War mal gut
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Der Teamgeist in den einzelnen Teams.
- Der Wunsch der stetigen Verbesserung.
- Freiheiten (Homeoffice, selbstorganisierte Teams)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den momentan eingeschlagenen Sparpfad. Da geht vieles unwiederbringlich kaputt.
Verbesserungsvorschläge
- Grössere Wertschätzung der Mitarbeitenden. Früher fühlte ich mich der Firma zugehörig, habe mich mit ihr identifiziert, die letzte Zeit bloss noch als anonyme Arbeitskraft.
- Den Tech-Stack schneller modernisieren
- Den Mitarbeitenden in DE/CH das Gefühl geben, dass sie nicht bei der nächsten Gelegenheit durch jemand günstigeres in Kroatien ausgetauscht werden.
- Auch einzelne Entlassungen kommunizieren und (wo möglich) begründen. Die Spekulationen im Flurfunk sind Gift.
- Aus den exzellenten Mitarbeiterbefragungen (Pulse) *messbare* Ziele und Massnahmen ableiten und diese umsetzen.
- Nicht nur auf Team-, sondern auch auf Firmenebene agil sein.
Arbeitsatmosphäre
Lange Zeit sehr gut. Verschiedene Entlassungen in der letzten Zeit. Zuletzt wurde, knall auf fall, ein ganzer Bereich von ca. 70 Personen entlassen. Jene die bleiben, sind zynisch und verunsichert wie es weiter geht.
Image
Leidet zurzeit. Viele Mitarbeitende reden schlecht über die Firma, weil sie verunsichert sind.
Work-Life-Balance
Sehr viele Freiheiten. Das meiste (Blockzeiten, Ferien usw.) kann man schnell und unbürokratisch im Team ausmachen. Hohes Teilzeitpensum ist einfach möglich. Unbezahlter Urlaub möglich.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind möglich und werden teilweise bezahlt. Man muss sich aber selber darum bemühen.
Um eine firmeninterne Karriere muss man sich selber bemühen, indem man sich intern auf neue Stellen bewirbt.
Es fehlen definierte interne Karrierenpfade, Job-Profile, Einstufungen (Junior, Professional …) und Lohnbänder. Werden seit ca. 10 Jahren immer wieder versprochen und sind auf Nachfrage immer "bald fertig".
Gehalt/Benefits
Kaum Lohnerhöhungen in den letzten Jahren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wenig Lehrlinge. Wenig Juniors. Zum Teil Juniors entlassen, weil man Professionals/Seniors will.
Man will fertige Leute, und möglichst wenig in die Ausbildung zu investieren.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der meisten Teams ausgezeichnet. Legendäre Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit. Über Team-Grenzen hinweg gut. Es ist besser, wenn man Leute kennt.
Man munkelt von Machtspielen und Intrigen auf höheren Ebenen.
Vorgesetztenverhalten
Kriegen nicht wirklich mit, was die Teams tun. Sind mit Reporting nach oben ausgelastet.
Vor allem die tiefste Management-Ebene hat meiner Meinung nach nur wenig Spielraum, um etwas zu bewegen.
Waren zum Teil mit ihren Aufgaben überfordert.
Arbeitsbedingungen
Gute Hardware.
Infrastruktur ist instabil.
In den Büros wurde in letzter etwas arg gespart. Die Topfpflanzen sind verdorrt und die Fenster dreckig. Nach entsprechenden Hinweisen der Mitarbeitenden wurde Besserung versprochen.
Kommunikation
Man bemüht sich. Transparenz ist einer der Firmenwerte, was aber eher als "das wären wir gerne" zu deuten ist. Es wird viel informiert/geredet. Vieles wird auch mehrmals/redundant kommuniziert. Schwierige/negative Punkte werden meiner Meinung nach entweder totgeschwiegen oder als positiv verkauft.
Eine Entlassung von 70 Personen verlief sehr unprofessionell: Am Vorabend wurden die Logins der Betroffenen gesperrt und die Kündigungen versandt. Dann kochte die Gerüchteküche. Erst danach wurde die ganze Firma (zusammen mit den Entlassenen) informiert. Kaum Outplacement, da das HR damit total überlastet war.
Gleichberechtigung
OK, wird aber nicht speziell gefördert
Interessante Aufgaben
Spannende und hohe fachliche Komplexität. Es besteht die Flexibilität, Dinge anzugehen, die gemacht werden müssen. Aber besser nicht zu viele Leute fragen, einfach machen.
Veralteter, proprietärer Tech-Stack, den man modernisieren will, aber nur (zu) langsam vorwärtskommt.