Ich finde diese Arbeitsbedingungen respektlos gegenüber dem Fahrdienst, definitiv keine Wertschätzung und kritikunfähig.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gar nichts. Man kann nicht mal auf eine saubere Toilette, Händewaschen ist eine Katastrophe. Keine Papiettücher aber ein Luxus Wasserspender mit integriertem Föhn. Das WC Papier ist so dünn du kannst es als Fensterscheibe benutzen. Respekt an die BVB. Ich bin froh bei der BVB aufs WC zu können.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Noch viel mehr als ich hier schreiben kann.
Verbesserungsvorschläge
Die Machokultur umgehend beseitigen, kompetente Personen einstellen, die auch auf das Personal schauen und dafür sorgen, dass die Arbeit sie nicht krank macht. Faire Arbeitsbedingungen für den Arbeiter schaffen, er hält den Betrieb am laufen. Eventuell umfassender psychologischer Persönlichkeitstest für Managementfunktionen zwingend einführen.
Arbeitsatmosphäre
Als einfacher Chauffeur im Fahrdienst wird die kompromisslose JA-Sager Mentalität gefordert. Es wird mir ein freundschaftliches Verhältnis vorgespielt, die Du-Kultur praktiziert. Der Grund ist für mich klar, ständig ruft mich der Freund in Not an, ich müsse ihm helfen kommen. Wenn man ablehnt wird der Grund gleich aufgeschrieben. Ich erlebe eine Kultur von Machos, fehlender Weitsichtigkeit. Kritik wird oft persönlich genommen und dann schlüpft die Firma in die Rolle des Unschuldigen.
Image
Als Chauffeur kann ich sagen hier wird alles poliert was geht. Überall. Im Zeitungsartikel oder auf Websites, sie schauen überall und versuchen einzugreifen um die Sache besser darzustellen als es ist. Bspw. Unfälle. Sehr erstaunlich es kommt wenig in die Zeitung, ich weiss nicht warum.
Work-Life-Balance
Gesetzlich sind bis zu 13 Arbeitstage am Stück ohne Wochenende erlaubt, da wird auch gerne darauf hingewiesen. Ich habe schon Anrufe bekommen, ich soll doch auf meinen freien Tag verzichten und 11 Tage am Stück arbeiten. Eine Entschädigung dafür gibt es nicht, meiner Meinung sollte man sofort 100% Zulage bekommen. Eine Frechheit was sich der Betrieb erlaubt. Ich fühle mich mittlerweile massiv verfolgt und habe angst rauszugehen oder mein Handy anzuschauen. Überall ist die Leitstelle, teilweise auch in Zivilkleidung unterwegs.
Karriere/Weiterbildung
Du darfst auf Bewerbung eventuell in den Kontrolldienst und Tickets kontrollieren. Aber selbst wenn du eine krminalpolizeiliche Ausbildung hast, bekommst du eine Absage aus irgendwelchen Fantasiegründen.
Gehalt/Benefits
Als Handwerker oder auf der Baustelle verdiene ich mehr Geld. Da kriege ich sofort 6000 CHF ohne Diskussion. Hier bei dieser Firma 4500 aufwärts. Einfach lächerlich. Ich muss vielleicht im warmen Büro arbeiten dann krieg ich 8000 und mehr pro Monat, komme 8 Uhr bis 17 Uhr, habe Wochenende usw.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wenn man zum normalen Dienst zusätzlich 10 Schichten im Monat fahren muss, die bis zu 13h andauern, teilweise mit 4h Pause oder mehr wo ist das Sozialbewusstein? Bei Reklamationen wird man einfach ausgeschaltet und negativ vermerkt. Wie kommt man dazu einem Mitarbeiter so viel harte Arbeit zu geben und andere machen nur 1 oder 2 Spezialschichten? Alles wird versucht um sich die maximale Freiheit zu erlauben und der Chauffeur darf dann selber schauen wie er mit seiner Familie klarkommt. Es haben schon Leute in der Firma übernachtet um 1 bis 2 h länger schlafen zu können, das wurde sogar noch von der Firma gelobt! Ja sehr toll!
Kollegenzusammenhalt
Einen Zusammenhalt gibt es nicht. Häufig hört man einzelne Kollegen am Funk, die versuchen sich einzuschleimen. Es ist teilweise wirklich eklig. Im Pausenraum sind es dann die gleichen Leute, die versuchen sich in Dikussionen einzumischen, andere versuchen kleinzumachen und die Firma in Schutz nehmen. Draussen vor dem Depot stehen immer mal wieder Leute, die ihren Frust mit Alkohol herunterspülen. Es fällt auch nach dem Dienst mal der Kommentar, dass man sich jetzt zum Schlafen die Kante gibt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich kenne Leute die sind kurz vor der Pension oder arbeiten sogar als Renter weiter und schaffen es nicht mal in die Physiotherapie.
Vorgesetztenverhalten
Ich bin der böse Wolf im Führerstand und im Büro sind alles unschuldige hochfreundliche Büroarbeiter, die selbstverständlich über die Sicherheit unserer Fahrzeuge und der Personalsituation sehr gut bescheid wissen und nur mein bestes wollen. Mehr Geschichten finden sie im Paulanergarten.
Arbeitsbedingungen
Ich finde die Arbeitsbedigungen absolut katastrophal. In Vergangenheit wurden wir behandelt nach dem Motto, wenn es dir nicht passt kannst du gehen. Deine Fehler werden akribisch protokolliert und gegen dich verwendet, während sich die Firma alles so hinbiegt, wie sie es für richtig hält. Ich bin der Meinung, das Bundesamt für Verkehr muss diesem Betrieb intensiv auf die Finger schauen, hier verlassen manchmal Fahrzeuge das Depot, das kann man sich nicht vorstellen. In Albanien kenne ich das, aber in der Schweiz?! Sind wir Chauffeure eigentlich Wegwerfprodukte? Es kommt mir so vor, leider ohne Ersatz. Sollte dem Unternehmen zu denken geben.
Kommunikation
Die Kommunikation empfinde ich miserabel, unglaubwürdig und entspricht teilweise nicht der Wahrheit. Grundsätzlich fühlt man sich hier immer im Recht ubd interpretiert alles neu.
Gleichberechtigung
Wie kann es sein, dass jemand mit dem Job beginnt, keine Erfahrung hat mit der höchsten Gehaltsklasse / Stufe einsteigt und andere bekommen Lohnangebot zwischen 4500 und 5000 CHF? Weil Bachelorabschluss in Biologie oderwas? Gehts eigentlich noch?
Interessante Aufgaben
Ich finde die Tätigkeit sehr langweilig und frustrierend, teilweise bin ich aus technischen Gründen massiv in meinen Job verhindert. Als Chauffeur habe ich das Recht und den Anspruch auf ein einwandfrei funktionierendes und insbesondere sicheres Fahrzeug. Ich habe schon mehrmals erlebt, wie ein Kollege aufgrund massiven Überarbeitung einen Sekundenschlaf hatte. Leider kommt viel zu wenig in die Zeitung, es passiert sehr viel aktuell.

