LA LA LAND
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegen, die trotz allem funktionieren. Manche Projekte, die zeigen, was möglich wäre, wenn man sie in Ruhe planen dürfte. Gleitzeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das System frisst Energie und ersetzt sie nicht. Kommunikation läuft rückwärts, Entscheidungen im Kreis. Niemand trägt Verantwortung...
Verbesserungsvorschläge
Reduziert die Gehälter jener, die sechsstellig verdienen und deren Tagesleistung darin besteht, von Büro zu Kaffeemaschine zu pendeln. Führt stattdessen Leistungskennzahlen ein, die tatsächliche Produktivität messen. Investiert das freigewordene Geld in Fachkräfte, Struktur, Weiterbildung und echte Führungskompetenz.
Arbeitsatmosphäre
Ständig wechselnde Stimmung zwischen Gleichgültigkeit und Dauerstress. Man funktioniert, aber niemand arbeitet hier wirklich gern. Energie im Gebäude bleiern.
Kommunikation
Hauptsächlich Gerüchte und Rückfragen, weil niemand etwas dokumentiert. Offizielle Infos kommen spät oder gar nicht
Kollegenzusammenhalt
Die Basisleute halten zusammen, weil sonst gar nichts laufen würde. Sobald Führung auftaucht, zieht jeder die Schultern ein. Vertrauen existiert nur horizontal, nie nach oben.
Work-Life-Balance
Offiziell „flexibel“, in der Realität ständiger Druck und subtile Erwartung, verfügbar zu sein.
Vorgesetztenverhalten
Autoritär, planlos, emotional volatil. Entscheidungen basieren eher auf Sympathie als auf Kompetenz. Verantwortung wird gern nach unten weitergereicht. Der Eigentümer hat null technisches Know-how, die Bereichsleiter filtern Informationen gezielt, erzählen ihm das, was er hören will und er überprüft nie, ob es tatsächlich so ist.
Interessante Aufgaben
Könnten interessant sein, wenn man sie planen dürfte. Stattdessen ständige Improvisation, weil Grundlagen fehlen. Kreativität wird nur verlangt, wenn Management keine Lösung hat.
Gleichberechtigung
Keine offenen Diskriminierungen, aber klare Cliquen-Struktur. Wer sich anpasst, darf reden, wer Kritik äußert, wird zum Problem erklärt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere werden als Datenbank missbraucht, nicht als Mentor gesehen. Wissen wird entnommen, nicht weitergegeben. Danach: Unsichtbarkeit.
Arbeitsbedingungen
Modern außen, veraltet innen. Für 200 Mitarbeitende gibt es draußen nur etwa 10 m² Fläche, um frische Luft zu schnappen. Heizung und Klimaanlage sind unzuverlässig, das Dach leckt und gefährdet gelagerte Elektronik, Toiletten stinken. Seit über sieben Jahren zieht sich die Renovierung, weil interne Kräfte statt externer Firmen eingesetzt werden, Kolleg:innen ständig Büros wechseln müssen. Technik funktioniert, Prozesse nicht. Die Ruhe in den Büros kommt von Resignation, nicht Struktur. Alles erfordert mehr Aufwand als nötig, wer Dinge sauber erledigen will, arbeitet doppelt. Rollen und Abläufe sind unklar.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Existiert auf Papier. Praktisch irrelevant. Hauptsache, das Zertifikat hängt im Eingangsbereich.
Gehalt/Benefits
Viele Mitarbeiter sind in falschen Verwendungsgruppen eingestuft, jahrelang, ohne Anpassung trotz wachsender Verantwortung. Gehalt stagniert, Transparenz existiert nicht.
Image
Nach außen innovativ, intern chaotisch. Marketing kann mehr glänzen als das Produkt
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird zwar propagiert, aber weder geplant noch ernsthaft umgesetzt.