Goldene Zeiten vorbei: Wenn Manager statt Leader regieren und das System nur noch funktionieren muss.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Sozialleistungen und besonders hervorzuheben ist zudem der starke Zusammenhalt innerhalb einzelner Teams. Das Engagement loyaler Kollegen ist oft das Einzige, was den Arbeitsalltag noch erträglich macht und dafür sorgt, dass man überhaupt noch gerne zur Arbeit kommt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende psychologische Sicherheit, mangelnde Wertschätzung und eine "Manager-Mentalität", die echte Führung und Innovation ersetzt hat.
Früher fühlte sich das Unternehmen wie eine Familie an. Heute ist man nur noch ein kleines Rädchen in einem immer unpersönlicher werdenden System.
Verbesserungsvorschläge
Kernkompetenzen sollten wieder ins Zentrum gerückt werden.
Führungskräfte sollten wieder zu echten Leadern werden und eine ehrliche Fehlerkultur vorleben. Es ist essenziell, Ressourcen fair zu verteilen und Schlüsselpositionen konsequent nach Kompetenz und Eignung zu besetzen, statt offensichtliche Fehlbesetzungen in Kauf zu nehmen. Das Ziel muss ein echtes Miteinander sein. Die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern muss wieder zur gelebten Realität werden, anstatt nur eine leere Floskel in den Leitlinien zu sein. Nur wenn Kompetenzen und menschlicher Respekt wieder die Basis bilden, wird die AMAG wieder ein attraktiver Arbeitgeber.
Arbeitsatmosphäre
In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen stark verändert – leider nicht zum Positiven. Früher war es familiär, heute unpersönlich. Man fühlt sich oft nur noch als austauschbare Nummer in einem starren System.
Psychologische Sicherheit ist kaum vorhanden, Wertschätzung fehlt im Alltag, und Fehler werden häufig an der falschen Stelle gesucht, statt gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Image
Nach aussen hin modern und mitarbeiterorientiert, doch die interne Realität hält dem Vergleich leider nicht stand.
Work-Life-Balance
Wird nach aussen als Marketing-Tool genutzt, scheitert aber an der Realität. Fehlende Ressourcen führen zu massiver Überlastung.
Die Verantwortung wird auf die Mitarbeitenden abgewälzt, die aus Solidarität auf Pausen oder frei verzichten, um die ohnehin belasteten Kollegen nicht im Stich zu lassen
Karriere/Weiterbildung
Individuelle Förderung wirkt eher zufällig; Eigeninitiative wird durch die starren Strukturen oft im Keim erstickt. Aufstiegsmöglichkeiten scheinen oft nicht an Kompetenz gekoppelt zu sein, was zu Fehlbesetzungen in Führungsebene führt.
Interne Kurse wirken weniger wie echte Förderung, sondern zielen eher auf eine Art 'Brainwashing' ab, um die Mitarbeitenden auf die neue, unpersönliche Linie einzuschwören.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist okay, allerdings fehlt es an Transparenz und Fairness: Wer besser verhandelt, bekommt mehr – Leistung ist zweitrangig.
Sozialleistungen sind top.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach aussen präsentiert sich das Unternehmen als werteorientiert, doch im Alltag ist davon wenig zu spüren. Die Kluft zwischen dem polierten Image und der tatsächlichen internen gelebten Realität ist deutlich: Marketing-Anspruch und gelebte Praxis klaffen weit auseinander.“
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt untereinander ist das Einzige, was den Arbeitsalltag oft noch erträglich macht.
Während der Grossteil der Kollegen hervorragend an einem Strang zieht, gibt es jedoch vereinzelt Dynamiken, die das Arbeitsklima belasten und die Zusammenarbeit erschweren. Dieses Verhalten wird nicht angemahnt, sondern teilweise von den Vorgesetzten sogar noch unterstützt und toleriert.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Mitarbeitende sind kaum noch zu finden oder man bekommt das Gefühl, dass sie systematisch herausgedrängt werden.
Vorgesetztenverhalten
Agieren als Verwalter/Manager statt als Vorbilder.
Fehler werden gezielt gesucht und zugeschrieben, statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Zudem scheint die Führung oft nach persönlicher Sympathie, statt nach sachlicher Objektivität zu handeln, was die bestehenden Spannungen zusätzlich verschärft.
Kritische Stimmen oder offenes Feedback werden nicht als Chance gesehen; stattdessen muss man eher um den Job bangen.
Arbeitsbedingungen
Ineffiziente Ressourcenplanung: Während manche Bereiche unter der Last zusammenbrechen, ist die Personalverteilung an anderen Stellen nicht nachvollziehbar.
Kommunikation
Vorschläge der Mitarbeiter werden ignoriert oder unterdrückt. Die Kommunikation ist einseitig (Top-down), intransparent und es herrscht eine Kultur, in der Fehler gesucht werden, anstatt sie offen und konstruktiv anzusprechen.
Gleichberechtigung
Von Gleichbehandlung keine Spur: Identische Situationen wurden je nach Sympathie völlig unterschiedlich bewertet. Während bei einigen über Fehler oder mangelnder Leistung hinweggesehen wurde, führten vergleichbare Fälle bei anderen zu Abmahnungen. Eine objektive Leistungsbeurteilung findet nicht statt.
Interessante Aufgaben
Das Potenzial der Aufgaben ist eigentlich hoch, wird aber durch überbordende Bürokratie im Keim erstickt. Man ist nur noch ein Rädchen im Getriebe, das funktionieren muss, statt sich auf die eigentlichen Kernkompetenzen konzentrieren zu können. Der administrative Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis.


