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Baumer 
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(Schweiz)
Bewertung

Gutes Team, aber Führung, fehlende Transparenz und starre Rahmenbedingungen bremsen alles aus

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Baumer Electric AG in Frauenfeld gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv sind aus meiner Sicht ganz klar das Team, die Produkte, die Parkplätze, die Pensionkasse und die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Vor allem das Team ist ein echter Pluspunkt: Die Zusammenarbeit ist kollegial, unterstützend und im Alltag deutlich besser, als es die Rahmenbedingungen eigentlich vermuten lassen würden. Die Grundlage für einen guten Arbeitgeber wäre also grundsätzlich vorhanden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Negativ fallen für mich vor allem das Führungsverhalten, die mangelnde Transparenz, die schwache Kommunikation und die immer weiter eingeschränkte Flexibilität auf. Maximal zwei Homeoffice-Tage im Monat sind für mich nicht mehr zeitgemäß. Besonders widersprüchlich wirkt auf mich außerdem die Auslegung von Vertrauensarbeitszeit, wenn gleichzeitig Kernarbeitszeiten und Anwesenheitserwartungen bestehen, aber mögliche Überzeit nicht sauber nachvollziehbar erfasst wird. Auch dass Kununu-Beiträge aus dem März 2026, an die ich mich erinnere, inzwischen nicht mehr auffindbar sind, passt für mich nicht zu einem transparenten Gesamtbild, auch wenn ich nicht beurteilen kann, warum er verschwunden ist

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte deutlich mehr mit der Zeit gehen und moderne Arbeitsmodelle ernst nehmen, statt Flexibilität weiter einzuschränken. Es braucht aus meiner Sicht mehr Vertrauen, mehr nachvollziehbare Transparenz und vor allem Führungskräfte, die präsent sind, Orientierung geben und das operative Geschäft wirklich kennen. Kommunikation sollte klarer, direkter und verlässlicher sein, damit nicht der Flurfunk schneller ist als der offizielle Informationsweg. Insgesamt wäre schon viel gewonnen, wenn Motivation und Eigenverantwortung stärker gefördert würden als Kontrolle und starre Rahmenbedingungen.

Arbeitsatmosphäre

Im Team ist die Atmosphäre sehr gut. Die Zusammenarbeit ist kollegial, unterstützend und im Alltag angenehm. Gerade deshalb fällt umso stärker auf, wie sehr die Stimmung leidet, sobald die Führungsebene stärker hineinwirkt. Dann entsteht aus meiner Sicht oft eher Distanz als Orientierung. Das Problem ist für mich nicht das Team, sondern das Umfeld und der Führung, in dem es arbeiten muss.

Kommunikation

Die Kommunikation ist aus meiner Sicht deutlich schwächer, als es der eigene Anspruch vermuten lässt. Häufig ist der Flurfunk schneller als der offizielle Informationsweg. Transparenz wird zwar betont, im Alltag aber zu wenig gelebt. Dazu passt für mich auch, dass Kununu-Beiträge aus dem März 2026, an die ich mich erinnere, inzwischen nicht mehr auffindbar sind. Woran das liegt, kann ich nicht beurteilen. Genau diese Unklarheit steht für mich aber nicht für Offenheit, sondern lässt eher Raum für Interpretationen.
Es wird mit kurzen Entscheidungswegen geworben und es wirkt so, als wäre man stolz darauf. Allerdings erlebe ich das gegenteilig. Manche Vorgesetzten trauen sich nicht zu entschieden, andere gehen mit gutem Beispiel voran und werden dann von der GL, oder den langwierigen Prozessen ausgebremst.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist super. Hier gibt es nichts auszusetzen. Die Kolleginnen und Kollegen nehmen sich Zeit, wenn man Fragen hat und unterstützen wo sie können. Immer offener Erfahrungsaustausch. Es wird gemeinsam an Themen gearbeitet und auch mal für den anderen ein paar extra Meter gegangen.

Work-Life-Balance

Es wird von Vertrauensarbeitszeit gesprochen, obwohl es Kernarbeitszeiten und klare Anwesenheitserwartungen gibt. Eine nachvollziehbare Erfassung möglicher Überzeit fehlt aus meiner Sicht aber. Für mich passt das nicht zusammen. Entweder ist es Vertrauensarbeitszeit, oder eben nicht. In der jetzigen Form wirkt es für mich eher wie ein Begriff, der gut klingt, im Alltag aber nicht konsequent gelebt wird.

Zitat aus den aktuellen Stellenbeschreibungen: "Bei uns findet Zusammenarbeit dort statt, wo Ideen entstehen: gemeinsam vor Ort. Darum setzen wir bewusst auf 100% Arbeit vor Ort - für eine enge Zusammenarbeit, kurze Wege und eine lebendige Unternehmenskultur."

In den allgemeinen Rahmenbedingungen wird den Mitarbeitern zwei Tage mobiles Arbeiten pro Monat bei triftigen Gründen gewährt. Dieses Kontingent ist für mich persönlich nicht mehr zeitgemäß. Für mich macht es den Eindruck, dass dem Arbeitgeber mobiles Arbeiten ein Dorn im Auge ist und die Möglichkeit am Liebsten ganz abschaffen würde.

Vorgesetztenverhalten

Hier liegt für mich einer der größten Kritikpunkte. Aus meiner Sicht fehlt es an Führung, Präsenz, Überblick und echtem Interesse am Arbeitsalltag der Mitarbeitenden. Entscheidungen wirken teilweise weit weg vom tatsächlichen Geschehen. In Meetings hatte ich mehrfach den Eindruck, dass die Aufmerksamkeit nicht immer wirklich beim Thema liegt. Das schafft weder Vertrauen noch das Gefühl, ernsthaft geführt zu werden.

Interessante Aufgaben

Die Produkte und Aufgaben sind grundsätzlich interessant. Schade ist nur, dass vieles durch die Rahmenbedingungen und das Führungsumfeld unnötig an Attraktivität verliert.

Gleichberechtigung

Mein Eindruck ist, dass Management- und Business-Interessen klar Vorrang haben. Die Perspektive der Mitarbeitenden wirkt im Vergleich dazu oft nachrangig.

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich nicht fundiert beurteilen, daher bewerte ich diesen Punkt neutral.

Arbeitsbedingungen

Die Rahmenbedingungen wirken auf mich insgesamt eher starr als modern. Gerade beim Thema Homeoffice und Arbeitszeit fehlt für mich eine zeitgemäße und nachvollziehbare Ausgestaltung.
Arbeitsmaterial ist in Ordnung und höhenverstellbare Tische.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Bewerte ich neutral. Es wird auf Solarenergie gesetzt und die Mülltrennung wie in der Schweiz gefordert durchgeführt.

Gehalt/Benefits

Gehalt unter dem Durchschnitt, Pensionskasse gut, ein finanziell stabiles Unternehmen.
Das reicht für mich aber nicht aus, um die restlichen Schwächen auszugleichen.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen solide, modern und transparent. Im Arbeitsalltag deckt sich dieses Bild aus meiner Sicht jedoch nur teilweise mit der Realität. Gerade bei Themen wie Führung, Kommunikation und Transparenz klaffen Anspruch und Eindruck für mich deutlich auseinander.

Karriere/Weiterbildung

Nach meinem Eindruck wird Weiterbildung eher begrenzt unterstützt. Soweit ich es mitbekommen habe, ist eher eine Reduktion der Arbeitszeit möglich, eine finanzielle Unterstützung scheint dagegen nicht selbstverständlich zu sein. Das wirkt insgesamt eher zurückhaltend als entwicklungsfördernd.

3Hilfreichfinden das hilfreich6Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Christoph Suter, HR Leiter Schweiz
Christoph SuterHR Leiter Schweiz

Danke für dein offenes Feedback und die positiven Worte zu Team und Produkten.

Zusammenarbeit vor Ort ist für uns zentral, weil direkter Austausch und kurze Wege nachweislich zu besseren und schnelleren Ergebnissen führen. Mobiles Arbeiten bleibt in begründeten Fällen selbstverständlich weiterhin möglich.
Deine Anmerkungen zu Führung: Wir erwarten von unseren Führungskräften eine hohe fachliche Kompetenz – das gilt für Team- wie auch Projektleiter. Gleichzeitig entwickeln wir ihre Führungskompetenzen gezielt weiter.
Kununu-Bewertungen: Es ist nicht unsere Haltung, Kritik pauschal löschen zu lassen (die Regeln von kununu lassen dies übrigens auch nicht zu). Die von dir erwähnte Bewertung enthielt Falschaussagen die wir bei kununu belegten und beanstandeten. Nach der Überarbeitung durch den Verfasser ist sie nun ganz regulär wieder online.

Wir wünschen alles Gute und beste Grüsse

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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