Umfeld mit großem Potenzial, aber strukturellen Lücken und unausgewogener Aufgabenverteilung im Marketing
Gut am Arbeitgeber finde ich
Neben strukturellen Herausforderungen bietet das Unternehmen grundsätzlich attraktive Rahmenbedingungen. Die Projekte sind abwechslungsreich und fachlich spannend. Zudem stehen moderne Arbeitsmittel und zeitgemäße Tools zur Verfügung, und die angebotenen Benefits sind insgesamt gut und unterstützen eine flexible, zeitgemäße Arbeitsweise.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Marketingbereich war der Arbeitsalltag über einen längeren Zeitraum von fehlender Struktur und personeller Instabilität geprägt.
Durch Kündigungen und freiwilligen Abgängen blieben wichtige Rollen unbesetzt (bzw. wurden diese essenziellen Rollen über mehrere Monate nicht nachbesetzt), was zu einer deutlich erhöhten Belastung der verbleibenden Mitarbeitenden führte. Aufgaben und Verantwortlichkeiten wurden dabei häufig auf dieselben Personen verteilt, ohne dass diesen eine entsprechende Perspektive oder Weiterentwicklungsmöglichkeit eröffnet wurde. Hinzu kam, dass im Zuge dieser Überlastung wiederholt Projekte oder zusätzliche Verantwortlichkeiten an einzelne Mitarbeitende übertragen wurden – oft mit dem Hinweis oder Versprechen, dies sei nur eine kurzfristige Übergangslösung. Während ein solches Einspringen und Aushelfen grundsätzlich überhaupt kein Problem darstellt, entwickelte sich daraus bei einigen Betroffenen ein klares Muster: zusätzliche Aufgaben blieben dauerhaft bei denselben Personen hängen, ohne dass die zuvor zugesagten Entwicklungsschritte, Zielvereinbarungen oder strukturellen Anpassungen tatsächlich umgesetzt wurden. Dies führte zu dem Eindruck, dass Versprechen hinsichtlich Weiterentwicklung oder Rollenklärung nicht eingehalten bzw. nicht ernst genommen wurden und verstärkte das Gefühl von fehlender Wertschätzung für anhaltenden zusätzlichen Einsatz.
Während einige Mitarbeitende sichtlich gefördert wurden, blieb anderen trotz wachsender Verantwortung eine vergleichbare Entwicklung verwehrt, was vereinzelt den Eindruck von bevorzugter Behandlung entstehen ließ.
Besonders turbulent war der Einsatz von kurzzeitig angestellten externen Führungskräften im Marketing. Aufgrund begrenzter Teamkenntnis und Empathie wirkten Entscheidungen zu Strukturen, Rollen und Zuständigkeiten teilweise wenig nachvollziehbar, und eine konsistente strategische Ausrichtung war in dieser Phase schwer erkennbar.
Die interne Kommunikation bot nur begrenzt Orientierung und war oft unzureichend hinsichtlich Proaktivität und Transparenz. Obwohl die Herausforderungen im Unternehmen bekannt waren und mehrfach aufgezeigt wurden, erfolgte leider wenig aktive Unterstützung oder Einblick.
Mit der Einführung einer neuen Führungsebene im Marketing besteht nun die Chance, die beschriebenen Herausforderungen nachhaltig anzugehen.

