Strategielosigkeit, Kontrollverlust im HR & ein Büroapparat, der das Kerngeschäft schwächt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
-Sehr starkes, robustes Netz im Vergleich zu vielen anderen Elektrizitätswerken.
-Mitarbeitende besitzen ein beeindruckend breites und tiefes Wissen über Netztechnik und Arbeitsmethoden.
-Hohe Einsatzbereitschaft im operativen Bereich, besonders bei Störungen oder Notfällen.
-Die technische Basis des Unternehmens ist nach wie vor solide.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Das Unternehmen/CEO eröffnet ständig neue Geschäftsfelder, während das eigentliche Kerngeschäft, die zuverlässige Energielieferung zunehmend aus dem Fokus zu geraten scheint.
-Der aktuelle wirtschaftliche Erfolg wirkt eher wie ein Überbleibsel früherer, gut geführter Jahre und wird zusätzlich von den hohen Strompreisen gestützt.
-Gleichzeitig wird viel Geld in Softwarelösungen und Projekte investiert, die nach Einschätzung vieler Mitarbeitender keinen nachhaltigen Nutzen bringen oder gar scheitern.
-Das HR mischt sich sehr stark in die einzelnen Regionalcenter ein, was von vielen als Einschränkung ihrer ursprünglichen Autonomie empfunden wird.
-Interne Kommunikation wird von vielen als intransparent, bruchstückhaft und teilweise widersprüchlich wahrgenommen.
-Kündigungen langjähriger Mitarbeitender aufgrund eher geringfügiger Compliance-Themen hinterlassen den Eindruck von Unverhältnismässigkeit insbesondere, wenn die Betroffenen keine klaren oder nachvollziehbaren Gründe erhalten.
-Es entsteht der Eindruck, dass vertrauliche Personalthemen nicht immer so sensibel behandelt werden, wie man es erwarten würde.
-Auch im HR selbst herrscht auffallend hohe Personalfluktuation, was Fragen zur internen Stabilität aufwirft.
-Der administrative Bereich führt laufend neue Prozesse, Tools und Vorgaben ein, die die Arbeit eher erschweren als erleichtern.
-Die Löhne in den unteren Lohnklassen (2–4) werden als ausgesprochen tief empfunden, während neue, deutlich unerfahrenere Mitarbeitende teilweise auf dem gleichen Niveau einsteigen wie langjährige Fachkräfte, was viele als respektlos empfinden
-Auf Kununu wirken Antworten des Unternehmens gelegentlich unpersönlich und generisch, was die Glaubwürdigkeit der HR-Kommunikation nicht stärkt.
Verbesserungsvorschläge
-Strategischer Fokus zurück auf das Kerngeschäft und sinnvollen Ausbau statt unkontrolliertem Streuen in neue Bereiche.
-Investitionen sorgfältiger prüfen und Prioritäten auf funktionierende, nachhaltige Lösungen setzen.
-Führung auf oberster Ebene (CEO) kritisch hinterfragen und einen Wechsel an der Spitze in Betracht ziehen, um neue Impulse und Glaubwürdigkeit zu schaffen.
-HR sollte die Autonomie der Regionalcenter respektieren und gleichzeitig interne Prozesse deutlich transparenter gestalten.
-Personalpolitik menschlicher, nachvollziehbarer und wertschätzender ausrichten.
-Vertrauliche Informationen konsequent schützen und sensibler kommunizieren.
-Lohnstruktur fair und leistungsgerecht ausrichten. Loyalität, Erfahrung und Fachwissen müssen sich wieder lohnen.
-Bürokratische Prozesse vereinfachen statt weiter verkomplizieren.
Arbeitsatmosphäre
-Strategielosigkeit und ständiges Einführen neuer, belastender Prozesse.
-Wahrgenommene Unsicherheit durch häufige Kündigungen langjähriger Mitarbeitender.
-Genereller Eindruck von Intransparenz und Misstrauen.
-Frustration über ineffiziente Tools und bürokratische Vorgaben.
Image
Nach aussen wird ein positives Bild gepflegt, intern wächst jedoch die Enttäuschung. Das Image wird stark über Sponsoring (z. B. Sportvereine wie FC AARAU) und finanzielle Unterstützungen nach aussen aufpoliert, während intern der Eindruck entsteht, dass dafür viel Geld ausgegeben wird, das an sinnvolleren Stellen fehlen würde.
Work-Life-Balance
Lange Arbeitstage (oft 07:00–18:00) sind keine Ausnahme. Positiv ist, dass der direkte Vorgesetzte flexible Freiheiten gewährt hat, um Arbeitszeiten selbst auszugleichen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen dürfen grundsätzlich gemacht werden, führen jedoch selten zu realen Entwicklungs oder Aufstiegschancen. Der Fokus liegt stark auf Ingenieur oder Wirtschaftsabschlüssen. Mitarbeitende ohne einen dieser Abschlüsse werden schnell abgewertet und geraten in eine dauerhafte Nachteilssituation.
Gehalt/Benefits
Die Lohnbänder der Klassen 2–4 sind sehr tief, ausgerechnet für jene Mitarbeitenden, die operativ die grösste Last tragen. Netzelektriker und andere „harte Büetzer“ leisten unter anspruchsvollen Bedingungen zentrale Arbeit, werden jedoch schlecht entlöhnt.
Gleichzeitig erhalten neu akquirierte Mitarbeitende teils unverhältnismässig hohe Löhne, wodurch langjährige Mitarbeitende massiv hinterherhinken. Das wird als klar unfair und demotivierend empfunden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Abfall wird zwar konsequent getrennt, das soziale Bewusstsein gegenüber Mitarbeitenden wird jedoch als schwach empfunden (z. B. wenig Wertschätzung, harte Personalentscheide, geringe soziale Verantwortung gegenüber langjährigen Mitarbeitenden).
Kollegenzusammenhalt
In technischen Bereichen sehr stark. Hohe Einsatzbereitschaft der Netzelektriker, gutes Teamwork.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung wird nicht honoriert! unsichere Situation durch Kündigungen.
Vorgesetztenverhalten
Eingriffe des HR in die Regionalcenter werden als übergriffig empfunden.
Entscheidungen (z. B. Kündigungen) werden teilweise nicht nachvollziehbar erklärt. Zu viel Kontrolle, zu wenig Vertrauen in die operativen Teams.
Arbeitsbedingungen
Bürokratie und schlechte Software belasten, operativer (Regionalcenter) Bereich gut aufgestellt.
Kommunikation
Interne Kommunikation wird als miserabel, intransparent und widersprüchlich wahrgenommen. Kündigungsgründe werden laut Eindrücken nicht klar kommuniziert. HR gibt aus Sicht einiger Mitarbeitender sensible Informationen weiter.
Kununu-Antworten wirken unpersönlich und generisch!
Gleichberechtigung
Neue Mitarbeitende verdienen teilweise gleich viel wie langjährige, wirkt unfair.
Interessante Aufgaben
Mitarbeiter im Netzbereich haben anspruchsvolle, technisch interessante Tätigkeiten. Tiefes Fachwissen und echte Herausforderungen im Netz.


