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Pulpmedia 
GmbH
Bewertung

Irgendwo ist man falsch abgebogen

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/in

Verbesserungsvorschläge

Eines der Ziele von Pulpmedia ist es "bester Arbeitgeber" zu sein. Das war auch mal so, dass sieht man an den alten kununu-Bewertungen. Ein Obstkorb und ein Spaßtag reichen aber nicht aus, um die Probleme auszugleichen: Leute kommen und gehen, Stellen werden ausgeschrieben die doch nicht besetzt werden, willkürlich gekündigt (auch im Krankenstand), und die beiden Chefs sieht man oft Tagelang nicht. Die Stimmung ist furchtbar und viele sehen sich nach neuen Stellen um. In den letzten Monaten sind schon so viele gegangen. Das ist schade denn die Kollegen machen den Job hier aus.


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Arbeitgeber-Kommentar

Paul Lanzerstorfer, Geschäftsführung
Paul LanzerstorferGeschäftsführung

Liebe/r Pulpie,

Vielen Dank für dein Feedback! Konstruktive Kritik hilft uns bei unserem Ziel, einen super Arbeitsplatz für alle Pulpies zu gestalten.

Wir waren in letzter Zeit aufgrund wirtschaftlicher und qualitativer Herausforderungen gezwungen, ein paar unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Dafür ist kein Candystorm zu erwarten. Ich verstehe auch, wenn es manchen schwer fällt, Verständnis dafür aufzubringen, aber ich bitte darum, in diesen Phasen nicht destruktiv zu sein. Deshalb möchte ich auf einige Punkte eingehen und klarstellen. Weniger, um dich zu korrigieren (deine Wahrnehmung ist ja letztlich für dich korrekt), sondern um allen, die sich auf kununu über das Arbeitsumfeld bei Pulpmedia informieren möchten, die Möglichkeit zu geben, deine Aussagen aus einem anderen Licht zu betrachten.

Obstkorb und Spaßtag sind zwar Maßnahmen, die in unser Ziel einzahlen, bei weitem aber nicht die einzigen (und natürlich auch nur sehr an der Oberfläche). Flexible Arbeitszeiten, nach Möglichkeit Homeoffice, offene Kreativitätsmeetings, regelmäßige Gruppenaktivitäten, Coaching, Massagen, usw. sind alles Angebote, die Pulpmedia bietet. Natürlich steht es jedem frei, diese zu nutzen. Wer sie nicht nutzt, soll aber bitte nicht behaupten, dass es sie nicht gibt.

In der Agenturbranche ist eine hohe Volatilität der Arbeitnehmer leider sehr weit verbreitet. Wir hatten jetzt sehr lange den Luxus, dass uns das nur sehr wenig betroffen hat. Wenn aber Pulpies auf Weltreise gehen, die Möglichkeit der Bildungskarenz nutzen, in andere Städte oder Länder ziehen, sich auf ihre Familie konzentrieren oder einfach auch nur mal was anderes machen wollen, dann freue ich mich für sie. Wenn wir uns von einem/r Mitarbeiter/in trennen müssen, gehört das zu unserer Aufgabe als Geschäftsführer. Dass das allerdings willkürlich geschieht weise ich entschieden zurück. Keine einzige Kündigung in den letzten 15 Jahren fiel mir einfach. Manche Trennungen sind bei manchen Pulpies unpopulärer als andere. Jede einzelne davon war für uns aber wohl überlegt. Als wir uns entschlossen haben, die Website Sparte nicht mehr fortzusetzen, haben wir versucht, für jeden Mitarbeiter, der gehen musste, eine Möglichkeit zu finden, wo sie weiterarbeiten können. Manche haben dieses Angebot auch gerne genutzt. Das steht übrigens weiterhin für jeden Pulpie (egal, von welcher Seite die Trennung aus geht): Wir nutzen gerne unser Netzwerk, um bei der weiteren Karriere zu helfen.

Wir mussten uns von einer Mitarbeiterin in einem Langzeit-Krankenstand trennen, das ist korrekt und gehört mit Sicherheit zu den schwersten Entscheidungen in meinem Leben. Dies geschah jedoch, da eine Weiterführung der Zusammenarbeit aus beiden Seiten nicht mehr möglich war, was mir von der Betroffenen auch in Gesprächen bestätigt wurde. Wir versuchen IMMER, auf private Umstände Rücksicht zu nehmen. Wenn es nicht möglich war, kann ich versichern, dass das sehr gute Gründe hatte.

Ich hoffe, dass die Formulierung "man sieht die beiden Chefs oft tagelang nich" unglücklich gewählt war. Wir nehmen uns weniger Urlaub als einem Arbeitnehmer zusteht, sind meistens die ersten im Büro und gehören zu den letzten, die gehen - damit möchte ich nicht um Komplimente fischen, aber einfach klarstellen, dass wir da sind. Da wir aber über 30 Pulpies im Team sind und sich unsere Arbeitsfläche auf beinahe 1.000qm ausdehnt, kann es natürlich vorkommen, dass sich zwei Pulpies nicht über den Weg laufen, obwohl sie beide da sind. Dazu kommt, dass wir naturgemäß viel bei Kunden und Partnern unterwegs sind. Last, but not least, spielt eine Rolle, dass wir weniger in den produktiven Arbeitsalltag der Units involviert sind und man deshalb naturgemäß mit den Pulpies (je nach Position) in der eigenen Unit mehr zu tun hat als mit den Geschäftsführern oder Unitleitern.

Eine "furchtbare Stimmung" ist ein destruktives Feedback, das ich mir sehr zu Herzen nehme. Da ich den Eindruck nicht habe, werde ich eine Extra-Runde Mitarbeitergespräche durchführen, um diese Aussage zu überprüfen und ggf. die Ursache dafür zu finden, ich freue mich auf deinen Input in diesem Gespräch!

Abschließend möchte ich noch auf den Faktor "Karriere/Weiterbildung" der Sterne-Bewertung eingehen: der bei weitem überwiegende Teil verantwortungsvoller Positionen bei Pulpmedia wurde intern besetzt. Jeder Pulpie, der Ambitionen zeigt, mehr Verantwortung zu übernehmen, wird in Gesprächen dazu eingeladen. Wir lassen Mitarbeiter verhältnismäßig bald direkt mit Kunden zusammenarbeiten und unterstützen bei Herausforderungen. Regelmäßig fahren Pulpies, die Interesse zeigen, zu Konferenzen und Workshops. Wir schicken (neue) Pulpies auf Schulungen (teilweise 2wöchig) und haben bisher noch keine Bildungskarenzen abgelehnt. Mag kleinlich von mir sein, aber hier schmerzt mich der eine Stern einfach.

Liebe Grüße!
Paul