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Früher ein Top-Arbeitgeber – aktuell leider auf dem falschen Weg

3,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei TRUMPF Maschinen Austria GmbH + Co. KG in Pasching gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die sehr guten Sozialleistungen, das günstige und qualitativ gute Kantinenessen sowie das firmeneigene Fitnessstudio sind definitiv Pluspunkte. Auch die Möglichkeit zu Homeoffice und Gleitzeit sorgt für eine gute Work-Life-Balance.
Die Arbeitsplätze sind modern ausgestattet und ergonomisch gestaltet, und der Zusammenhalt im Team ist nach wie vor positiv hervorzuheben.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die aktuelle Entwicklung geht leider in die falsche Richtung. Der Umgangston ist rauer geworden, und manche Entscheidungen – insbesondere seitens HR und Geschäftsführung – wirken wenig mitarbeiterorientiert. Teilweise entsteht der Eindruck, dass durch die aktuelle Vorgehensweise eine weitere Personalreduktion über freiwillige Abgänge erreicht werden soll.
Themen wie Vertrauen, Wertschätzung und offene Kommunikation, die TRUMPF früher ausgezeichnet haben, geraten derzeit etwas in den Hintergrund.
Aus diesem Grund würde ich TRUMPF als Arbeitgeber in der aktuellen Situation nicht weiterempfehlen – in der Hoffnung, dass wieder „die guten alten Zeiten“ zurückkehren und sich das künftig wieder zum Positiven entwickelt.

Verbesserungsvorschläge

Die Firma sollte versuchen, wieder zu der offenen und wertschätzenden Kommunikationskultur der vergangenen Jahre zurückzufinden. Eine bessere und frühzeitigere Einbindung des Betriebsrats sowie eine transparentere Abstimmung zwischen HR, Geschäftsführung und Belegschaft würden vieles entspannen.
Wünschenswert wäre auch, dass bei Sparmaßnahmen mit mehr Augenmaß vorgegangen wird und die Stimmung in der Belegschaft stärker berücksichtigt wird. Maßnahmen wie das Streichen der bezahlten Pause oder die Pflicht zum Ausstempeln bei kurzen Rauch- oder Kaffeepausen wirken demotivierend und stehen im Widerspruch zum bisher positiven Arbeitgeberimage.
Insgesamt wäre es hilfreich, wieder stärker auf Vertrauen, Fairness und langfristige Mitarbeitermotivation zu setzen – das hat TRUMPF früher ausgezeichnet und könnte helfen, die aktuelle Unsicherheit zu überwinden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war lange Zeit sehr angenehm – geprägt von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und einem grundsätzlich respektvollen Umgang. In letzter Zeit hat sich das jedoch spürbar ins Negative verändert.
Aktuell werden strengere Regelungen eingeführt, wie etwa die Vorgabe, bei kurzen Kaffee- oder Rauchpausen auszustempeln. Außerdem ist angedacht, die seit Jahrzehnten bestehende bezahlte 15-minütige Vormittagspause zu streichen.
Diese Entwicklungen und weitere sehr strenge Maßnahmen seitens HR führen zu spürbarer Unsicherheit und Unzufriedenheit in der Belegschaft. So ist mir beispielsweise zu Ohren gekommen, dass nach einem kleinen „Unfall“ mit einem beschädigten Firmenlaptop im Homeoffice eine schriftliche Verwarnung sowie ein dreimonatiges Homeoffice-Verbot ausgesprochen wurden.

Kommunikation

Es gibt regelmäßige Meetings wie die MIT, in denen Verkaufszahlen, wirtschaftliche Entwicklungen, neue Mitarbeiter sowie wichtige Personalveränderungen oder andere relevante Themen vorgestellt werden. Zusätzlich finden weitere, teilweise freiwillige Meetings zur Informationsweitergabe statt - für manche Kollegen schon fast zu viele. In dieser Hinsicht funktioniert die formelle Informationsweitergabe grundsätzlich gut.
Schwieruger ist die Kommunikation zwischen Geschäftsführung, HR und BR, Belegschaft. Von HR und Geschäftsführung werden teils einseitig neue Regelungen, wie etwa eine überarbeitete Hausordnung, oder geplante Änderungen bei Pausen vorgegeben - oft ohne ausreichende Einbindung des Betriebsrats oder der Mitarbeitenden. Die Streichung der seit Jahrzehnten bestehenden bezahlten 15-minütigen Vormittagspause wird derzeit von HR/Geschäftsführung als Einsparungsmaßnahme angestrebt, vom Betriebsrat jedoch nicht akzeptiert. Nach aktuellem Stand ist keine interne Einigung zu erwarten, weshalb die Angelegenheit vermutlich etern entschieden wird. Seit dem Wechsel in der HR-Leitung hat sich der Kommunikationsstil spürbar verschlechtert und wirkt zunehmend einseitig.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb meiner Abteilung ist grundsätzlich sehr gut. Man unterstützt sich gegenseitig, hilft bei Problemen und kann sich auf die Kolleg:innen verlassen. Das Arbeitsklima im Team ist trotz der aktuellen Unsicherheiten meist gut, freundlich und respektvoll.
Auch abteilungsübergreifend funktioniert die Zusammenarbeit in den meisten Fällen gut, wenngleich es einige wenige Ausnahmen gibt, bei denen die Zusammenarbeit etwas schwieriger verläuft. In der Zusammenarbeit mit einzelnen Bereichen bestehen spürbare Spannungen, die teilweise auf kulturelle oder kommunikative Missverständnisse zurückzuführen sind. Dadurch kommt es gelegentlich zu Reibungen, was die Stimmung belastet.
Insgesamt funktioniert der Zusammenhalt im direkten Kollegenkreis weiterhin gut, leidet aber zunehmend unter der allgemeinen Verunsicherung und den aktuellen Veränderungen im Unternehmen.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist in meinem Fall sehr gut. In meinem Bereich besteht (aktuell noch) die Möglichkeit, zwei Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Durch die bestehende Gleitzeitregelung lässt sich der Arbeitsalltag zudem sehr flexibel gestalten, und auch kurzfristige Urlaubs- oder Zeitausgleichstage sind in der Regel problemlos möglich.
Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen die jeweilige Tätigkeit diese Flexibilität nicht zulässt.
Gerüchten zufolge könnte es bei der Homeoffice-Regelung künftig zu Einschränkungen oder Änderungen kommen. Ich hoffe, dass es in diesem Bereich keine Verschlechterungen geben wird.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der direkten Vorgesetzten in meiner Abteilung ist grundsätzlich in Ordnung. Entscheidungen werden in der Regel nachvollziehbar getroffen, und bei fachlichen Themen kann man sich auf Unterstützung und offenes Feedback verlassen.
Allerdings hat sich in letzter Zeit gezeigt, dass es bei abteilungsübergreifenden Themen oder Konflikten mit anderen Bereichen manchmal an klarer Rückendeckung für das eigene Team fehlt. Das führt gelegentlich zu dem Eindruck, dass schwierige Situationen eher ausgesessen als aktiv gelöst werden.
Insgesamt ist das Verhältnis zwischen Führung und Mitarbeitenden im Alltag respektvoll, aber es wäre wünschenswert, wenn Führungskräfte in Konfliktsituationen stärker hinter ihren Teams stehen und Entscheidungen konsequenter vertreten würden.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben in meinem Bereich sind grundsätzlich abwechslungsreich und fachlich interessant. Es gibt viele technische und organisatorische Herausforderungen, bei denen man sein Wissen gut einbringen und auch Neues dazulernen kann. Besonders positiv ist, dass man in vielen Fällen eigenverantwortlich arbeiten und eigene Ideen einbringen darf.
Etwas demotivierend ist allerdings der sehr hohe Anteil an administrativen Tätigkeiten und „Systempflege“, die viel Zeit beanspruchen, aber wenig direkten Mehrwert für die eigentliche Arbeit schaffen. Auch wenn das in vielen großen Unternehmen ähnlich ist, wird es bei uns gefühlt bereits etwas übertrieben.
Natürlich gibt es – wie überall – auch Routineaufgaben, die weniger spannend sind. Teilweise wird die Arbeit durch Abstimmungen mit anderen Abteilungen etwas gebremst oder komplizierter, was den Ablauf gelegentlich erschwert.
Insgesamt ist das Aufgabengebiet jedoch vielseitig und bietet genügend Abwechslung, um langfristig motiviert zu bleiben.

Gleichberechtigung

Grundsätzlich wird im Unternehmen auf einen respektvollen Umgang und Gleichbehandlung geachtet. In meiner täglichen Arbeit spielt weder Herkunft, Geschlecht noch Alter eine spürbare Rolle, und im direkten Kollegenkreis wird sehr wertschätzend miteinander umgegangen.
Dennoch gibt es vereinzelt Situationen, in denen die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Nationalitäten oder Abteilungen durch kulturelle Missverständnisse etwas schwieriger wird. Hier wäre es wünschenswert, wenn Führungskräfte stärker auf gegenseitiges Verständnis und eine offene Gesprächskultur achten würden.
Insgesamt empfinde ich TRUMPF als ein Unternehmen, das Vielfalt grundsätzlich fördert und Gleichberechtigung lebt, auch wenn die Zusammenarbeit an einzelnen Schnittstellen gelegentlich herausfordernd ist.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kolleg:innen ist meiner Ansicht nach respektvoll und kollegial. Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit werden grundsätzlich geschätzt, und die Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden funktioniert meist gut. Insgesamt wird auf ein faires und wertschätzendes Miteinander geachtet.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt sehr gut. Die Büroräume sind modern ausgestattet, die Arbeitsplätze ergonomisch gestaltet und technisch auf einem aktuellen Stand.
Gelegentlich gibt es Probleme mit dem Raumklima – manchmal ist es zu warm, manchmal zu kühl. Die Klimadecke funktioniert nicht immer zuverlässig und muss von der Haustechnik mehrmals im Jahr manuell nachjustiert werden, damit die Temperatur wieder passt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen achtet in vielen Bereichen auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Die Gebäude werden über eine Hackschnitzel-Heizung beheizt, und durch eine Photovoltaikanlage wird ein Teil des Strombedarfs selbst gedeckt. Auch Energieeffizienz und Abfalltrennung werden berücksichtigt. Insgesamt ist das Bewusstsein für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen erkennbar und wird in der Praxis umgesetzt.

Gehalt/Sozialleistungen

Die Gehälter sind, soweit ich es beurteilen kann, fair und branchenüblich. Zusätzlich gibt es einige attraktive Sozialleistungen wie einen Essenszuschuss für die Kantine (Mittagessen aktuell rund 3,50 €), ein firmeneigenes Fitnessstudio, Fahrtkostenzuschuss bzw. Öffi-Ticket sowie verschiedene Mitarbeiteraktionen, um einige zu nennen.
Im Zuge der aktuellen Sparmaßnahmen sollen die Dienstverträge für Führungskräfte angepasst werden. Geplant ist, den Fixgehaltanteil zu reduzieren und den variablen Anteil zu erhöhen. Damit sollen die Personalkosten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten flexibler gestaltet werden. Für die betroffenen Führungskräfte bedeutet das allerdings ein geringeres Fixeinkommen und potenzielle Schwankungen je nach Zielerreichung und Geschäftsergebnis.
Auch bei den Gehältern der übrigen Mitarbeitenden soll es laut Ankündigungen zu einer Überprüfung der Einstufungen im Kollektivvertrag kommen. Noch ist unklar, welche Auswirkungen das im Detail haben wird, es wird jedoch erwartet, dass Abweichungen nach oben künftig durch Änderungskündigungen auf ein niedrigeres Niveau angepasst werden.

Image

TRUMPF hatte über viele Jahre einen sehr guten Ruf als attraktiver Arbeitgeber mit starkem Zusammenhalt und überdurchschnittlichen Sozialleistungen. Dieses positive Image besteht nach außen größtenteils weiterhin, intern ist die Stimmung in letzter Zeit jedoch etwas getrübt.
Viele Mitarbeitende hoffen, dass sich die aktuelle Situation wieder stabilisiert und das Unternehmen zu seiner früheren Stärke und Offenheit zurückfindet. Insgesamt hat TRUMPF weiterhin ein solides Image, das jedoch derzeit spürbar unter den aktuellen Veränderungen leidet.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden – etwa durch interne Schulungen, viele davon auch online, Produktschulungen oder über LinkedIn Learning. Aufgrund der aktuellen Einsparungsmaßnahmen wird die Notwendigkeit insbesondere bei externen Schulungen derzeit etwas kritischer hinterfragt. Notwendige Weiterbildungen werden meines Wissens aber auch in der jetzigen Situation weiterhin genehmigt.

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