Enttäuschung mit acht Buchstaben.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die technische Ausstattung ist gut und die Visualisierung der Ergebnisse für den Kunden ist gut. Die IT ist wirklich super! Da hörts aber schon auf. Solange man nützlich ist, ists zu ertragen. Danach: nichts.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mehr oder weniger alles.
Verbesserungsvorschläge
Ein humaner und vor allem audiologisch-fachlicher Umgang wäre mal ein Anfang. Korrelation und Sprachaudiogramm kennt hier auch keiner.
Arbeitsatmosphäre
Je nach Shop und Auslastung, tendenziell jedoch nicht zumutbar. Akustisch mitunter unzureichende Schallisolierung, überhitzte Räume ohne Lüftung sind keine Seltenheit;
Kommunikation
Kommunizierte Massnahmen werden umgesetzt, wie es der Cluster-Leitung und deren Vorgesetzten gerade passt - nicht wie bspw. audiologisch notwendig, oder gar auf der Webseite gegenüber den Kunden kommuniziert.
Kollegenzusammenhalt
Teilweise existiert eine Art von Zusammenhalt, im Regelfall gönnt man sich hier aber ausserhalb des eigenen Shops nichts.
Work-Life-Balance
Leb den Job, oder geh. Das scheint das Credo zu sein. Wer wirklich gewissenhaft arbeitet, arbeitet auf Überstunden hin. Der Prozess ist auf eine Experience ausgelegt mit dem Ziel, möglichst viel Marge zu fahren - auch, wenn der Kunde audiologisch gut versorgt ist. Wer notwendige Messungen durchführt, bleibt auf der Strecke. Messboxchecks existieren nicht. Die Terminplanung geht nach dem Giesskannen-Prinzip.
Vorgesetztenverhalten
Kommunikation von oben nach unten herab. Respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe, heisst es immer - effektiv läuft es darauf hinaus, dass einseitig kommuniziert wird. Man attestiert tlw. gute Leistungen, suggeriert im selben Zuge aber das genaue Gegenteil.
Gaslighting und Eigenprojektion von Stress auf den Arbeitnehmer ist keine Seltenheit.
Mehrfach selbst erlebt, wie nach der Kündigung auch noch schlecht über ArbeitnehmerInnen gesprochen wurde und das auch noch derb.
Interessante Aufgaben
Nicht wirklich. Standardhandwerk eben.
Gleichberechtigung
Kann ich nicht bewerten, zu wenig darüber mit KollegInnen ausgetauscht. Daher bleibts bei 3 Sternen.
Arbeitsbedingungen
Raum-Klima in Zeiten des Klimawandels nicht ausreichend zu berücksichtigen ist ein No-Go. Hitze ist eine Sache - aber Belüftung nicht sichergestellt… ich war in vielen Shops der Schweizer Amplifon und nicht selten war der CO2 Gehalt im oberen Grenzbereich, teilweise deüber. Nicht empfehlenswert. Oft genug mit Kopfschmerzen und Übermüdung rausgegangen. Sicherheitsabteilung hat die Firma überdies auch nicht. Seit einem durch eine mit angestellte Fachkraft verursachten Arbeitsunfall leide ich selbst an Tinnitus. Antwort der HR: „Hoffentlich wird das besser. Und sonst: du weißt, wo du dich beraten lassen kannst.“ Von Verantwortung und Arbeitnehmerschutz durch Arbeitssicherheit kann hier keine Rede sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Extrem viel Papierabfall, trotz wirklich guter Digitalisierung. Dafür immerhin zwei Sterne.
Gehalt/Benefits
Deutlich unter dem Schnitt. Man vertritt mehr eine „Tischkicker-Mentalität“. Klar: ein grosses Event, vmtl noch durch Sponsoren getragen, ist halt günstiger als angemessene Gehälter. Für Führungskräfte fällt dafür genug ab.
Image
Man gibt sich halt als super toll und kundenorientiert - die jüngste Generation ist allerdings soweit, dass sie scheints jetzt hinter die Fassade schaut.
Karriere/Weiterbildung
Gibts schon in Form von Standardverträgen mit langfristiger Bindung - allerdings immer zugunsten des Arbeitgebers. Wenn ihm die Fortbildung grad nicht passt, Pech gehabt. Ihr seid in der Ausbildung und irgendwas in der Bilanz stimmt grad nicht? Kann gut sein, dass du morgen direkt woanders schauen darfst.