Keine Planbarkeit, keine Einarbeitung, keine Wertschätzung – aber volle Verantwortung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Firma schafft es beeindruckend, jeden Tag aufs Neue zu zeigen, wie man Mitarbeitermotivation erfolgreich verhindert. Wer Chaos liebt, keine Struktur braucht und gerne Überraschungsschichten dreht, wird sich hier pudelwohl fühlen. Auch die Kommunikation ist herausragend, vor allem darin, unangenehme Themen zu ignorieren. Und wer schon immer mal wissen wollte, wie sich Führung durch Einschüchterung anfühlt, bekommt hier eine kostenlose Live-Demo.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Auf den ersten Blick wirkt die Firma gut strukturiert und modern, der Bewerbungsprozess verläuft freundlich und zügig, das Gehalt ist branchenüblich. Doch dieser positive Eindruck hält nur bis zum ersten Arbeitstag. Vieles, was anfangs professionell erscheint, wird im Arbeitsalltag nicht gelebt.
Bereits nach ein bis zwei Wochen wird man von HR um eine kununu-Bewertung gebeten, noch bevor überhaupt eine echte Einarbeitung stattfinden konnte. Das zeigt deutlich, wie verzerrt das Selbstbild des Unternehmens ist.
Zugesagte Strukturen wie ein fester Schichtplan werden nicht eingehalten. Kritik wird ignoriert oder gezielt unterdrückt. Wer Probleme offen anspricht, wird unter Druck gesetzt. Es gibt keine strukturierte Einarbeitung, das Betriebsklima ist toxisch, und Führung findet eher durch Einschüchterung als durch Vertrauen statt.
Wer Wert auf Planbarkeit, Fairness und ein gesundes Arbeitsumfeld legt, sollte sich gut überlegen, ob er diesen Schritt gehen möchte.
Ich empfehle das Unternehmen ausdrücklich nicht weiter.
Verbesserungsvorschläge
1. Ehrliche Kommunikation im Bewerbungsprozess:
Versprechen, die gemacht werden (z. B. zum Schichtmodell), müssen auch eingehalten werden!
2. Feste und planbare Schichtmodelle:
Ein transparenter, vorhersehbarer Schichtplan ist nicht nur für die Gesundheit wichtig, sondern auch für Motivation, Familie und Freizeit.
3. Klare und strukturierte Einarbeitung:
Neue Mitarbeitende sollten nicht ins kalte Wasser geworfen werden. Ein strukturiertes Einarbeitungskonzept würde nicht nur Fehler vermeiden, sondern auch Bindung schaffen.
4. Schulung und Überprüfung von Führungskräften:
Führung sollte nicht auf Angst und Drohungen basieren, sondern auf Vertrauen, Fairness und offener Kommunikation. Hier braucht es dringend Schulung, Feedbackkultur und Konsequenzen bei Fehlverhalten.
5. Stärkere und unabhängige HR-Abteilung:
Die Personalabteilung sollte als Anlaufstelle für echte Probleme agieren, nicht als verlängerter Arm der Produktionsleitung.
6. Mitarbeitergesundheit ernst nehmen:
Ein Unternehmen, das Gesundheit ernst nimmt, zeigt das durch Taten, nicht durch schöne Broschüren. Dazu gehört auch, Schichtpläne mit Rücksicht zu gestalten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark belastet. Viele Kolleginnen und Kollegen sind unzufrieden, trauen sich aber nicht, offen etwas anzusprechen, aus Angst vor Konsequenzen. Wer Kritik äußert oder Missstände anspricht, wird schnell als Störenfried abgestempelt. Es herrscht ein Klima der Unsicherheit und des Misstrauens. Anstatt ein Umfeld zu schaffen, in dem man sich einbringen kann, entsteht durch fehlende Kommunikation und autoritäres Verhalten eine durchweg angespannte und demotivierende Stimmung. Das wirkt sich nicht nur auf die Leistung, sondern auch auf die Gesundheit aus.
Image
Die Außendarstellung ist reine Fassade, modern, mitarbeiterorientiert, verantwortungsvoll. Intern herrscht ein ganz anderes Bild: Wer bei Allpack arbeitet, merkt schnell, dass hier bewusst und wiederholt an gesetzlichen Vorgaben vorbei agiert wird. Besonders beim Schichtplan wird jede Grenze ausgereizt, zum Nachteil der Beschäftigten. Für das Unternehmen zählen Produktionszahlen, nicht Menschen. Wer die Firma kennt, weiß: Hier gelten eigene Regeln, und das nicht zu Gunsten der Mitarbeitenden.
Work-Life-Balance
Ohne planbare Schichten keine Freizeitplanung. Wer ein Privatleben hat oder braucht, ist hier fehl am Platz. Sie versprechen einem viel, aber am Ende hieß es nur, man habe alles falsch verstanden.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt keine Einarbeitung, keine Förderung, keine Weiterentwicklung. Man wird ins kalte Wasser geworfen und muss zusehen, wie man klarkommt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist akzeptabel, wirkt aber eher wie ein Trostpflaster für die untragbaren Zustände. Diese Bewertung gilt nur für die Technikern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier kann ich nur sagen das sie Müll trennen können.
Kollegenzusammenhalt
Naja es gibt ein paar Mitarbeiter mit denen man auskommen kann und das sind eher die aus der Produktion.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nicht beurteilen.
Vorgesetztenverhalten
Der Umgangston mancher Führungskräfte ist erschreckend. Mir wurde sogar angedroht, ich solle lieber „leise sein“, sonst würde ich „die andere Seite kennenlernen“ eine Aussage, die sinnbildlich für den respektlosen und autoritären Führungsstil steht. Offenheit oder konstruktives Feedback? Fehlanzeige.
Arbeitsbedingungen
Der Schichtplan ist willkürlich und nicht planbar. Gesundheitliche Belastungen werden in Kauf genommen, auch wenn gerne das Gegenteil behauptet wird. Eine gesunde Arbeitsumgebung sieht anders aus. Die Umkleiden und Toiletten der Produktion sind der absolute Hammer. Dieser „Bunker“ sollte jeden, der ihn betritt, zum Nachdenken anregen. Ob sie diesen jemals erneuern werden, sei dahingestellt, aber Hauptsache, oben für die Büromenschen wurde alles schön erneuert.
Kommunikation
Nicht vorhanden oder nur einseitig. Absprachen aus dem Vorstellungsgespräch, wie ein fester 3-Schicht-Rhythmus, wurden komplett ignoriert. Gespräche mit HR oder Teamleitung verlaufen ins Leere. Man wird hingestellt, als ob man derjenige wäre, der es falsch verstanden hätte.
Gleichberechtigung
Anpassung wird belohnt, Kritik wird bestraft. Wer sich nicht alles gefallen lässt, wird schnell als „Querulant“ abgestempelt.
Interessante Aufgaben
Das Potenzial ist da, aber die chaotischen Zustände, fehlende Einarbeitung und der Druck von oben machen die Arbeit zur Belastung.
