Epsilon - Gute Produkte, schwierige Unternehmenskultur und fehlende Transparenz. Keine Empfehlung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die starke Abgrenzung zur Palfinger AG verhindert aus meiner Sicht, dass vorhandene Synergien ausreichend genutzt werden.
Zudem fehlt es an einheitlichen und transparenten Rahmenbedingungen. Das zeigt sich unter anderem bei den Homeoffice- und Dienstsitzregelungen, die je nach Bereich variieren. Auch die unterschiedliche Vergabe von Dienstwagen innerhalb des Vertriebs ist im Unternehmen bekannt. Die Kriterien für solche Unterschiede sind aus meiner Sicht nicht immer nachvollziehbar.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Zusammenarbeit mit der Palfinger AG, transparentere Personalentscheidungen und ein besserer Informationsfluss zwischen den Abteilungen würden das vorhandene Potenzial stärken.
Auch bei Homeoffice gibt es je nach Bereich deutliche Unterschiede. Dass selbst innerhalb des Vertriebs manche Mitarbeitende einen Dienstwagen erhalten und andere nicht, ist im Unternehmen bekannt. Solche unterschiedlichen Rahmenbedingungen und die fehlende Transparenz bei den Entscheidungskriterien tragen aus meiner Sicht zur Unzufriedenheit der Mitarbeitenden in allen Abteilungen bei.
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Erfahrung sollte man sorgfältig abwägen, welche Informationen man mit wem teilt. Vertrauen und Offenheit in der Zusammenarbeit mit der Führungsebene empfand ich als schwierig.
In Vertrieb, Service und Marketing ist die Fluktuation auffällig hoch. Im Service kündigte nach dem Führungswechsel innerhalb kurzer Zeit ein erheblicher Teil des Teams. Die Ursachen solcher Entwicklungen sollten kritisch hinterfragt werden.
Image
Palfinger steht auf dem Firmenschild, im Alltag erlebt man jedoch eine Unternehmenskultur, die sich deutlich von der eines Konzerns unterscheidet. Vorhandene Strukturen und Synergien werden aus meiner Sicht zu wenig genutzt.
Aussagen wie „Wir sind nicht Palfinger, wir sind die Epsilaner“ oder „Wir sind das gallische Dorf“ verdeutlichen die starke Abgrenzung zur Palfinger AG. Diese Haltung wurde mir bereits in der ersten Arbeitswoche vermittelt.
Die hohe Fluktuation in mehreren Bereichen ist aus meiner Sicht ein Warnsignal. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass Berufseinsteiger bevorzugt werden, weil sie häufig geringere Gehaltsvorstellungen haben.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist stark von der jeweiligen Abteilung abhängig. Einheitliche Rahmenbedingungen gibt es nicht.
Kollegenzusammenhalt
Der Umgang ist nach außen häufig freundlich, schlussendlich kämpft aber jeder für sich.
Besonders kritisch sehe ich diskriminierendes Verhalten. Ich habe abwertende Äußerungen über das Gewicht einer Kollegin sowie homophobe und fremdenfeindliche Beleidigungen anderer Kollegen beim Kaffee miterlebt.
Arbeitsbedingungen
Es gibt zu wenige Besprechungsräume, die Schalldämmung zwischen den Büros ist unzureichend und die ergonomische Ausstattung, insbesondere die Bürostühle, könnte verbessert werden.
Kommunikation
Der Informationsaustausch zwischen den Abteilungen ist unzureichend. Mitarbeitende sollen sich Informationen selbst beschaffen, sodass Händler teilweise früher über Produktneuheiten informiert sind als die eigenen Beschäftigten.
Bei der Besetzung von Führungspositionen hatte ich nicht immer den Eindruck, dass fachliche Kompetenz ausschlaggebend ist. Die enge persönliche Nähe zur Geschäftsführung und die Passung zur Unternehmenskultur scheinen die wichtigste Rolle zu spielen.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung erfolgt nach dem Kollektivvertrag für das Metallgewerbe. Im Vergleich zu anderen Unternehmen im Maschinenbau empfand ich das Gehaltsniveau aber als wenig attraktiv.
Gleichberechtigung
Bei der Gleichbehandlung der Mitarbeitenden gelten keine einheitlichen Maßstäbe.
Interessante Aufgaben
Die Produkte und das technische Umfeld sind sehr interessant.