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Schrack 
Technik 
GmbH
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Konservatives Arbeitsumfeld versteckt hinter jugendlichem Spirit

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Schrack Technik GmbH in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kollegen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die konservative Einstellung des Unternehmens.

Verbesserungsvorschläge

Wenn Sie sehr schnell viele Mitarbeiter glücklich machen wollen, würde ich Ihnen raten, Ihren Arbeitnehmern zu vertrauen und sie von daheim aus arbeiten zu lassen. Sie können ganz leicht überprüfen, ob das wirklich funktioniert: sind die Aufgaben am Ende des Tages erledigt, kann Ihr Mitarbeiter auch genauso gut (wenn nicht sogar besser), von daheim aus arbeiten. Durch das Wegfallen des Arbeitswegs & des am Morgen Zurechtmachens gewinnen die Arbeitnehmer enorm viel Zeit, die sie in ihre Freizeit investieren können.

Arbeitsatmosphäre

Die meisten hier sind oft schlecht gelaunt, weil die Arbeitsbedingungen schlecht sind.

Kommunikation

Oft muss man über drei Ecken kommunizieren, dabei gehen oft Infos verloren oder man kann sein Anliegen nicht direkt an denjenigen richten, der dafür zuständig ist, weil man die Vorgesetzten-Etikette einhalten muss.

Kollegenzusammenhalt

In der Abteilung selbst halten immer alle zusammen und man unterstützt sich gegenseitig. Jedoch bekommt man mit, dass andere Abteilungen oft abfällig über die eigene Abteilung reden oder man nicht ernst genommen wird.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance ist hier wenn man Vollzeit arbeitet quasi nicht vorhanden. Durch das Einarbeitungsmodell muss man jeden Tag elf Minuten länger bleiben (ich würde mir stattdessen lieber die Tage um Weihnachten einfach mit Urlaubstagen frei nehmen), dann hat man noch eine halbe Stunde unbezahlte Mittagspause und Zeit, die man vom Freitag einarbeitet damit man da früher gehen kann. So kommt man von Montag bis Donnerstag auf fast 9 Stunden, die man im Büro verbringen muss. Natürlich kann man auch am Freitag länger bleiben, aber was bringt es, wenn sowieso alle Kollegen früh gehen und man dann alleine da sitzt.

Von Home-Office brauchen wir gar nicht erst reden. Damit man überhaupt einen einzigen Tag die Woche bekommt muss man schon ein Prozedere durchmachen, wo sogar die Geschäftsführung das Dokument unterzeichnen muss. Ich durfte weder Montag noch Freitag beantragen weil "man sich dann ja ein verlängertes Wochenende machen würde". Das heißt ein Tag ist Maximum, was auch nicht jeder Arbeitnehmer bekommt. Es muss immer der selbe Tag sein, was das Ganze natürlich noch unflexibler macht. Zusätzlich liegt das Büro schlecht öffentlich erreichbar im 23. Bezirk.

Vorgesetztenverhalten

Das mit dem Vorgesetztenverhalten ist ein zweischneidiges Schwert. Es gibt Führungskräfte in den oberen Hierarchien, die durchaus kompetent und bemüht sind, die wechselnden Teamleads und auch die Geschäftsführung hinterlassen da leider keinen so guten Eindruck. Die Teamleads die ich bis jetzt hatte sind nach außen hin sehr kompetent aufgetreten und haben den Eindruck vermittelt, als würden sie sich in ihrem Gebiet sehr gut auskennen. In Wahrheit war es leider oft das Gegenteil. Mangelnde Führungskompetenz und Organisation sowie ständiges Abgeben von Aufgaben an mich standen an der Tagesordnung. Hier würde ich dem Recruiting Team dringend raten, auch hinter die Fassaden zu blicken.

Interessante Aufgaben

Im Endeffekt habe ich kaum Aufgaben erledigt, für die ich damals eigentlich angestellt wurde. Hin und wieder kommen spannende Aufgaben dazu, die aber relativ schnell abgearbeitet werden.

Gleichberechtigung

Man merkt deutlich, wie Arbeitnehmer aus anderen Abteilungen bevorzugt werden. Eine Abteilung hat kürzlich einen zweiten Home-Office Tag zugesichert bekommen, während andere nicht einmal einen bekommen. Die Bezahlung variiert auch sehr stark zwischen den Abteilungen, obwohl die Aufgabenbereiche oft ähnlich sind. Wie bereits erwähnt, wird z.B. meine Abteilung oft belächelt und bekommt auch bei Feiern (gefühlt) weniger Budget als andere oder wird gar nicht erst eingeladen.

Umgang mit älteren Kollegen

In der Abteilung selbst wird jeder respektvoll behandelt.

Arbeitsbedingungen

Schlecht erreichbares Büro, zu wenig Parkplätze, Klimaanlage spinnt oft, Kollegen müssen wochenlang um einen neuen Laptop/PC bitten weil sie mit dem alten nicht arbeiten können, nur eine Frauentoilette fürs gesamte Stockwerk. Dafür gratis Kaffee, Obst und Snacks.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Keine Förderung für öffentliche Verkehrsmittel, Kaffee in Aluminiumkapseln von Nestlé, Weigerung das dritte Geschlecht in den online Diensten zu vertreten ("Das brauchen wir nicht"), kein Bestreben die Websites barrierefreier zu machen ("Das brauchen wir nicht"). Dafür Angebot von Milchalternativen zum Kaffee und Fahrrad-Leasing-Angebote.

Gehalt/Benefits

Auch nach zwei Jahren im Unternehmen verdiene ich immer noch unter dem durchschnittlichen Einstiegsgehalt der Branche. Nachdem ich mehr Aufgaben übernommen habe, mein Studium abgeschlossen und ein zusätzliches Zertifikat erlangt habe, fiel die Gehaltserhöhung trotzdem sehr niedrig aus. Auch meine Kollegen bekommen unterdurchschnittlich und unverhältnismäßig bezahlt, Gehaltserhöhungen werden versprochen aber nie umgesetzt. Außerdem bekommt man keine Boni, Essenszuschüsse (gerade mal Rabatt in der Firmenkantine, wo es nur aufgewärmtes Essen gibt) oder Unterstützung für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Image

Ich habe das Gefühl, dass die Firma nach außen hin sehr positiv wahrgenommen wird, da auch gerade an Schulen viel Werbung gemacht wird und hier auch einiges an Unterstützung geboten wird.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden gerne finanziert, im Nachhinein aber gerade in Sachen Gehalt nicht wirklich anerkannt. In Bezug auf Karriere kommt es ein bisschen auf die aktuelle Position an, ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass man in der Firma wirklich wachsen kann. Ich für mich habe schnell erkannt, dass ich hier kein Wachstumspotenzial habe.

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Arbeitgeber-Kommentar

Schrack Technik HR-TeamHuman Resources

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

wir schätzen Ihr detailliertes Feedback. Aufgrund der Zeit, die seit Ihrem Dienstverhältnis 2023 vergangen ist, können wir eventuell nicht zu allen Punkten detailliert Stellung nehmen, möchten Ihnen aber gerne die Punkte aus heutiger Sicht (2026) näherbringen.

Es freut uns, dass Sie den Kollegenzusammenhalt so positiv verspürt haben, dies ist auch weiterhin ein Merkmal, welches häufig erwähnt wird und uns somit als Arbeitgeber auszeichnet.

Wir bieten derzeit sieben zusätzliche freie Tage für unsere Mitarbeiter:innen, davon werden nur fünf Tage unter dem Jahr eingearbeitete (elf Minuten je Mo bis Do). Diese freie Zeit wird vom Großteil unserer Mitarbeiter:innen äußerst positiv wahrgenommen und bestärkt uns, dadurch die Work-Life-Balance unserer Mitarbeiter:innen zu erhöhen. Ebenfalls bieten wir laut unserer Betriebsvereinbarung einen Tag Home-Office an, sofern die Tätigkeit dies zulässt. Daher können wir diesen nicht in allen Abteilungen und Tätigkeitsbereichen anbieten. Wir bedauern, dass Sie hierbei Ungerechtigkeiten wahrgenommen haben.

Wir sind uns bewusst, dass unser aktueller Standort nur eingeschränkte Parkplätze und Modernität bietet. Aus diesem Grund haben wir 2025 mit dem Neubau unseres modernen Standortes in der Herziggasse direkt an der U6 Perfektastraße begonnen. Wir sind zuversichtlich, ab Mitte 2027(geplante Fertigstellung) unseren Mitarbeiter:innen ein deutlich moderneres, gut angebundenes Arbeitsumfeld mit vielen Parkplätzen bieten zu können.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem weiterem Berufsweg.

Beste Grüße
Schrack-HR-Team

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.