Gratis-Kaffee vs. Toxisches Arbeitsumfeld: Einblicke in die Realität bei diesem Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Natürlich gibt es auch positive Aspekte an dieser Firma. Der Gratis-Kaffee ist ein echtes Highlight, ebenso wie das frische Obst. Und die Gratisparkplätze sind natürlich ein echter Vorteil! Wer braucht schon eine respektvolle Arbeitsatmosphäre, Transparenz und Fairness, wenn man diese fantastischen Annehmlichkeiten hat?
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mangelnde Transparenz und schlechte Kommunikationskultur, der fehlende Kollegenzusammenhalt, die ungleiche Verteilung der Arbeit, mangelnde Neutralität bei Vorgesetzten. Ungleichen Behandlung und einem Mangel an Fairness im Unternehmen.
Verbesserungsvorschläge
Schaffung eines respektvollen Arbeitsumfelds
Aktives Eingreifen bei Mobbing
Förderung einer offenen und direkten Kommunikationskultur
Einheitliche Blockzeitregelungen
Objektives Konfliktmanagement: Führungskräfte sollten bei Konflikten neutral bleiben und konkrete, faire Lösungen anbieten. Sie sollten sich nicht von bestimmten Mitarbeitenden beeinflussen lassen.
Arbeitsatmosphäre
An keinem anderen Arbeitsplatz habe ich zuvor eine derart toxische Atmosphäre erlebt. Einige Kollegen verfallen ständig ins Lästern, Flüstern und Mobbing, was zu einer spürbaren Gruppenbildung, Schikanieren, Soziale Ausgrenzung und Respektlosigkeit führte. Anstatt deeskalierend einzugreifen und diese Verhaltensweisen zu unterbinden, schaute die Führungsebene nur zu und liess die Situation weiter eskalieren. Es wurden zwar Einzelgespräche geführt, aber diese waren nur leere Worte. Keine konkreten Maßnahmen wurden gegen das Mobbing ergriffen. Meine Meinung nach dienten diese Gespräche lediglich dazu, den Anschein zu erwecken, dass etwas getan wird, effektiv nur ein Punkt zum Abhaken auf ihrer Liste. Die Führung hat ihr Bestes getan, alles noch schlimmer zu machen, indem sie die Mobber bevorzugt behandelt hat und keine richtigen Maßnahmen ergriffen hat.
Image
Die Firma präsentiert sich nach außen sehr positiv, was jedoch nicht immer mit der Realität übereinstimmt. Viele Mitarbeitende denken daran, die Firma zu verlassen, was darauf hinweist, dass das tatsächliche Arbeitsumfeld nicht dem Bild entspricht, das nach außen vermittelt wird. Es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen dem externen Image und der internen Realität.
Work-Life-Balance
Home-Office-Möglichkeiten waren ungleich verteilt, manche durften es nutzen, andere nicht. Die Blockzeitregelungen galten nicht für alle gleichermaßen. Einige Mitarbeitende durften während der Blockzeiten Feierabend machen, während andere dafür kritisiert wurden. Dies führte zu einer ungleichen Behandlung und einem Mangel an Fairness im Unternehmen.
Karriere/Weiterbildung
Es wurden Sprachkurse von der Firma angeboten, doch die Möglichkeit, daran teilzunehmen, wurde mir trotz mehrfacher Anfragen bei der HR-Abteilung nicht ermöglicht. Andere Mitarbeitende, die ebenfalls Interesse an einem Kurs hatten, konnten diese Gelegenheit nutzen, während ich keine Rückmeldung erhielt. Dies zeigte wieder eine Ungleichbehandlung, da die Chance zur Weiterbildung nicht allen Mitarbeitenden gleichermaßen zur Verfügung gestellt wurde.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen in dieser Firma hätte nicht schlechter sein können. Statt miteinander zu arbeiten, arbeiteten sie gegeneinander. Während die Unterstützung von mir selbstverständlich angesehen wurde, waren die Kollegen selbst nicht bereit, Unterstützung zu bieten. Der Ton war oft nicht respektvoll. Der Zusammenhalt in meiner Abteilung funktionierte nur, wenn man bedingungslos alles von den dominierenden Personen bestätigte. Andernfalls wurde man als Feind betrachtet.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Wertschätzung und Förderung erfolgte nicht nach der Länge Betriebszugehörigkeit, sondern nach anderen, fragwürdigen Kriterien.
Vorgesetztenverhalten
Keine Wertschätzung. Der Arbeitgeber betont Wertschätzung als Teil der Führungskultur, doch was nicht existiert, kann weder entwickelt noch vertieft werden.
Der Vorgesetzte konnte bei Konflikten keine konkreten Lösungen anbieten und zeigte eine mangelnde Objektivität, was die Situation oft verzerrte. Der Vorgesetzte hatte offenbar eine besondere Herangehensweise an Teamdiskussionen: Statt aktiv zu moderieren, wurde lieber gewartet, bis die Situation eskaliert war, um dann einfach eine Abmahnung auszusprechen. Eine wirklich effektive Art der Führung sieht allerdings anders aus.
Bei Entscheidungen wurden vor allem bestimmte Meinungen berücksichtigt, während andere entweder nur angehört oder gar nicht erst gefragt wurden. Diese einseitige Entscheidungsfindung beeinflusste auch die Jahresbeurteilung, die vorwiegend auf den Ansichten weniger Kollegen basierte, da der Vorgesetzte selten vor Ort war. Zudem wurden Ziele gesetzt, die aufgrund mangelnder Erfahrung im Bereich oft unrealistisch waren. Es wäre hilfreich gewesen, wenn die Zielsetzungen stärker an den tatsächlichen Anforderungen unserer Arbeit orientiert worden wären, anstatt sich auf allgemeine Kennzahlen zu stützen.
Arbeitsbedingungen
Der Arbeitsplatz war modern, und die Utensilien entsprachen den Anforderungen der Aufgaben. Die Räume und Computer waren gut ausgestattet. Während alle meine Kollegen ein Geschäftstelefon hatten wurden einige von uns davon ausgeschlossen. Trotz mehrfacher Meldung an Vorgesetzte änderte sich nichts. Diese Ungleichbehandlung erschwerte die Arbeit erheblich. Ausserdem wurde Klimaanlage wurde für den Sommer installiert, was grundsätzlich positiv war. Sie war jedoch schlecht platziert, und jeder stellte die Klimaanlage nach eigenen Vorlieben ein. Trotz mehrfacher Hinweise, dass die Klimaanlage störte, wurde keine Anpassung vorgenommen. Dies führte dazu, dass Mitarbeitende gesundheitliche Probleme bekamen. In diesem Fall wurden die Bedürfnisse der betroffenen Personen nicht berücksichtigt.
Kommunikation
Mangelnde Transparenz und schlechte Kommunikationskultur.
Abteilungsübergreifend wurden Informationen wie Gewinn und neue Ziele zweimal pro Jahr in Meetings mit allen Mitarbeitenden kommuniziert. Im Arbeitsalltag habe ich jedoch schlechte Erfahrungen gemacht. Wichtige Informationen wurden vom Chef nur an bevorzugte Mitarbeitende weitergegeben, während andere im Dunkeln gelassen wurden. Dennoch wurde von allen die gleiche Leistung erwartet- eine widersprüchliche demotivierende Praxis.
Trotz der räumlichen Nähe kommunizierten Kollegen oft per E-Mail und setzten alle ins CC, selbst wenn sie nur wenige Schritte entfernt saßen. Dabei ging es jedoch nicht um arbeitsrelevante Themen, sondern vielmehr darum, andere in ein schlechtes Licht zu rücken. Einige Kollegen vermieden direkte offene Gespräche und kommunizierten stattdessen durch die Schilder an der Wand, um auf ein Probleme hinzuweisen. Das war Ihre bevorzugter Kommunikationsweg. Ständiges Flüstern am Arbeitsplatz und das Zurückhalten von Informationen durch die Kollegen. Ausserdem gab es leider auch einige Vorgesetzte, mit denen man täglich zusammenarbeiten musste, die nicht zuhören können und ständig unterbrechen.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung passt nicht zur übernommenen Verantwortung. Pensionskasse wurde verbessert aber es gibt immer noch Luft nach oben.
Gleichberechtigung
Ich habe so viele Fälle erlebt, das ich täglich sehen konnte. Gleichberechtigung ist für diese Firma ein Fremdwort. Ungerechtigkeiten waren hier an der Tagesordnung.
Interessante Aufgaben
Die Arbeitsverteilung erfolgte größtenteils nach den Vorstellungen der dominierenden Mitarbeiter, während der Vorgesetzte es versäumte, einen klaren Plan zu erstellen und eine ausgewogene Verteilung zu gewährleisten. Während einige Mitarbeitende regelmäßig alle anfallenden Aufgaben erledigten, übernahmen andere bestimmte Tätigkeiten nie, obwohl sie in ihrem Zuständigkeitsbereich lagen. Dies führte zu einer ungleichen Belastung innerhalb des Teams. Trotz mehrmaliger Hinweise wurde darauf nicht angemessen reagiert.
