Wer hier hart arbeitet, wird dafür bestraft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ehrlich gesagt fällt mir im Moment wenig ein, das ich positiv hervorheben könnte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Stimmung ist toxisch: Was man sagt, landet oft bei der Filialleitung, echte Freundlichkeit ist oft nur Fassade. Kranke werden unter Druck gesetzt zu kommen, wer fehlt, gilt schnell als nicht wirklich krank, und nach der Rückkehr spürt man deutlich, dass man nicht willkommen ist – man wird ignoriert oder sofort wieder runtergemacht. Ich habe kaum noch freie Samstage, dazu wechseln Früh- und Spätschichten so oft, dass an einen geregelten Schlafrhythmus nicht zu denken ist. Seit dem neuen Planungstool wird massiv auf Stunden gespart, viele arbeiten unbezahlt weiter. Führungskräfte machen einen ständig runter, und wer sich Hilfe bei Kolleg:innen holt, muss damit rechnen, dass es weitergetragen wird. Manche haben Sonderprivilegien ohne Grund, während w
Verbesserungsvorschläge
Faire, planbare Schichteinteilung ohne ständigen Wechsel zwischen früh und spät, und ein verlässlicher freier Samstag pro Monat, der auch eingehalten wird. Kranke Mitarbeitende sollten unterstützt statt unter Druck gesetzt werden. Die Tratsch- und Petzkultur sollte ernsthaft angegangen werden, genauso wie der Druck, wegen des neuen Planungstools unbezahlt weiterzuarbeiten. Zudem sollte das vertraglich vereinbarte Pensum tatsächlich eingehalten werden, statt es faktisch immer höher anzusetzen.
Arbeitsatmosphäre
Das Klima ist von Misstrauen geprägt. Was man zu Kolleg:innen sagt, landet oft kurz danach bei der Filialleitung. Freundlichkeit wirkt oft aufgesetzt, im Hintergrund wird viel getuschelt und gegeneinander gearbeitet.
Kommunikation
Informationen laufen oft über Tratsch statt offen. Wenn man bei Kolleg:innen um Hilfe bittet, wird das teilweise weitergetragen und einem später vorgehalten.
Kollegenzusammenhalt
Echten Zusammenhalt gibt es kaum. Es wird viel übereinander geredet, man muss aufpassen, wem man was erzählt.
Work-Life-Balance
Seit ich hier arbeite, habe ich kaum noch freie Samstage und so gut wie kein Privatleben. Innerhalb einer Woche wechseln Früh-, Spät- und freie Schichten oft mehrmals, ein geregelter Schlafrhythmus ist kaum möglich. Auch der Samstag direkt vor den eigenen Ferien wird einem praktisch nie freigegeben, mit der Begründung man habe ja sowieso bald Ferien. Schichten gehen teilweise von 05:00 Uhr bis zum Feierabend am Abend durch, das ist auf Dauer kaum zumutbar.
Vorgesetztenverhalten
Kranke Mitarbeitende werden unter Druck gesetzt trotzdem zu kommen, wer fehlt, muss sich anhören, nicht wirklich krank zu sein. Nach der Rückkehr spürt man deutlich, dass man nicht willkommen ist – man wird ignoriert oder sofort wieder runtergemacht. Fällt während den eigenen Ferien ein Feiertag, entscheidet die Filialleitung einseitig, dass dieser Tag automatisch an die Ferien angehängt wird, statt dass man selbst wählen kann, wann man diesen freien Tag nehmen möchte.
Interessante Aufgaben
Durch die ständige Unterbesetzung bleibt kaum Raum für sinnvolle, abwechslungsreiche Aufgaben.
Gleichberechtigung
Manche haben Sonderpläne und Privilegien ohne nachvollziehbaren Grund und können so problemlos Privatleben oder Zweitjob unterbringen. Wer hart arbeitet, wird dafür eher noch stärker gefordert. Mitarbeitende ohne Kinder bekommen praktisch nie Ferien während der Schulferien, während Mitarbeitende
Umgang mit älteren Kollegen
Eine besondere Rücksichtnahme ist mir nicht aufgefallen, das raue Klima betrifft eigentlich alle Altersgruppen gleich.
Arbeitsbedingungen
Seit Einführung des neuen Planungstools (AHead) wird massiv auf Stunden gespart. Viele badgen sich vor Feierabend aus und arbeiten faktisch unbezahlt weiter. In der Pause muss man oft trotzdem an die Kasse und darf sich danach nicht zurückbadgen, die Pause wird also faktisch für Arbeit aufgeopfert. Hängt man die so verlorenen Minuten an die Pause an, wird man dafür kritisiert, die Pause sei zu lange gegangen. Zudem wird das vertraglich festgelegte Pensum praktisch nie eingehalten: bei 60% wird de facto 80% verlangt, bei 80% sind es 100%, oder man arbeitet plötzlich 5 Tage mit weniger Stunden – Hauptsache, die vertraglich vereinbarten Tage werden nie eingehalten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dazu fällt mir nichts Besonderes auf, weder positiv noch negativ.
Gehalt/Benefits
Der Lohn an sich ist ok, relativiert sich aber durch den Druck, Stunden zu sparen und teilweise unbezahlt weiterzuarbeiten.
Image
Nach aussen hat Aldi ein solides Image, das mit dem Arbeitsalltag in der Filiale aber wenig zu tun hat.
Karriere/Weiterbildung
Statt schwächere Mitarbeitende zu fördern, schickt man sie lieber nach Hause, während die guten Leute noch mehr auffangen müssen.

