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GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Spart euch diese Erfahrung – Strukturell toxisches Arbeitsumfeld mit massivem Druck & systemischen Grenzüberschreitungen

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 im Bereich Produktion in Wien gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Meiner Meinung nach war dieses Arbeitsumfeld das Belastendste, das ich je erlebt habe. Ich empfand die Kultur als zutiefst einschüchternd, respektlos und von einem Umgangston geprägt, der für mich weit über jedes professionelle Maß hinausging. Viele Situationen wirkten auf mich manipulativ, unberechenbar und psychisch stark belastend. Ich habe während meiner Zeit dort immer wieder abwertende, respektlose und teilweise sexistische Kommentare mitbekommen sowie eine spürbare Ungleichbehandlung unter Kolleg:innen wahrgenommen. Grenzen, sowohl menschliche als auch gesetzliche, wurden aus meiner Sicht regelmäßig überschritten. Für mich fühlte es sich nicht an wie ein Arbeitsplatz, sondern wie ein System, das Menschen zermürbt und unter Druck setzt, bis sie innerlich aufgeben. Aus meiner Perspektive ist das kein Umfeld, in dem man gesund oder sicher arbeiten kann.

Verbesserungsvorschläge

Meiner Meinung nach gibt es hier kein realistisches Verbesserungspotenzial. Die Probleme sind für mich so tief im Verhalten und Führungsstil von dem geschäftsführenden Paar verankert, dass sich an der Arbeitskultur nichts grundlegend ändern kann, solange sich diese Persönlichkeiten nicht selbst reflektieren und verändern. Aus meiner Sicht wäre dafür nicht einfach ein paar neue Prozesse nötig, sondern echte persönliche Weiterentwicklung – möglicherweise auch mit professioneller Unterstützung – um überhaupt zu erkennen, welche Atmosphäre sie erzeugen. Ich halte es daher für unrealistisch, dass sich die Situation kurzfristig oder überhaupt verbessert.
Wer dort anfängt, sollte nicht darauf hoffen, dass ‚jetzt alles anders ist‘!

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war für mich dauerhaft von Angst, Druck und Unberechenbarkeit geprägt. Fehler wurden nicht als Teil des Arbeitsprozesses gesehen, sondern sofort genutzt, um Menschen vor anderen kleinzumachen. Ruhepausen oder Grenzen existierten faktisch nicht. Nach wenigen Wochen hatte ich permanent das Gefühl, auf ‘Alarmstufe Rot’ funktionieren zu müssen. Die Stimmung im Team war von Erschöpfung und Unsicherheit dominiert.

Image

Das externe Image erscheint auf den ersten Blick professionell und erfolgreich. Intern habe ich jedoch ein völlig anderes Bild erlebt: hohes Chaos, ständiger Druck, große Fluktuation und viele Kolleg:innen, die sehr belastet waren. In der Branche hört man häufig Warnungen, und viele Freelancer, die ich kontaktiert habe, wollten aufgrund ihres eigenen Eindrucks oder des Rufes der Firma nicht (mehr) für sie arbeiten.

Work-Life-Balance

Existierte nicht. Erreichbarkeit wurde zu jeder Tages- und Nachtzeit erwartet – selbst an Wochenenden, Feiertagen oder während Krankheit. Ruhezeiten wurden ignoriert oder als ‘Unprofessionalität’ ausgelegt. Ausfall aufgrund von Krankheit war kaum möglich, ohne unter Druck zu geraten oder mit Konsequenzen rechnen zu müssen.

Karriere/Weiterbildung

Man übernimmt sehr schnell viel Verantwortung und bekommt Einblicke in unterschiedliche Bereiche – theoretisch ein guter Nährboden für Entwicklung. Praktisch war eine echte Weiterbildung für mich aber kaum möglich, weil die Belastung so hoch war, dass kaum Zeit oder mentale Kapazität dafür blieb. Zudem gehen viele Mitarbeitende so früh, dass langfristige Entwicklung gar nicht erst entsteht.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt entsprach für mich nicht dem tatsächlichen Arbeitsaufwand und der enormen Verantwortung, die man sehr schnell tragen musste. Auch Sozialleistungen oder Benefits habe ich kaum erlebt. Stattdessen wurde häufig versucht, Kosten zu minimieren, und es fühlte sich an, als müsse man für jede Kleinigkeit kämpfen und auch rechtfertigen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein durchgehend gelebtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein habe ich in meiner Arbeitszeit nicht wahrgenommen. Nachhaltige Entscheidungen spielten nach meinem Empfinden eine untergeordnete Rolle. Maßnahmen in diese Richtung wirkten für mich eher nach außen gerichtet als intern verankert.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen war grundsätzlich ok, weil wir alle ähnliche Erfahrungen gemacht haben und uns gegenseitig gestützt haben. Gleichzeitig habe ich deutliche Unterschiede in der Behandlung einzelner Personen erlebt: einige Männer wurden im Alltag spürbar bevorzugt, konnten sich mehr erlauben und wurden von der Führung eher als ‘Kumpel’ behandelt. Frauen hingegen wurden häufiger abgewertet, herablassend kommentiert oder deutlich strenger beurteilt. Das führte innerhalb des Teams zu Ungleichheiten und einem Gefühl, dass manche geschützt und andere ständig unter Beobachtung waren.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleg:innen waren kaum vertreten, weil viele das Unternehmen nach kurzer Zeit wieder verlassen. Zu jenen, die doch länger da waren, nahm ich wahr, dass ihre Erfahrung wenig wertgeschätzt wurde und sie oft genauso unter Druck standen wie neue oder jüngere Mitarbeitende, es sei denn sie waren der Geschäftsführung nahe.

Vorgesetztenverhalten

Die Geschäftsführung ist ein verheiratetes Ehepaar. Deren (teils private) Streitigkeiten wurden oft lauthals im Office ausgetragen. Das Verhalten der Führung habe ich als unberechenbar, übergriffig und respektlos erlebt. Es gab häufig (laute) Auseinandersetzungen, Druckausübung und abwertende Kommentare gegenüber den Mitarbeitenden. Anstatt Mitarbeitende zu unterstützen oder anzuleiten, wurde ein Klima der Angst erzeugt. Grenzen – sowohl persönlich als auch gesetzlich – wurden regelmäßig überschritten.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen habe ich als extrem belastend empfunden: sehr lange Arbeitszeiten, spontane Planänderungen, fehlende Ruhezeiten und dauerhaft hoher psychischer Druck. Auch die gesetzlich vorgesehenen Pausen oder Erholungsphasen wurden in meiner Erfahrung kaum respektiert. Statt strukturiertem Arbeiten gab es häufig Ad-hoc-Anweisungen, die jederzeit – auch nachts oder am Wochenende – kamen.

Kommunikation

Kommunikation war inkonsistent, chaotisch und oft laut. Entscheidungen wurden kurzfristig und ohne Rücksicht auf Machbarkeit oder gesetzliche Grenzen getroffen. Es gab kaum klare Briefings oder nachvollziehbare Abstimmungen. Statt offener Gespräche gab es häufig impulsive Reaktionen, Druck oder Nachrichten zu Uhrzeiten, die weit außerhalb der Arbeitszeit lagen.

Gleichberechtigung

In meiner Zeit dort habe ich deutliche Unterschiede in der Behandlung wahrgenommen. Einige (männliche) Kollegen wurden bevorzugt behandelt, hatten mehr Freiheiten und wurden von der Führung eher freundschaftlich-locker eingebunden. Frauen haben dagegen häufiger abwertende Kommentare, strengere Maßstäbe und ein insgesamt weniger respektvolles Verhalten erlebt. Das hat sich spürbar auf das Arbeitsklima und das Sicherheitsgefühl ausgewirkt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben selbst wären in einem gesunden Umfeld spannend und vielfältig gewesen. Leider wurden sie durch die ständig wechselnden Erwartungen, die chaotische Planung und den enormen psychischen Druck überschattet. Dadurch blieb kaum Raum, seine Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen oder sich weiterzuentwickeln.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.