Meine subjektive Einschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der perfekte Ort, um zu lernen, wie man ein Unternehmen nicht führt
Verbesserungsvorschläge
Ich kann jede Aussage des vorherigen Posts vollumfänglich unterstützen!
- Viel Gerede, wenig Umsetzung. Formale strategische Massnahmenpakete (SMPs) erhalten ein Häckchen, ohne dass ein messbarer Effekt oder Nutzen sichtbar wäre.
- Das Management wirkt mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation klar überfordert. In einer finanziell kritischen Lage fehlt eine erkennbare Strategie.
- Es werden Entlassungen vorgenommen, ohne dass klar ist, wie es danach weitergehen soll. Stattdessen kommt das Management mit neuem lächerlichem Motto wie "Yes we can, let's do it"...
- Neue, stark salesorientierte Verträge wurden Projektleitern und Consultants aufgezwungen. Die Betroffenen wurden dabei nicht ausreichend einbezogen, die Erwartungen waren unrealistisch und die Botschaft lautete sinngemäss: akzeptieren oder gehen. Das Ergebnis: Heute sind die meisten weg, selber gekündigt oder entlassen worden.
- Das Management denkt vielfach veraltet und unflexibel. Bei einigen entsteht der Eindruck, dass sie vor allem hoffen, die letzten Jahre bis zur Pensionierung noch zu überstehen.
- Zwischen den Business Areas bestehen grosse Silos, wenn es um das Erreichen finanzieller Ziele geht. Der Zusammenhalt wirkt oft nur oberflächlich.
- Wie bereits in anderen Bewertungen beschrieben, sind Mitarbeitende letztlich oft nur eine Personalnummer. Solange ein Business Area Manager (eine Fancy Formulierung für eine Salesperson) Interesse daran hat, jemanden beim Kunden zu platzieren, ist man der beste Freund. Fällt dieses Interesse weg, wird man schnell vergessen.
- Mitarbeitergespräche sind ebenfalls weitgehend eine Formalität. Kritische Rückmeldungen sind nicht erwünscht und verlaufen meist im Sand.
- Für Fehlentscheidungen des Managements gibt es kaum erkennbare Konsequenzen. Dazu gehören Investitionen, die sich nicht auszahlen, oder die bekannte Hire-and-Fire-Politik der letzten Jahre, die eine hohe Fluktuation verursacht und vermutlich Hunderttausende gekostet hat.
- Ich habe den Eindruck, das Unternehmen verliert im Kerngeschäft des Body-Leasings zunehmend an Boden. Der Unterschied zu einer gewöhnlichen Agentur besteht vor allem in einer nutzlosen schicken Vision und einigen kulturellen Prinzipien auf dem Papier. Im internen Alltag ist davon wenig zu spüren.
- Es gibt kaum ein Verständnis dafür, worin der eigentliche Mehrwert für Kunden liegt und warum diese sich für das Unternehmen entscheiden sollten. Dieses Verständnis fehlt teilweise sogar auf C-Level.
Arbeitsatmosphäre
eher depressive, mehrere Kolleginnen und Kollegen haben Angst, Ende des Monats auf der nächsten Entlassungsliste zu stehen
Kollegenzusammenhalt
Bei den meisten Kollegen ist der Zusammenhalt gut.
Work-Life-Balance
Home-office möglich, obwohl heute eher Standard
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind modern ausgestattet
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist durchschnittlich. Die vollständige Übernahme der Pensionskassenbeiträge durch den Arbeitgeber wird gerne als grosser Benefit dargestellt. Rechnet man diesen Vorteil jedoch in die Gesamtvergütung ein, landet man wieder beim Marktdurchschnitt. Weitere Benefits sind praktisch nicht vorhanden.
Image
bereits mehrfach gehört: Ah, du bist von der bbv… ihr hattet kürzlich grössere Layoffs
Karriere/Weiterbildung
In den letzten Jahren sehr schwierig

