Außen Top, innen ausbaufähig.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sortiment & Weinwelt:
Großartige Auswahl – sowohl national als auch international. Wer Wein liebt, kann hier viel entdecken und sensorisch wachsen.
Austausch mit Kolleg:innen (vor allem in den Shops):
Man lernt voneinander, diskutiert, verkostet, entwickelt sich weiter. Das Teamgefühl im Shop ist eine echte Stärke.
Image & Netzwerk:
WEIN&CO ist in der Branche ein Name, der Türen öffnet. Viele Menschen im Weinbusiness haben hier begonnen – das Netzwerk ist real.
Mitarbeiterrabatt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wenig echter Mitarbeiter-Care:
Weder in den Shops (lange Dienste, keine Verpflegung) noch in der Zentrale (Büros, Lage, kein Jobticket) spürt man, dass Mitarbeiterwohlbefinden Priorität hätte. Das wirkt wenig zeitgemäß.
Freunderlwirtschaft statt Kompetenz
Verbesserungsvorschläge
Marketing: Viele Social Media Formate wirken weniger wie professionelle Markenführung, sondern eher wie interne Selbstdarstellung – anstatt die tatsächliche Kompetenz in den Shops sichtbar zu machen.
Peinlich kopierte Blindverkostungsformate stellen die Mitarbeiter öffentlich auf den Prüfstand. Dabei wird nicht die Marke gestärkt, sondern die Kompetenz der Mitarbeitenden in Frage gestellt.
Für einen Weinfachhändler mit Premiumanspruch ist das eine fragwürdige Positionierung.
Verpflegungsregelungen in den Shops und der Zentrale modernisieren.
Ein Gastrovertrag sollte nicht ausschließlich Vorteile für das Unternehmen bringen – lange Schichten brauchen echte Versorgung, nicht nur Selbstorganisation.
Mehr Mitsprache der Filialleiter:innen.
Dort sitzt Kundenkontakt, Wissen und Erfahrung. Entscheidungen sollten dort beginnen, nicht nur dort ankommen.
Arbeitsatmosphäre
In den Shops findet man echte Weinbegeisterung und starke Teams, die sich gegenseitig unterstützen. Dort passiert Wertschöpfung und Kundenerlebnis.
In der Zentrale hingegen herrscht eine politische Atmosphäre, hier muss man sehr genau überlegen, was man sagt und zu wem. Austausch findet weniger auf Augenhöhe statt.
Image
WEIN&CO gat ein starkes, fast ikonisches Standing in der Branche. Gefühlt hat jeder, der im österreichischen Weinbusiness unterwegs ist, irgendwann dort gearbeitet, und das hat auch einen Grund: Das Sortiment ist breit, hochwertig und bietet einen großartigen Einblick in die österreichische und internationale Weinwelt. Für den eigenen Horizont ist das ein großer Gewinn.
Nach außen wirkt alles professionell, stilvoll und kompetent – das Image sitzt.
Karriere/Weiterbildung
WEIN&CO ist definitiv ein guter Ort, um fachlich zu wachsen. Die Vielfalt im Sortiment und der Kontakt zu Produzenten und Regionen bringen einen weiter, und das Ansehen der Marke öffnet Türen in der Branche. Man lernt viel und schnell, wenn man will.
Weiterentwicklung intern ist grundsätzlich möglich. Es zahlt sich aus, die richtigen Leute nah an sich zu haben und die „Hauslinie“ mitzutragen.
Wer sich einbringt, aber nicht in diese Dynamik passt, hat es spürbar schwerer.
Kollegenzusammenhalt
In den Shops ist der Zusammenhalt meistens stark, dort arbeitet man wirklich miteinander.
In der Zentrale hingegen haben sich über die Jahre deutlich erkennbare Lager gebildet. Sympathie, persönliche Nähe und Loyalität zu bestimmten Personen oder Gruppen scheinen dort wichtiger zu sein als eine gemeinsame Zielorientierung. Wer sich nicht in die bestehende Gruppendynamik einfügt, wird in seiner Weiterentwicklung im Unternehmen spürbar gebremst.
Vorgesetztenverhalten
Führung wirkt stark auf Loyalität ausgerichtet. Kritik wird nicht als Beitrag gesehen, sondern als Widerstand. Entscheidungen erscheinen oft vorab festgelegt, Rückmeldungen dienen mehr der Bestätigung.
Arbeitsbedingungen
In den Shops wird mit Gastroverträgen gearbeitet, um späte Öffnungszeiten und Wochenendarbeit ohne Zuschläge zu ermöglichen. Für das Unternehmen praktisch – für Mitarbeitende im Handel bedeutet es lange Schichten bis Mitternacht und ohne Mitarbeiter Mahlzeiten.
Ein Gastrovertrag ohne Gastrobenefits ist eine ziemlich klare Aussage: Vorteile auf Unternehmensseite, Belastung auf Mitarbeitendenseite.
Die Zentrale liegt ausserhalb der Stadt, ein Jobticket oder Unterstützung für den Arbeitsweg wird nicht angeboten – was angesichts der Lage und der erwarteten Präsenz etwas irritiert. Die Büros in der Zentrale sind wenig lichtdurchflutet. Es gibt kein Mitarbeiteressen oder Gutscheine, dafür ein Hofer um die Ecke.
Mitarbeiterwohlbefinden und moderne Arbeitsplatzgestaltung scheinen wenig Priorität zu haben. Für ein Unternehmen, das außen sichtbar Premium sein möchte, wirkt das nach innen erstaunlich wenig zeitgemäß. Mitarbeiterfreundlichkeit wird eher als Kostenfaktor verstanden als als Investition in Motivation oder Bindung.
Kommunikation
Kommunikation fließt überwiegend von oben nach unten. Input ist erwünscht, sofern er sich deckt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im unteren Bereich. Gehaltsverhandlungen sind zäh, ziehen sich oft, und sind minimal.
Positiv: Gehälter werden zuverlässig und pünktlich ausbezahlt.
Es gibt -30% auf das gesamte Sortiment; das ist angenehm.