Früher stolz auf den Arbeitgeber – heute leider enttäuscht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt innerhalb der Teams ist gut. Es gibt Mitarbeitende, die sich gegenseitig unterstützen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen täglich ihr Bestes geben. Gratis Kaffee und Znüni sind ebenfalls positiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die fehlende Offenheit, das Reden hinter dem Rücken anderer und die unterschiedliche Behandlung von Führungskräften. Besonders enttäuschend finde ich, wie über ehemalige Mitarbeitende gesprochen und deren geleistete Arbeit im Nachhinein abgewertet wird. Auch der fehlende Bezug zur Basis und der nachlassende Dienstleistungsgedanke im HR sind kritisch zu sehen.
Verbesserungsvorschläge
Eine offene und ehrliche Kommunikation fördern und auch selbst vorleben auf Stufe GL und AL.
Führungskräfte gleich behandeln und Leistungen unabhängig von persönlichen Sympathien anerkennen.
Das Reden über abwesende oder ehemalige Mitarbeitende unterlassen. Kritik gehört in ein direktes Gespräch.
Wieder mehr Präsenz und Interesse an den Mitarbeitenden an der Front zeigen.
Das HR als zugängliche, freundliche und unterstützende Anlaufstelle stärken.
Die Situation in der Hotellerie ernst nehmen und für Klarheit und Sicherheit sorgen.
Mitarbeiterbefragungen so durchführen, dass Anonymität und eine verlässliche Auswertung tatsächlich gewährleistet sind.
Konkrete Massnahmen gegen Food Waste umsetzen, statt nur darüber zu sprechen.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb der Teams ist der Zusammenhalt gut. Zwischen den Abteilungen hingegen sind Neid und Konkurrenzdenken deutlich spürbar. Einzelne Abteilungsleitungen werden bevorzugt, was sich negativ auf die Stimmung auswirkt. Besonders in der Hotellerie herrschen eine schlechte Stimmung und grosse Unsicherheit.
Image
Ich war einmal stolz darauf, für diesen Arbeitgeber zu arbeiten. Dieses Gefühl ist mit der Zeit verloren gegangen. Zwischen dem, was nach aussen vermittelt wird, und dem, was intern gelebt wird, besteht aus meiner Sicht eine deutliche Diskrepanz.
Karriere/Weiterbildung
Viele Weiterbildungen in der Pflege jedoch immer alles für alle obligatorisch.
Gehalt/Benefits
Gratis Kaffee und Znüni, Früchte oder ein Glace bei einem Hitzetag sind eine nette Geste, gehören für mich aber eher zu den üblichen Benefits. Wirklich besondere Zusatzleistungen sind das nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Food Waste wird thematisiert, im Alltag aber nicht konsequent vermieden. Weshalb dürfen Mitarbeitende übrig gebliebene Speisen nicht mitnehmen, wenn diese anschliessend ohnehin entsorgt werden? Hier würden sich einfache und sinnvolle Lösungen anbieten.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der eigenen Teams funktioniert der Zusammenhalt gut. Abteilungsübergreifend sieht es leider anders aus. Neid, Konkurrenzdenken und die unterschiedliche Behandlung einzelner Führungskräfte erschweren die Zusammenarbeit.
Vorgesetztenverhalten
Einzelne Abteilungsleitungen werden offensichtlich bevorzugt. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass sich Führungskräfte lieber im Büro aufhalten, statt sich mit den Mitarbeitenden und den Herausforderungen an der Front auseinanderzusetzen. Wertschätzung und echtes Interesse an den Menschen, die täglich den Betrieb sicherstellen, kommen zu kurz.
Arbeitsbedingungen
Die Stimmung und Unsicherheit, insbesondere in der Hotellerie, belasten das Arbeitsumfeld. Auch die Unterstützung durch das HR hat deutlich nachgelassen. Früher gab es zumindest eine Ansprechperson, die echtes Interesse an den Anliegen der Mitarbeitenden zeigte. Heute steht man häufig vor verschlossenen Türen oder wird, je nach Ansprechperson, wenig freundlich behandelt.
Kommunikation
Von einer offenen und ehrlichen Kommunikation ist wenig zu spüren. Vieles läuft hinter dem Rücken der Betroffenen. Es wird viel getratscht, auch auf Führungsebene. Am Mittagstisch wird über andere Mitarbeitende und Führungskräfte gesprochen, besonders gerne über Personen, die nicht mehr im Unternehmen tätig sind. Deren Arbeit und Leistungen werden im Nachhinein schlechtgemacht. Da stellt sich schon die Frage, ob damit das eigene Verhalten gerechtfertigt werden soll.
Auch die Mitarbeiterbefragung hat bei mir Fragen aufgeworfen. Aufgrund der Art der Fragen und Antworten war teilweise erkennbar, von wem eine Rückmeldung stammen könnte. Zudem war es möglich, die Befragung mehrfach auszufüllen. Wie aussagekräftig und anonym sind solche Ergebnisse tatsächlich? Eine Mitarbeiterbefragung sollte Vertrauen schaffen und ehrliche Rückmeldungen ermöglichen, nicht zusätzliche Unsicherheit auslösen
Gleichberechtigung
Die Gleichbehandlung ist aus meiner Sicht nicht gegeben. Einzelne Abteilungsleitungen geniessen Vorteile, während andere nicht dieselbe Unterstützung oder Anerkennung erfahren.