Falsche Strategie, falsche Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der zentrale Standort und die Benefits (wie REKA und kostenloser Parkplatz und Kaffee) sind sicherlich positive Aspekte des Unternehmens.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Fehlen einer klaren Struktur und eines effektiven Unbundlings führt immer wieder zu unangenehmen Situationen für die Mitarbeiter. Die IT sowie die interne Kommunikation bedürfen dringend einer Verbesserung. Die Geschäftsführung ist zu Markt orientiert und sollte sich vermehrt mit regulatorischen Vorgaben beschäftigen.
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikation sollte dringend verbessert und die Unternehmensstrategie überarbeitet werden – eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte könnte dabei hilfreich sein. Es wäre ratsam, Ruhe in das Unternehmen zu bringen und den Mitarbeitern wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Zudem sollten die IT-Infrastruktur und die Führungsebene dringend überprüft werden.
Arbeitsatmosphäre
Ehemals ein hervorragendes Arbeitsumfeld, hat sich die Atmosphäre leider stark verschlechtert. Die kürzlich angekündigte Umstrukturierung im Bereich Netze wirkt unausgereift und vermittelt den Eindruck, dass das Unternehmen sich auf einem absteigenden Ast befindet.
Kommunikation
Die interne Kommunikation lässt stark zu wünschen übrig. Wichtige Informationen werden oft absichtlich von Vorgesetzten zurückgehalten, und Mitarbeiter werden nur unzureichend über Änderungen informiert. Auch die externe Kommunikation könnte deutlich verbessert werden. Häufig sind die Informationen, die im Insider geteilt werden, wenig relevant oder redundant.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des eigenen Teams ist der Zusammenhalt noch in Ordnung, jedoch leidet die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und Geschäftsbereichen unter dem unnötigen Druck, der durch das neue Lohnsystem und die individuellen Zielvorgaben entsteht. Die Umstrukturierung fördert dies auch nicht.
Work-Life-Balance
Es gibt eine gewisse Flexibilität bei der Wahl des Anstellungsmodells, doch wurden nach nur einem Jahr wieder Anpassungen vorgenommen, die dazu führen, dass die Arbeitszeit erhöht werden muss.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte variiert stark, wobei insbesondere in einigen Bereichen eine deutliche Schwäche in der Führungskompetenz zu erkennen ist (Thema Vakant). Empathie scheint bei manchen Vorgesetzten zu fehlen, und die Geschäftsführung sollte dringend ausgetauscht werden. Der CEO scheint sich mehr mit seinen Beteiligungen zu beschäftigen, als mit der eigentlichen Unternehmensführung.
Interessante Aufgaben
Durch das Fehlen klar definierter Prozesse entstehen ständig neue Aufgaben. Viele dieser Aufgaben könnten jedoch durch Automatisierung und Digitalisierung effizienter gestaltet werden, was den Mitarbeitern mehr Raum für interessante und anspruchsvolle Tätigkeiten geben würde. Doch wurden im Zuge der Umstrukturierung MA, ohne Nachfrage in Bereiche verschoben, in welchen sie weniger Stärken besitzen.
Gleichberechtigung
Leider wird Gleichberechtigung in der Firma nicht ausreichend gelebt, und es ist unwahrscheinlich, dass für gleiche Arbeit der gleiche Lohn gezahlt wird. Das Lohnsystem ist bewusst intransparent und oft als unfair empfunden.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Behandlung älterer Mitarbeiter lässt zu wünschen übrig. Lohnerhöhungen und Pensionskassenbeiträge sind praktisch unmöglich.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind durch eine hohe Arbeitsbelastung bei gleichzeitig niedriger Personaldecke geprägt. Dass das Organigramm des Geschäftsbereich Netze nur aus den Namen Vakant besteht, zeigt schon vieles. Aber auch in den Bereichen IT und HR gibt es aufgrund hoher Fluktuation zahlreiche Schwächen. Die Großraumbüros sind oft sehr laut, besonders wenn mehrere Personen gleichzeitig an Calls teilnehmen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Obwohl viele Ideen vorhanden sind, fehlt es an konkreten Umsetzungen, um das Unternehmen umweltfreundlicher und sozial verantwortlicher zu gestalten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war früher sehr konkurrenzfähig, jedoch hat das neue Lohnsystem das Unternehmen in dieser Hinsicht auf das mittlere Feld zurückgeworfen. Das neue Lohnsystem führt zu weniger Einzahlungen in die Pensionskasse, wodurch die Mitarbeiter künftig deutliche finanzielle Einbußen haben werden
Image
Das Image des Unternehmens hat stark unter der neuen Führung und deren strategischen Fehlentscheidungen gelitten. Trotz zahlreicher teurer Werbemaßnahmen und Sportmarketing-Initiativen ist es nicht gelungen, das Unternehmen in einem besseren Licht darzustellen. Neue Geschäftsfelder, die eröffnet wurden, müssen nun wieder verkleinert oder geschlossen werden, was das Image weiter schädigt. In der Branche wundert man sich zunehmend, wie ein ehemals gut etabliertes Unternehmen so schnell an Reputation verlieren konnte.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung sind äußerst begrenzt. Das neue Ausbildungsreglement verlangt von den Mitarbeitern, sich zu zeitlichen Verpflichtungen zu verpflichten, was dazu führt, dass viele ihre Weiterbildung auf eigene Kosten finanzieren oder gänzlich darauf verzichten.


