Verpackungsmaterial, Styropor und Karton an, das entsorgt wurde. Rechnungen, Serviceberichte etc. die ausgedruckt wurden, konnten schon mal 4-5 Seiten oder mehr A4 Blätter betragen.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen halfen sich gegenseitig so gut es ging, jedoch war der ständige Druck der auf jedem einzelnen lastete nicht gerade förderlich für die Stimmung in den Filialen.
Umgang mit älteren Kollegen
Als ich vor Jahren angefangen habe gab es noch wesentlich mehr älteres Personal in den Märkten. Mit der Zeit konnte ich jedoch beobachten das Positionen mit jüngerem Personal oder Lehrlingen besetzt wurden.
Vorgesetztenverhalten
Was die Situation in den Filialen betrifft, hing aus meiner Sicht vieles vom jeweiligen Marktleiter ab. Ich habe im Laufe der Jahre unterschiedliche Führungsstile erlebt – von unprofessionellen Kommentaren über Beleidigungen bis hin zu Wutausbrüchen. Bei den täglichen Morgenbesprechungen konnte ich beobachten, dass Mitarbeiter mit schwächeren Verkaufszahlen teilweise vor dem gesamten Team kritisiert wurden. Personalwechsel und Umstrukturierungen gehörten aus meiner Sicht zum Alltag.
Arbeitsbedingungen
Die Systeme waren aus persönlicher Erfahrung umständlich und veraltet. Ständig neue Änderungen in den eigenen Tools. Das Warenwirtschaftssystem wirkte auf mich stark veraltet. Auch viele andere eingesetzten Systeme waren umständlich und wenig effizient, gleiches gilt für die Lagersysteme. Ware die gebraucht wurde oder in den Werbungen angepriesen wurde war zum Beispiel in unserer Filiale oft nicht verfügbar. Man musste sich dann als Führungskraft selber helfen, sich die Ware aus anderen Märkten organisieren. Alles andere als professionell.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen dem Hauptquartier und den Filialen war nach eigenem Empfinden sehr dürftig. Oft wurde aneinander vorbei geredet. Täglich bekam man Fluten von Mails mit Vorgaben und Maßnahmen, die aus meiner Sicht in den Filialen kaum umsetzbar waren.
Ich war selbst von einer Umbesetzung bzw. Neuausrichtung betroffen. Aus meiner Sicht wurden die betroffenen Mitarbeiter nur unzureichend informiert. Auch nach mehrmaligen Nachfragen erhielt ich kaum Informationen. Von den geplanten Änderungen erfuhr ich letztlich über Handelspartner.
Gleichberechtigung
Wurde jeder gleich behandelt. Soweit ich das beobachten konnte.
Interessante Aufgaben
Von Verkäufersicht: Verkaufen, Versicherungen abschließen, Palettenweise Ware verräumen, Zwischeninventuren durchführen, alle paar Monate irgendwelche Umbauten vornehmen. Das Aufgabenpensum für Verkäufer war aus meiner Sicht enorm. Und oft war man chronisch unterbesetzt! Die Führungskräfte sollten immer neue Wege finden um die Vorgaben, die oft völlig unrealistisch waren, zu erreichen.