#MehrPotenzialAlsUmsetzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Sozialleistungen
- Kollegen
- Teamevents
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Folgendes habe ich beim Arbeitgeber vermisst oder schlecht gefunden:
- die Kommunikation war oft einseitig, nicht transparent oder hat generell gefehlt.
- die Fachkompetenzen sowie die Persönlichkeit des Vorgesetzten waren für die Führungsposition nicht geeignet.
- beim Vorstellungsgespräch wurden mehrere Sachen besprochen, die nicht eingehalten wurden.
- Work-Life-Balance wird nur eingeschränkt gelebt und nicht aktiv angesprochen.
- hohe Fluktuation im Unternehmen und negative Emotionen wie Frust, Demotivation und Angst vor Kündigung sind vorhanden und werden aus meiner Erfahrung nicht aktiv angesprochen bzw. konsequent bearbeitet.
Verbesserungsvorschläge
Meiner Meinung nach könnte man beim Arbeitgeber auf folgende Punkte mehr achten:
- Fachkompetenzen der Führungskräfte (gutes Fachwissen, aber auch sehr gute Soft Skills bzw. die Persönlichkeit der Führungskraft sind wichtige Ausschlusskriterien für den Erfolg des Unternehmens, vor allem wenn im Unternehmen "Old School"-Management eingesetzt wird und die Führungskraft als alleinige Autoritätsperson pro Abteilung gilt.)
- keine Angst vor modernen Arbeitsbedingungen und Arbeitsweisen haben. Themen wie Home-Office, Work-Life-Balance, positives Betriebsklima und Wertschätzung sind starke Motivationsfaktoren für die Angestellten.
- transparente und offene Kommunikation weit über die Hierarchie hinaus (vielleicht kann man sich mehr über agile Formen der Organisationen informieren und sich da inspirieren lassen). Die Kommunikation zwischen den Hierarchien sollte unbedingt verbessert werden, so könnte zum Beispiel auch die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens gestärkt werden.
- nicht nur Einzelleistungen belohnen, sondern auch teamübergreifende Zusammenarbeit und innovative Ansätze fördern.
- ich finde, dass das Unternehmen mit hoher Fluktuation kämpft und generell in eine Umstrukturierungsphase kommt. Aus meiner Erfahrung könnte man die Gründe der Kündigungen evaluieren; eventuell könnte man manche Ursachen beseitigen. Ich finde auch regelmäßige anonymisierte Feedbacks sehr hilfreich, vor allem wenn im Unternehmen gewisse Angst und Frust vorhanden sind.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht in den ersten Wochen positiv. Nach der Einführungsphase hat sich die Arbeitsatmosphäre verschlechtert. Meiner Meinung nach war der wesentliche Grund dafür die Art und Weise der Führung und Organisation der Abteilung, die neu aufgebaut wurde. Aus meiner Sicht hat man beim Aufbau der Abteilung auf klare Struktur, kompetente Führung mit Erfahrung im Teamaufbau und Teamkultur verzichtet, und der ganze Prozess wurde vom Chaos und mangelnder Fachkompetenz begleitet. Ich finde, dass das Betriebsklima oft unter Frust, Angst und Demotivation gelitten hat.
Image
Aus meiner Sicht wird das Image der Firma nicht aktiv gepflegt.
Work-Life-Balance
Aus meiner Sicht muss sich hier der Angestellte für Work-Life-Balance stark einsetzen, denn sie gehört nicht zu den Prioritäten der Führungsebene. Meiner Meinung nach wünscht sich der BU-Leiter generell eine hohe Flexibilität vom Angestellten, was letztendlich im Widerspruch zur Work-Life-Balance steht. Ein paar Beispiele aus meiner Erfahrung:
- Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit ist sehr gewünscht.
- Gleitzeit ist generell möglich. Allerdings wird es vom BU-Leiter nicht gern gesehen, wenn man früher kommt und früher geht.
- Home Office: 1 Tag pro Woche wird im Prinzip erlaubt. Diesen Tag musste ich wöchentlich vom Vorgesetzten genehmigen lassen, was wegen der mangelnden Entscheidungsfreude und Erreichbarkeit des Vorgesetzten sehr mühsam war. Falls man während der Woche bereits einen Urlaubstag genommen hat oder in der Woche ein Feiertag vorgekommen ist, konnte ich kein Home Office nehmen.
Karriere/Weiterbildung
Ich finde, dass die Perspektiven vorhanden sind, zu deren Umsetzung es aber nicht gekommen ist.
Gehalt/Benefits
Die Sozialleistungen bei der Firma habe ich persönlich vom Gesamtpaket am meisten geschätzt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich denke, dass das Umweltbewusstsein des Unternehmens eher vom Handeln und Denken der einzelnen Mitarbeiter geprägt ist. Eine ganzheitliche Umweltphilosophie des Unternehmens ist mir nicht bekannt.
Kollegenzusammenhalt
Ich finde, dass durch die mangelhafte Führung des Vorgesetzten der Zusammenhalt der Arbeitskollegen hoch ist. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass solcher Zusammenhalt zwischen den Kollegen vom Vorgesetzten nicht gern gesehen wurde und, wenn es ging, aktiv verhindert wurde.
Umgang mit älteren Kollegen
War in Ordnung.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten des Vorgesetzten war meiner Meinung nach gemischt. Ich finde, dass während der Einführungsphase viel Aufmerksamkeit und Unterstützung gegeben war. Mit der Zeit habe ich aber auch das unprofessionelle, chaotische, demotivierende und manchmal sogar kindische Verhalten kennengelernt. Ein Chef wie ein Feldherr, würde ich sagen. Aus meiner Sicht hat das innere Bedürfnis nach Kontrolle, Dominanz und Selbstschutz des Vorgesetzten das Team negativ beeinflusst. Ich finde, dass es nicht um das Mitdenken der Angestellten ging, sondern eher um die Anpassung an die eigenen Bedürfnisse des Vorgesetzten. Die klaren und nachvollziehbaren Entscheidungen habe ich sehr vermisst. Konstruktiv gesehen ist die Zusammenarbeit mit diesem Vorgesetzten meine schlechteste berufliche Erfahrung.
Arbeitsbedingungen
Ich finde, dass die Arbeitsbedingungen verbesserungswürdig sind. Konkret meine ich hier die Klimatisierung des Gebäudes, die Gestaltung der Arbeitsplätze sowie die Parkmöglichkeiten.
Kommunikation
Meiner Meinung nach war die Kommunikation mit dem Vorgesetzten im Team nicht gut. Ich fand die Kommunikation mit dem Vorgesetzten sehr anstrengend, einseitig und nicht konstruktiv. Ich denke, dass der Vorgesetzte vieles persönlich genommen hat und generell ein manipulatives Verhalten hat. Transparenz und Proaktivität habe ich bei der Führung sehr vermisst. Aus meiner Erfahrung ist im Unternehmen ein hierarchisches Denken sehr gewünscht und geprägt, was leider dazu führt, dass die Informationen, die bei der Geschäftsführung ankommen, die Realität gar nicht oder wenn dann nur zum Teil abbilden. Die offene und entscheidungsfreudige Kommunikation mit dem Vorgesetzten habe ich ebenfalls vermisst. Einerseits sagt man, dass man ruhig alles ansprechen kann, andererseits, wenn man es macht, wird es nicht gern gesehen und letztendlich wird man in irgendeiner Form dafür bestraft.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung war grundsätzlich in Ordung.
Interessante Aufgaben
Ich finde, dass dadurch, dass die Abteilung neu aufgebaut wurde, vieles zuerst festgelegt und definiert werden musste. Aus meiner Sicht waren die Aufgaben durch den Aufbau der Abteilung einerseits vielfältig. Andererseits ging es um andere Aufgaben als diejenigen, die mit mir im Vorstellungsgespräch besprochen wurden.