Von Angstfreiheit zu Fehlerfokus – Gratulation zur neuen Kultur!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn es etwas gibt, das dieses Unternehmen aktuell noch zusammenhält, dann sind es die Kolleginnen und Kollegen, die trotz aller Veränderungen, Unsicherheiten und strategischen Experimente einfach weitermachen. In schweren Zeiten zeigt sich, wer wirklich zusammensteht – und genau das passiert hier jeden Tag.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die viel zitierte Angstfreiheit existiert nur noch in Präsentationen. Im Alltag herrscht eher das Gefühl, ständig aufzupassen, bloß keine Fehler zu machen und ja keine Entscheidung zu treffen, für die man später verantwortlich gemacht wird. Fehlerkultur? Eher eine Fehlersuchkultur.
Besonders bitter ist, wenn man einer Führungskraft Vertrauen schenkt – und dann feststellt, dass dieses Vertrauen schneller mit einem Messer in den Rücken beantwortet wird, als man schauen kann.
Jahrelang gute Arbeit? Spielt kaum eine Rolle. Was zählt, sind Fehler und Zahlen. Und zwar ausschließlich. Alles andere wird großzügig übersehen, als hätte es nie existiert.
Kurz gesagt: Wer Anerkennung sucht, sollte sich nicht wundern, wenn stattdessen eine Liste mit „Optimierungspotenzial“ auf dem Tisch landet.
Verbesserungsvorschläge
Man kann eine Strategie nicht einfach im Alleingang ändern und dann hoffen, dass alles schon irgendwie funktionieren wird. Ein Blick auf die Fluktuation würde bereits vieles erklären – vor allem, warum so viele das Unternehmen verlassen.
Vielleicht wäre es sinnvoll, die zukünftige Ausrichtung noch einmal zu überdenken, bevor man weiter in eine Richtung steuert, die intern immer mehr Menschen verunsichert. Denn am Ende sind es nicht nur Prozesse und PowerPoints, die ein Unternehmen tragen, sondern die Menschen – und deren Gefühle, Sorgen und Grenzen.
Wenn man ihnen zuhört, könnte man erstaunlich viel lernen. Und vielleicht sogar verhindern, dass noch mehr gehen.
Arbeitsatmosphäre
Es macht mich ehrlich traurig zu sehen, wie sehr sich die Atmosphäre verändert hat. Die frühere Angstfreiheit, die uns einmal getragen hat, ist kaum noch zu spüren. Entscheidungen bestimmter Führungskräfte haben eine Stimmung geschaffen, in der viele nur noch vorsichtig agieren, statt offen zu sein.
Vorgesetztenverhalten
Man fühlt sich mittlerweile so gut geführt, dass man sich fragt, ob Abwesenheit vielleicht als moderne Führungsphilosophie gilt. Die Führungskraft ist derart distanziert, dass man fast Respekt dafür hat, wie konsequent man sich aus jeder Verantwortung heraushalten kann. Während im Bereich alles auseinanderfällt, bleibt die Reaktion konstant: keine. Selbst die steigende Fluktuation, die eigentlich jedem auffallen müsste, scheint keinerlei Bedeutung zu haben – offenbar gehört das jetzt zum „neuen Normal“.
Natürlich schaut man weiterhin zum Kapitän des Schiffes, aber eher aus wissenschaftlichem Interesse, wie lange jemand tatenlos zusehen kann, während die Crew untergeht. Die Antwort: erstaunlich lange.
An den Entscheidungen erkennt man sehr klar, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt. Dieser neue, kühle „TGW‑Style“ vermittelt vor allem eines: Das Wohl der Menschen ist ein nettes Konzept aus der Vergangenheit. Mehrere Fehlentscheidungen haben das Gesamtbild perfekt abgerundet. Man könnte fast meinen, es sei Absicht, wie zielstrebig man in die falsche Richtung steuert.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung klingt intern immer sehr beeindruckend – zumindest solange man nur die Präsentationen kennt. In der Realität zeigt sich schnell ein anderes Bild: Einige können sich praktisch alles erlauben, während andere schon für Kleinigkeiten zurechtgewiesen werden.
Von „gleiche Regeln für alle“ kann man nur träumen. Schon die Home‑Office‑Regelung ist ein Paradebeispiel: Für manche ist sie flexibel, großzügig und voller Ausnahmen – für andere ist sie ein starres Konstrukt, das plötzlich ganz genau ausgelegt wird.
Kurz gesagt: Intern ist längst nicht alles gleich. Manche spielen nach Regeln, andere spielen ohne – und alle tun so, als wäre das völlig normal.
Arbeitsbedingungen
Die Ängste im Team sind spürbar, auch wenn offiziell natürlich alles „auf einem guten Weg“ ist. Die letzten Kununu‑Bewertungen zur veränderten Kultur sprechen eine deutlichere Sprache als jede interne Präsentation. Sie zeigen, dass diese Entwicklung etwas mit Menschen macht – und zwar nicht im positiven Sinn.
Man arbeitet also in einem Umfeld, das sich gerade neu erfindet, aber dabei vergisst, dass Menschen keine Schachfiguren sind, die man beliebig verschieben kann. Die Stimmung zeigt klar: Die Veränderung kommt an – nur eben nicht so, wie es sich die Verantwortlichen vermutlich ausgemalt haben.
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Nach außen hin top! Im Unternehmen: Die Stimmung, die Veränderungen und die vielen kritischen Stimmen sprechen für sich – ganz ohne Hochglanzfolien!

