Vom Branchenführer zum Mittelmaß
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Lohn wird zuverlässig und pünktlich ausbezahlt. Zudem bieten die Aufgaben grundsätzlich eine gewisse Abwechslung im Arbeitsalltag.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schwächen zeigen sich vor allem in mangelhafter Kommunikation, fehlender Wertschätzung und unklaren Strukturen. Entscheidungen sind oft nicht nachvollziehbar und Verantwortung wird weitergereicht.
Zusätzlich führen Personalmangel und schlechte Abstimmung zwischen den Abteilungen zu unnötiger Mehrbelastung und Chaos im Arbeitsalltag. Es entsteht außerdem der Eindruck, dass einzelne Mitarbeiter bevorzugt werden, um Informationen für das Büro zu erhalten, was das Vertrauen im Team weiter belastet.
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikation muss deutlich verbessert werden, da Informationen oft unvollständig oder zu spät ankommen.
Führungskräfte sollten mehr Verantwortung übernehmen und echte Entscheidungsbefugnisse haben.
Die Personalplanung ist zu überarbeiten, da die Unterbesetzung zu hoher Belastung führt.
Außerdem braucht es eine fairere Vergütung sowie eine bessere Abstimmung zwischen den Abteilungen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt eher angespannt und wenig wertschätzend. Kommunikation funktioniert oft nur einseitig, und konstruktives Feedback sucht man vergeblich – stattdessen wird hauptsächlich auf Fehler hingewiesen.
Der Umgangston kann je nach Situation rau sein, und Entscheidungen oder Informationen kommen häufig verspätet oder gar nicht an. Das sorgt für unnötigen Stress im Arbeitsalltag.
Positiv ist lediglich der Zusammenhalt unter den Kollegen, der vieles auffängt – ohne diesen wäre die Situation deutlich schwieriger.
Image
Das Image des Unternehmens hat sich aus Mitarbeitersicht deutlich verschlechtert. Früher galt man als führend in der Branche, dieser Anspruch ist heute kaum noch erkennbar.
Nach außen wird weiterhin ein professionelles Bild vermittelt, im Arbeitsalltag zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Unterschiede werden zunehmend auch von Kunden wahrgenommen. Zusätzlich entsteht der Eindruck, dass große Herausforderungen gemieden werden und stattdessen eher Projekte übernommen werden, die von anderen Unternehmen nicht angenommen werden.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt nicht zufriedenstellend. Spontane Änderungen oder kurzfristige freie Tage sind kaum möglich, was vor allem an der dauerhaften Unterbesetzung und fehlenden Vertretungen liegt.
Selbst bei frühzeitiger Ankündigung ist Flexibilität nur eingeschränkt gegeben, wodurch private Termine oft schwer planbar sind.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Eine Entwicklung im Unternehmen ist praktisch nicht erkennbar, unabhängig davon, ob man lange im Betrieb ist oder erst kurz dabei.
Auch beim Gehalt zeigt sich keine echte Entwicklung, da es über die Zeit hinweg kaum Veränderungen gibt. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass langfristige Mitarbeiterentwicklung keine Rolle spielt.
Gehalt/Benefits
Gehalt und Sozialleistungen sind insgesamt eher durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Positiv ist, dass der Lohn stets pünktlich ausbezahlt wird.
Die Bezahlung steht jedoch nicht immer im Verhältnis zur Arbeitsbelastung und Verantwortung. Zusätzliche Leistungen oder Anreize sind kaum vorhanden, wodurch die finanzielle Wertschätzung der Mitarbeiter begrenzt wirkt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein echtes Umweltbewusstsein ist nur bedingt vorhanden. Zwar werden einzelne Maßnahmen umgesetzt, diese werden im Arbeitsalltag jedoch durch ineffiziente Abläufe wieder zunichtegemacht.
Maschinen werden unnötig quer durch Österreich transportiert, anstatt standortnah eingesetzt zu werden. Dadurch entstehen vermeidbare Fahrten, die im klaren Widerspruch zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen stehen.
Jede Abteilung arbeitet weitgehend für sich, wodurch ein ganzheitlicher und sinnvoller Umgang mit Ressourcen nicht erkennbar ist.
Kollegenzusammenhalt
Ein echter Zusammenhalt unter den Kollegen ist nur eingeschränkt möglich. Es entsteht der Eindruck, dass ein gutes Miteinander nicht gefördert wird, sondern teilweise sogar untergraben wird.
Unterschiedliche Behandlung von Mitarbeitern ist spürbar – während einzelne bevorzugt werden, haben andere das Gefühl, bei kritischen Meinungen oder zu viel Offenheit schnell ins Abseits zu geraten. Das führt zu Misstrauen und belastet das Arbeitsklima zusätzlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen wirkt wenig wertschätzend. Erfahrung und langjährige Zugehörigkeit werden kaum berücksichtigt, obwohl genau diese eigentlich eine wichtige Rolle spielen sollten.
Stattdessen entsteht der Eindruck, dass ältere Mitarbeiter eher an den Rand gedrängt werden. Ihre Erfahrung wird zu wenig genutzt, was nicht nur demotivierend ist, sondern auch zeigt, dass vorhandenes Wissen im Unternehmen nicht ausreichend geschätzt wird.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten wirkt insgesamt schwach und wenig verantwortungsbewusst. Die Position der Innendienstleiter:innen erweckt den Eindruck, eher eine Zwischenebene ohne echte Entscheidungsbefugnis zu sein, als tatsächliche Führung.
Es entsteht der Eindruck, dass diese Rolle vor allem dazu dient, Verantwortung weiterzureichen, anstatt sie klar zu übernehmen. Fehler und Probleme werden nicht auf oberer Ebene gelöst, sondern nach unten abgegeben, wodurch die eigentlichen Verantwortlichkeiten verwischt werden.
Insgesamt fehlt es deutlich an klarer Führung, Transparenz und echter Verantwortungsübernahme.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt nicht zufriedenstellend. Es fehlt an ausreichender Personalplanung und das führt regelmäßig zu Mehrbelastung.
Strukturen und Abläufe wirken oft unorganisiert und erschweren die tägliche Arbeit unnötig. Zusätzlich fehlt eine klare und langfristige Planung. Das sorgt für Unsicherheit und erhöht den Druck im Arbeitsalltag.
Kommunikation
Die Kommunikation beschränkt sich meist auf das absolute Minimum. Oft kommt nur das Nötigste an – und selbst das verspätet oder unvollständig. Das führt regelmäßig zu Unsicherheiten und unnötigem Mehraufwand im Arbeitsalltag.
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann hier keine Rede sein. Es zeigt sich im Arbeitsalltag deutlich, dass bestimmte Mitarbeiter bevorzugt werden unabhängig von ihrer tatsächlichen Leistung.
Mitarbeiter mit eigener Meinung oder solche, die auf Fehler vom Büro hinweisen, geraten schnell ins Abseits, während andere trotz schwächerer Leistung Vorteile genießen. Das wirkt willkürlich, demotivierend und untergräbt jedes Vertrauen in faire Entscheidungen.
Interessante Aufgaben
Die Firma war früher dafür bekannt, selbst schwierigste Projekte möglich zu machen und eine Vorreiterrolle einzunehmen, davon ist heute kaum noch etwas übrig. Der Anspruch, interessante oder anspruchsvolle Projekte umzusetzen, ist spürbar gesunken. Durch langsame und unklare Entscheidungsprozesse gehen Aufträge verloren oder werden von anderen Unternehmen übernommen, bevor intern überhaupt gehandelt wird. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Chancen nicht genutzt werden und das vorhandene Potenzial zunehmend verschenkt wird.