Freizeit+Erholung adé willkommen im Dienstplan-Albtraum mit Augenringen. Ich war hier gefühlt ein Selbstbedienungsladen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die BLT ist wirklich einzigartig. Man lernt dort, wie man Überstunden als Lifestyle zelebriert, Pausen maximal minimal gestaltet und Freizeit nur als abstraktes mathematisches Konzept versteht. Wer schon immer davon geträumt hat, dass Vorgesetzte sich wie Kontrollinstanzen aufführen und Bürokräfte in ihrer eigenen Parallelwelt leben und sich selbst als totale Burner empfinden, ist hier genau richtig. Ganz ehrlich, so etwas erlebt man kein zweites Mal, ein echtes Abenteuer für Nerven und Geduld!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen, die den Betrieb am Laufen halten. Bei BLT wirkt vieles wie ein System, das sich selbst wichtiger nimmt als die Leute auf der Strecke. Dienstpläne werden gelegt, als ob Freizeit ein optionales Extra wäre. Ruhezeiten werden bis zum Anschlag ausgereizt, Überstunden fallen an und am Ende darf man noch diskutieren, ob alles korrekt erfasst wurde. Wer täglich draussen arbeitet, merkt schnell, dass die Realität auf der Strecke mit der Vorstellung in den Büros kaum etwas zu tun hat. Dort wird verwaltet, hier wird geschuftet, und Respekt oder echte Unterstützung sind eher seltene Erscheinungen. Dazu kommt eine Kultur aus Ausreden, Durchhalteparolen und merkwürdiger Verantwortungsverteilung. Probleme sind bekannt, aber Veränderungen passieren kaum oder viel zu spät. Gewerkschaft und Personalkommission wirken dabei eher wie Zuschauer als wie Vertretung der Mitarbeitenden. Gleichzeitig wird nach aussen ein sauberes Bild präsentiert, während intern viele längst am Limit laufen. Wer kritisch nachfragt, gilt schnell als Ketzer, obwohl genau das nötig wäre, um Missstände zu beheben. Am Ende bleibt der Eindruck eines Betriebs, der nach aussen funktioniert, intern aber wenig Interesse zeigt, Arbeitsbedingungen wirklich fair, planbar und menschlich zu gestalten. Tschüss Kollegahs!
Verbesserungsvorschläge
Ich habe gekündigt und lebe wieder. Plötzlich echte Pausen, erholsames Wochenende usw. kein Stress, keine absurden Schichten. Wer bei der BLT bleibt, nimmt bewusst Dauerbelastung, Frust und Burnout in Kauf. Wer geht, gewinnt Lebensqualität, Freizeit und ein faires Arbeitsumfeld. Die BLT sieht von aussen gut aus, intern ist es ein Betrieb, der seine Mitarbeitenden wie eine Zitrone behandelt. Wer seine Gesundheit, Zeit und Motivation schätzt, sollte sich hier nicht bewerben. Der Austritt ist die einzige Möglichkeit, wieder normale Arbeitsbedingungen und echte Lebensqualität zu bekommen. Aber es gibt ja Leute die kein Privatleben und keine Hobbies haben und so etwas brauchen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre bei BLT ist ein Lehrstück in Willkür und Dauerstress. Funk plärrt den ganzen Tag und Vorgesetzte vergessen Absprachen, aber egal interessiert ja keinen. Die Gewerkschaft sitzt daneben wie ein Zuschauer bei einem schlechten Theater, die Personalkommission nickt alles ab und die Teppichetage lebt in ihrer eigenen Welt, während die Mitarbeitenden auf der Strecke versuchen während der Fahrt nicht einzuschlafen und den Tag zu überstehen. Atmosphärisch ist das wie ein Dauerfeuerwerk aus Druck, Chaos. Kein Privatleben. Kein Respekt vor der arbeitenden Person.
Image
Geniesst bei sehr vielen Ex Mitarbeitern einen sehr schlechten Ruf. Ich weiss das aus erster Hand. Ich gehöre auch dazu. Bin froh diese ÖV Anstalt verlassen zu haben.
Work-Life-Balance
Work Life Balance nicht vorhanden. Stell dir noch ein Fax ins Zimmer oder wohne doch gleich im Depot. Kannst im Bus oder Tram schlafen wie unsere Stammkunden vom Bahnhof. Am besten noch mit einer Flasche Schnaps dann schläft man schneller ein. Man hat ja teilweise nur knapp 9h frei nach der Arbeit da muss man schauen wie man seine Batterien wieder aufladen kann.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung? Die Dienste sind lang, Ruhezeiten werden teilweise kaum eingehalten und Überstunden werden manchmal wirklich zur Norm, teilweise sogar ohne Bezahlung weil 1-2 Minuten zu wenig gestempelt wurde. Work-Life-Balance existiert praktisch nicht, Freizeit und Erholung zählen nicht und wer sich beschwert, wird ignoriert. Aber hey, man kann ja vor die Kamera stehen und viel Quatsch erzählen. Die Führungskräfte handeln eigensinnig, Entscheidungen sind manchmal echt zum davonlaufen, soziale Kompetenz bei manchen Vorgesetzen praktisch nicht vorhanden. Bürokräfte sitzen bequem in ihrer eigenen Parallelwelt, während die Streckenmitarbeitenden alles ausbaden müssen.
Gehalt/Benefits
13h Dienstschicht ist das eine Frechheit und dann noch die Leute fast zwei Wochen arbeiten lassen weil das Gesetz es erlaubt. Sicherheit an erster Stelle? Nope. Gehalt. Naja ziemlich mies finde ich. Und die 5 Wochen Ferien sind auch ein Witz wenn man bis in den Montag Morgen hineinarbeiten muss inkl. Sonntag.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein ist nur ein Schlagwort im Werbematerial und vor der Kamera. Da kriegt man Stunden aufgebrummt und Diskussionen das ist bodenlos. Bin mir vorgekommen wie eine Milchkuh die 10h, 13h, 14h pro Tag (je nach Einteilung) Geld generiert. Ich kann das alles belegen, was meine Rapporte sagen und was die Bürolisten behaupten sind zwei unterschiedliche Dinge. Sicherheit steht definitiv nicht an erster Stelle, sonst würde man das ändern!!!! Bis 4 Uhr morgens fahren und dann um 13 Uhr wieder 10h Dienst macht in der Summe 14h an nur einem Tag da kriegt man echt Platzangst.
Kollegenzusammenhalt
Die Gewerkschaft ist nicht zu gebrauchen. Personalkommission alles Softies die sich Honig um den Mund schmieren lassen. Erwarte nicht zu viel. Die sind eher Dekoration als sonst etwas. Der Beitrag an die Gewerkschaft ist verbranntes Geld. Da gehst du besser direkt zur UNIA oder schliesst eine private Rechtsschutzversicherung ab.
Umgang mit älteren Kollegen
Solange man der gleichen Meinung ist und das herrschende System verteidigt. Ansonsten such dir mit 60 einen Job mit deiner bescheidenen Ausbildung oder fliehe nach Thailand in die Pension.
Vorgesetztenverhalten
Kann nur empfehlen sich alles schriftlich geben zu lassen. Eine mysteriöse Vergesslichkeit treibt sich dort um. Vielleicht haben die Leute zu viel geschlafen? 9 to 5 Bürojob ist halt schon sehr anstrengend.
Arbeitsbedingungen
Ich gebe jedem einen Ratschlag. Nicht bei Stange halten lassen! Da wird viel Versprochen aber die Bürolisten müssen ja nicht Leiden auf der Strecke im Daily Business und ich als Fachkraft habe ja eh keine Ahnung vom Büisiness. Irgendwann wird es besser wir sind dran... Witzig lasst euch Zeit. Ihr müsst ja nicht in den Knast wenn ein Unfall passiert.
Kommunikation
Es war einfach nur Himmeltraurig die Kommunikation war totaler Müll. Einfach Chaos, nervig und teilweise agressiv.
Gleichberechtigung
Personalentscheidungen bei internen Stellebewerbungen sind zum Fremdschämen.
Interessante Aufgaben
Manche Leute fahren 30 Jahren die gleichen Strecken da wird man doch total weich in der Birne. Wenn du fast 2 Wochen am Stück arbeiten willst weil es das Schweizer ÖV Gesetz erlaubt bitte sehr. Hier bist du willkommen.

