Kurzarbeit und Kündigungen, dann Mehrarbeit für alle, die geblieben sind.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Im Kern vertritt die Firma Büchi die richtigen Werte, zumindest in der Theorie, gedruckt sehen sie wirklich gut aus.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wird Mitarbeitenden nicht leicht gemacht zu bleiben, stattdessen setzt man lieber auf die Einarbeitung neuen Personals, was wiederum Geld kostet. Betriebswirtschaftlich eine durchaus kreative Strategie, nachhaltig ist sie jedenfalls nicht.
Verbesserungsvorschläge
Das Vertrauen zwischen People & Culture und den Mitarbeitenden sollte gestärkt werden, aktuell herrscht spürbare Unsicherheit. Ausserdem braucht es mehr Förderung der Mitarbeitenden sowie ein Budget für Weiterbildungen, am besten bevor auch der Rest des Teams den Ausgang findet.
Entscheidungen dauern in dieser Firma gefühlt eine Ewigkeit und drei Leben, was den gesamten Betrieb ausbremst und auch die Mitarbeiter frustriert.
Projekte sollten nur von Personen geleitet werden, die fachlich und auch was von Projektmanagement verstehen, eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Stattdessen wurden Projekte trotz klarer Warnungen aus den Fachabteilungen von höheren Managementstufen gegen den Rat der Mitarbeitenden forciert und gingen entsprechend in die Hose.
Arbeitsatmosphäre
Seit den betrieblichen Umstrukturierungen und der “Lean Transformation” hat sich die Stimmung in vielen Abteilungen deutlich verschlechtert. Kurzarbeit schürt Angst, und langjährige Kollegen mussten gehen.
Ihre Arbeit blieb liegen oder wurde grosszügig auf andere Personen und Abteilungen verteilt, die sich über die zusätzliche Mehrbelastung sicher gefreut haben.
Image
Auffällig: Auf eine negative Kununu-Bewertung folgt fast immer kurz darauf eine positive, der Zufall hat hier ein bemerkenswert gutes Timing.
Work-Life-Balance
42-Stunden-Woche, Überstunden können kompensiert werden, sofern man die Zeit dafür findet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Büchi schreibt sich Klimaschutz gross auf die Fahne, geflogen wird trotzdem viel. Das passt nicht zusammen und lässt die Klimaschutzmassnahmen eher wie Greenwashing wirken, gut gemeint, schlecht gelebt.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt kein Budget für Weiterbildungen und auch keine Anerkennung von Studienabschlüssen. Die Haltung scheint zu sein, dass sich das ohnehin nicht lohnt, in der IT eine mutige These.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilung war die Stimmung sehr angenehm und wertschätzend. Abteilungsübergreifend dagegen eher durchzogen, Diskussionen fanden nicht auf Augenhöhe statt. Über die IT wird zudem gerne und viel gelästert, was weder den Zusammenhalt stärkt noch sonderlich gut zu den eigenen Büchi-Werten passt. Sehr schade, denn die IT nahm die Kritik jederzeit sehr ernst, aber wurde durch lange Entscheidungswege stark ausgebremst.
Vorgesetztenverhalten
Mein Teamleiter war stets respektvoll und für mich da, setzte sich für meine Anliegen ein und verstand, was ein gutes Leadership ausmacht. Ein echter Glücksfund für die Firma.
Arbeitsbedingungen
Klimaanlage, zumindest in einigen Büros, ausgezeichnete Kantine, ergonomische Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten, gute Arbeitsmittel. An der Infrastruktur liegt es jedenfalls nicht.
Kommunikation
Mitarbeiterumfragen werden fleissig durchgeführt, fast wirkt es wie eine eigene Disziplin. Nur scheint danach selten etwas damit zu passieren, das Ausfüllen war wohl schon das eigentliche Ziel.
Gehalt/Benefits
Mein Gehalt lag deutlich unter dem Medianlohn für eine Firma dieser Grösse und an diesem Standort und meiner Qualifikation. Verhandlungen blieben ergebnislos, eine Pensumerhöhung auf 100 Prozent war ebenfalls nicht drin. Überstunden wurden trotzdem erwartet, offenbar gilt firmenintern eine eigene Version der Mathematik. Wer in so einer Situation mit gutem Gewissen von branchenüblichen Gehältern spricht, verdrängt entweder die Realität oder kennt den Markt nicht.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit im internationalen Team hat Spass gemacht und technologisch kann die Büchi einiges bieten. Ich machte meine Arbeit gerne und mit Leidenschaft

