Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Arcplace 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Die Wahrheit hinter den Kulissen

1,7
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Arcplace AG in Zürich gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Wertschätzung gegenüber der Belegschaft. Ob Mitarbeitende sich überlastet, unwohl, vernachlässigt oder vor den Kopf gestoßen fühlen, scheint nicht relevant zu sein. Ausschlaggebend sind vor allem Verrechenbarkeit, vollständiges Commitment und die Teilnahme an sinnlosen Events. Das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden scheint hinter dem der Büropflanzen zurückzustehen.

Verbesserungsvorschläge

Das Management klarer strukturieren und verkleinern. Interne Probleme offen ansprechen und nicht verharmlosen. Zudem sollte die Rolle und der Einfluss der Personalabteilung kritisch überprüft werden, da sie aktuell sehr stark in operative Themen eingreift und die größte nicht verrechenbare Abteilung darstellt, die Aufgaben übernimmt, die nicht in ihrem eigentlichen Verantwortungsbereich liegen. Fachkräfte sollten gefördert und langfristig gebunden werden, statt ausgeschöpft.

Arbeitsatmosphäre

Die meisten Mitarbeitenden arbeiten ungern vor Ort im Büro. Abwesenheiten werden scheinbar via Liste dokumentiert. Wenn im Büro mal wieder „tote Hose“ herrscht, werden schnell Schuldige gesucht. Meist Personen, die wegen Familie, Haushalt oder reduziertem Pensum weniger flexibel sind. Abteilungsspezifisch gelten jedoch andere Richtlinien, was schade ist, da zumindest die Personalabteilung eigentlich als gutes Beispiel vorangehen sollte.

Image

Es entsteht der Eindruck, dass nur wenige Mitarbeitende bereit sind, die Firma zu repräsentieren. Beispielsweise sind etwa die Hälfte der abgebildeten Personen auf der Webseite mittlerweile nicht mehr für das Unternehmen tätig. Die Webseite wurde vor rund zwei Jahren überarbeitet.

Da mittlerweile Fachkräfte fehlen, können Aufträge nicht mehr zeitnah und in der gewünschten Qualität erledigt werden. Kunden sehen das mittlerweile ziemlich deutlich. Die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen wirkt konfliktbeladen.

Work-Life-Balance

Bei geringer Auslastung müssen Überstunden konsequent abgebaut werden, bei hoher Arbeitslast wird man hingegen alleine gelassen. Erbrachte Leistungen und zusätzlicher Einsatz werden kaum wertgeschätzt. Bei krankheitsbedingten Abwesenheiten entsteht teilweise der Eindruck, sich gegenüber der Personalabteilung rechtfertigen zu müssen. Feedback zu Leistung gibt es meist erst dann, wenn sich ein Kunde beschwert. Dann herrscht plötzlich hektisches Chaos.

Karriere/Weiterbildung

Weiterentwicklungsgespräche wurden nach negativer Kritik eingeführt, bleiben jedoch reine Beschwichtigung, da Entwicklung aus Kostengründen nicht gewünscht ist.

Gehalt/Benefits

Es wäre interessant, nachvollziehbare Richtzahlen für die jeweiligen Positionen zu erhalten, da HR häufig von marktgerechten Löhnen spricht, diese aber nicht belegt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In schwierigen Situationen werden Mitarbeitende oft vor vollendete Tatsachen gestellt, die in vielen Fällen wenig nachvollziehbar oder irrational wirken. Die Fluktuationsrate ist entsprechend hoch. Insbesondere die Art und Weise wie Personen das Unternehmen verlassen und wie damit umgegangen wird, ist erschreckend.

Kollegenzusammenhalt

Unliebe Aufgaben werden weitergereicht, Ferien müssen im Team geregelt werden, was oft zu Konflikten führt. Know-how wird nur selektiv weitergegeben.

Umgang mit älteren Kollegen

Kurz und knapp: Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden ist fraglich und teilweise ziemlich respektlos. Kader ausgenommen.

Vorgesetztenverhalten

Mehrere fachlich und menschlich geschätzte Führungskräfte haben das Unternehmen verlassen, mussten gehen oder möchten diese Rolle nicht mehr ausüben. Die aktuellen Kadermitglieder besitzen weder die erforderliche Ausbildung noch die nötige Sozialkompetenz, was täglich sichtbar ist.

Arbeitsbedingungen

Trotz Open-Space sind einige Arbeitsplätze dauerhaft besetzt. Gewisse Personen essen direkt am Arbeitsplatz, was störend und unhygienisch ist.

Kommunikation

Neue Mitarbeitende werden erst ein Wochenende vor dem Startdatum angekündigt. Informationen zur Gesamtorganisation, wie die Zusammenführung zweier Abteilungen, werden ohne Vorankündigung in einem Sondermeeting bekanntgegeben. Kündigungen werden erst Wochen oder Monate später kommuniziert. Standorte werden bewusst getrennt informiert, leider verliert das Scancenter immer mehr an Bedeutung.

Seit Jahren wird dies so praktiziert und vom Management aktiv gelebt. Für viele stellt dies ein deutliches Führungsversagen dar.

Interessante Aufgaben

Werden anderen Rollen zugeteilt. Man kann sich praktisch nicht weiterentwickeln.


Gleichberechtigung

HilfreichHilfreich?2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Daphne Rich, Head Human Resources
Daphne RichHead Human Resources

Liebe:r Mitarbeiter:in

Vielen Dank für das ausführliche und differenzierte Feedback. In den letzten Monaten haben wir einige organisatorische Anpassungen gemacht, die verschiedene Veränderungen mit sich gebracht haben. Deine kritische Rückmeldung nehmen wir ernst und haben die Punkte bereits intern diskutiert. Wir sehen verschiedene Ansatzpunkte, die uns Inputs für die Weiterentwicklung geben, insbesondere bzgl. Kommunikation und Information.

Gerne möchten wir einzelne Punkte sachlich einordnen:

Präsenzregelung / Büroanwesenheit: Für alle Abteilungen an den Standorten Zürich und Lausanne gilt dieselbe Regelung, bis zu 50% der Arbeitszeit im Homeoffice arbeiten zu können. Mit unserer Regelung sind wir bestrebt, grösstmögliche Flexibilität bei der Vereinbarkeit zwischen Privatleben und dem Arbeitsalltag zu bieten.

Karriere / Weiterentwicklung: Weiterentwicklung ist uns wichtig, sie erfolgt gezielt und in Abhängigkeit von Rolle, Bedarf, Stärken und organisatorischen Möglichkeiten.

Löhne und Marktvergleich: Wir nehmen jährlich an der Swiss ICT Salärstudie teil und nutzen diese Daten als Benchmark unserer IT-Löhne. Ebenso lassen wir alle vier Jahre freiwillig unsere Löhne durch einen externen Partner auf Lohngleichheit zwischen Mann und Frau sowie Marktgerechtigkeit prüfen.

Umgang mit Abwesenheiten: Bei krankheitsbedingten Abwesenheiten führen wir sogenannte Absenzgespräche. Ziel dieser Gespräche ist es ausdrücklich nicht, Druck auszuüben, sondern gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu verstehen, was wir als Arbeitgeber tun können, um Belastungen zu reduzieren und zukünftige Absenzen zu verringern oder zu vermeiden. Deine gegensätzliche Wahrnehmung nehmen wir ernst und werden diese in die laufende Reflexion des Prozesses einfliessen lassen.

Austritte: Unser Anspruch ist es, Austritte wenn möglich zu vermeiden, indem wir das Gespräch suchen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Kommt es dennoch zu Trennungen, legen wir Wert auf einen möglichst professionellen, respektvollen und fairen Umgang mit den austetenden Mitarbeitenden. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass Trennungssituationen subjektiv sehr unterschiedlich erlebt werden können.

In den letzten Jahren habe ich als Head HR neben klassischen HR‑Aufgaben auch verstärkt Themen der Organisationsentwicklung ünterstützt. Ziel war es, Strukturen, Zusammenarbeit und Führung weiterzuentwickeln. Dass diese Rollenentwicklung und ihre Abgrenzung nicht überall ausreichend klar angekommen ist, nehme ich als wertvollen Input auf.

Wir danken für das offene Feedback. Veränderung braucht Zeit, Dialog und die gemeinsame Verantwortung, Dinge weiterzuentwickeln und miteinander zu lernen.

Beste Grüsse
Daphne

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.