AMAG Group Logo

AMAG 
Group
Bewertung

Toxisches Arbeitsumfeld in der AMAG Autowelt Zürich (Dübendorf): massive Überlastung, Druck und fehlender Respekt

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei AMAG Automobil- und Motoren AG in Dübendorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Marke und das Produktumfeld sind attraktiv. Einzelne Kolleginnen und Kollegen waren menschlich korrekt und unterstützend, ohne diese wäre die Situation noch schwerer auszuhalten gewesen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ein Arbeitsumfeld, das durch Druck, Ungleichbehandlung und respektlose Führung geprägt ist. Massive Überlastung ohne Schutz. Fehlende Konsequenzen bei problematischem Führungsverhalten. Für mich gesundheitlich nicht tragbar.

Verbesserungsvorschläge

- Führungskräfte konsequent auf respektvolle Kommunikation und Verantwortung schulen
- Verhaltensgrundsätze, welche jedem neuen Mitarbeitenden als Handbuch ausgehändigt werden, müssen auch bei Führungspersonen verbindlich durchgesetzt werden
- Überlastung strukturell verhindern und ernst nehmen
- Einheitliche Massstäbe für alle Mitarbeitenden einführen
- Psychische Gesundheit aktiv schützen und nicht relativieren
- Kritik ermöglichen, ohne Mitarbeitende unter Druck zu setzen

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war dauerhaft angespannt und von Druck geprägt. Sogar kleinste Fehler wurden überproportional hart kommentiert, teilweise vor anderen Mitarbeitenden. Statt einer professionellen Umgebung herrschte ein Klima, in dem man jederzeit mit Kritik oder Blossstellung rechnen musste. Arbeiten war dadurch nicht ruhig und konzentriert möglich, sondern fand unter permanenter Anspannung statt.

Image

Das Image der AMAG ist stark. Umso enttäuschender war es, zu erleben, dass der Arbeitsalltag (zumindest in meinem Bereich in Dübendorf) diesem professionellen Bild nicht entsprach.

Work-Life-Balance

Eine Work-Life-Balance existierte nicht. Über Wochen hinweg waren sehr lange Arbeitstage die Regel, verbunden mit hoher Verantwortung und massivem Zeitdruck. Gleichzeitig bestand die Erwartung, dass alles innerhalb der regulären Arbeitszeit erledigt wird, obwohl das objektiv nicht möglich war. Die dauerhafte Überlastung führte zu erheblichen gesundheitlichen Problemen mit medizinischer Behandlung. Diese Belastung war weder nachhaltig noch zumutbar.

Karriere/Weiterbildung

Entwicklungsmöglichkeiten und Schulungen wurden in Aussicht gestellt, jedoch wiederholt verschoben oder grundlos abgesagt. Eine tatsächliche Förderung fand nicht statt. Der Eindruck entstand, dass Mitarbeitende vor allem funktionieren sollen, solange sie belastbar sind.

Gehalt/Benefits

Branchenüblich und in Ordnung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach aussen präsentiert sich die AMAG als werteorientierter Konzern. Im Arbeitsalltag wurden diese Werte jedoch nicht gelebt. Die Diskrepanz zwischen Image und Realität war in meinem erlebten Fall gross.

Kollegenzusammenhalt

Es gab klare Unterschiede in der Behandlung einzelner Mitarbeitender. Während gewisse Personen deutlich bevorzugt wurden, galten für andere (inklusive mir) spürbar strengere Massstäbe. Das untergrub den Zusammenhalt im Team und führte zu einem Klima von Vorsicht, Misstrauen und Schweigen. Ein echtes Teamgefühl konnte so nie entstehen.

Umgang mit älteren Kollegen

Dazu kann ich wenig sagen. Insgesamt entstand jedoch der Eindruck, dass Respekt und Umgang stark davon abhingen, wie jemand intern positioniert war und nicht von Leistung oder Verhalten.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der direkten Führung war der grösste Problempunkt. Der Führungsstil war autoritär, respektlos und von Machtausübung geprägt.

Konkret zeigte sich dies durch:

- Zurechtweisungen vor anderen Mitarbeitenden
- Abwürgen oder Lächerlichmachen von Erklärungen
- permanentes Kontrollieren (z. B. stilles Beobachten über längere Zeit)
- Druck mit Vertragsauflösung und das Schreiben von schlechtem Arbeitszeugnis
- fehlendes Verständnis bei Krankheit trotz ärztlicher Zeugnisse

Gesundheitliche Belastungen wurden nicht ernst genommen, sondern relativiert. Dieses Verhalten hatte direkte negative Auswirkungen auf meine Gesundheit.

Arbeitsbedingungen

Der Einstieg war schlecht organisiert: fehlende Zugänge, fehlende Ausstattung (Arbeitskleidung) und keine klaren Strukturen. Auch später blieb vieles chaotisch und wurde auf einzelne Mitarbeitende abgewälzt. In Spitzenzeiten war die Arbeitslast für eine Person nicht bewältigbar. Statt struktureller Lösungen wurde erwartet, dass dies durch Mehrarbeit kompensiert wird.

Kommunikation

Kommunikation zwischen Vorgesetzten und mir fand nie auf Augenhöhe statt. Gespräche waren einseitig, Erklärungen wurden unterbrochen oder gar nicht zugelassen. Kritische Rückfragen sind unerwünscht. Gespräche dienten nicht der Klärung, sondern der Durchsetzung von Autorität. Probleme konnten nicht offen angesprochen werden und blieben ungelöst.

Gleichberechtigung

Gleichbehandlung war nicht gegeben. Identische Situationen wurden je nach Person unterschiedlich bewertet. Während bei einigen Mitarbeitenden Verspätungen oder Fehler toleriert wurden, führten vergleichbare Situationen bei mir zu harscher Kritik und Blossstellung vor dem Team. Leistung wurde nicht objektiv beurteilt, sondern abhängig von Person und Status.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben selbst waren grundsätzlich interessant und anspruchsvoll. Inhaltlich hätte die Stelle Potenzial gehabt. Dieses Potenzial wurde jedoch vollständig durch das Arbeitsklima, die Überlastung und den Führungsstil zunichtegemacht. Am Ende blieb nicht die berufliche Weiterentwicklung, sondern Erschöpfung.

2Hilfreichfinden das hilfreich5Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Nicole Jans, Leiterin HR Development
Nicole JansLeiterin HR Development

Lieber ehemaliger Kollege

Besten Dank für dein ausführliches und offenes Feedback. Es tut mir leid zu lesen, dass du bei uns so negative Erfahrungen gemacht und du die AMAG mit einem schlechten Eindruck verlassen hast.

Deine Schilderung entsprechen nicht unserem Verständnis von gutem Führungsverhalten oder einer wertschätzenden Arbeitsatmosphäre. Es ist absolut nicht in unserem Sinne, dass durch respektloses Verhalten oder Überlastungen gesundheitliche Probleme entstehen.

Deine konkreten Verbesserungsvorschläge sind wertvoll für uns. Wir werden sie zum Anlass nehmen, um besser zu verstehen, das in deinem Bereich konkret schiefgelaufen ist. So können wir ähnliche Situationen zukünftig vermeiden.

Ich wünsche dir für deinen weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.