Aufstiegschancen bestehen nur auf dem Papier
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Bezahlung, nachvollziehbares Gehaltsschema, Gleitzeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungsverhalten, Cliquenbildung, lange, mühsame Entscheidungswege, schlecht nachvollziehbare Anrechnung von Vordienstzeiten.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt innerhalb Abteilungen Gruppenbildungen. Innerhalb dieser Gruppen ist der Zusammenhalt vorhanden, nach außen gibt es wenig Kooperation und wenn, dann nur im allernötigsten Ausmaß. Die alten Mitarbeiter haben ihre Gruppen und die jungen ihre. Genauso merkt man stark, wer von der PV der Arbeiter und wer von den Angestellten abstammt. Häufig will die eine Fraktion nichts mit der anderen zu tun haben.
Image
Dabei muss man zwischen Sicht von außen und von innen unterscheiden. Von außen betrachtet wirkt das Unternehmen modern, von innen hingegen nimmt man festgefahrene Strukturen und starre Hierarchien wahr. Ein Ausbrechen ist nicht erwünscht und führt zwangsläufig zu einer Tadelung.
Work-Life-Balance
Aufgrund von Gleitzeit grundsätzlich möglich. Allerdings gibt es Vorgesetzte, die ohne Not eine Lagerung der Arbeitszeit vorschreiben und somit einen Arbeitsbeginn um 6 Uhr, der für manche aufgrund von Stau auf der Tangente hilfreich ist, vereiteln.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich in der Dienstordnung SV Karriere abgebildet. Dort sind Dienstprüfungen vorgesehen. Diese führen aber nicht zur gewünschten Beförderung. Dafür sind andere Aspekte, wie Kammer- und/oder Parteizugehörigkeit wichtiger.
Gehalt/Benefits
Sehr stares System durch Dienstordnung, jedoch Biennalsprünge vorgesehen. Anrechnung von Vordienstzeiten intransparent. Wenn man jemanden kennt, geht auf jeden Fall mehr als wenn man niemanden kennt (Anrechnung im dienstlichen Interesse). Kaum ein Weiterkommen, außer durch Vitamin B. Engagement spiegelt sich nicht in einem höheren Gehalt wieder, sondern nur in noch mehr Arbeit.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mails werden ausgedruckt, Mülltrennung funktioniert mehr schlecht als recht.
Kollegenzusammenhalt
Siehe Punkt Arbeitsatmosphäre.
Umgang mit älteren Kollegen
Die werden häufig nur geduldet, aber nicht mehr mit aufregenden Projekten betraut. Die können sich auch alles erlauben, da diese noch echt unkündbar sind.
Vorgesetztenverhalten
Kommt darauf an - in manchen Abteilungen sehr amikal, in anderen sehr autoritär. Leider keine einheitliche Führungsphilosophie erkennbar.
Kommunikation
Der Flurfunk ist das verlässlichste Kommunikationsmittel. Wer sich nicht selbst proaktiv über diverse Quellen informiert, ist verloren.
Gleichberechtigung
Es gibt viel weibliches Führungspersonal.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich ja, allerdings leidet die Arbeitsmotivation an den bereits genannten Punkten.
