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Basel
Werkstudent:in Bewertungen

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2 von 74 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)

Werkstudent/in
kununu Score: 2,4Weiterempfehlung: 50%
Score-Details

2 Werkstudent:innen bei Bürgerspital Basel haben den Arbeitgeber im Durchschnitt mit 2,4 von 5 Punkten bewertet.

Als Studierender allein eingesetzt statt angeleitet – Ausbildung ohne Ressourcen

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Werkstudent/inHat bis 2025 bei Bürgerspital Basel in Basel gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeit mit den betreuten Menschen selbst. Sinnstiftende, verantwortungsvolle Aufgaben mit viel direktem Kontakt zu den Bewohnenden – das war der Grund, morgens gerne zu kommen. Im Team auf Augenhöhe war die Zusammenarbeit mehrheitlich kollegial. Mein Zwischenzeugnis hält konstant gute Leistungen und Wertschätzung von Bewohnenden, Angehörigen und Team gleichermassen fest.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich war als Studierender in Ausbildung angestellt und wurde in der Praxis wie eine ausgebildete Fachkraft eingesetzt: Alleindienste an mehreren Wochenenden, Doppelschichten allein auf der Gruppe. Die vertraglich zugesicherte Praxisanleitung fand in diesem Umfang nicht statt – mein Anleiter betreute zum ersten Mal einen Studierenden und hatte dafür kaum Ressourcen. Als es zu Differenzen kam, wurde mir genau die Selbstständigkeit, die der Betrieb aus Personalmangel von mir verlangt hatte, als Fehlverhalten ausgelegt.
Die Wohngruppe war in dieser Zeit von mehrfachen Führungswechseln und spürbarer Unzufriedenheit im Team geprägt. Ich hatte zunehmend den Eindruck, dass ungelöste Spannungen und Versäumnisse der Organisation an mir als der Person mit der schwächsten Position abgeladen wurden – am Studierenden lässt sich ein Konflikt leichter beenden, als an seinen Ursachen zu arbeiten.
Personalentscheide, die mich betrafen, erfuhr ich teilweise öffentlich in einer Sitzung statt im Einzelgespräch. Die Stelle, die Auszubildende schützen sollte, hat aus meiner Sicht nicht vermittelt, sondern die Trennung mitgetragen. Kurz vor der Kündigung wurde ich noch als Begleitung auf eine mehrtägige Ferienfreizeit mit Bewohnenden geschickt – für die anspruchsvollsten Einsätze war ich offenbar gut genug. Wenige Wochen später wurde mir während der laufenden Ausbildung gekündigt. Ein korrektes Zwischenzeugnis erhielt ich erst, nachdem ich die Gewerkschaft eingeschaltet und rechtliche Schritte angekündigt hatte – die erste Fassung war nicht haltbar.
Als Vater von zwei Kindern wurde ich an Tagen wie Mutter- und Vatertag eingeteilt, ohne dass je nachgefragt oder ein Ausgleich angeboten wurde. Dass Wochenenddienste zum Betrieb einer Wohngruppe gehören, war mir bewusst und habe ich mitgetragen – was fehlte, war jede Form von Anerkennung dafür.

Mein Rat an alle, die hier eine Ausbildung beginnen oder in eine ähnliche Situation geraten: Wenn ihr merkt, dass ein Team unter Führungswechseln und Unzufriedenheit steht und sich die Kritik plötzlich auf euch als neueste oder schwächste Person richtet – nehmt das ernst. Informiert euch früh über die Mechanismen, die dahinterstecken können (Stichworte: Sündenbock-Dynamik in Teams, Set-up-to-Fail-Syndrom), denn wer diese Muster kennt, erkennt sie rechtzeitig. Dokumentiert alles schriftlich, holt euch früh Unterstützung von aussen (Hochschule, Gewerkschaft, Rechtsberatung) und vertraut nicht darauf, dass Offenheit und Transparenz euch schützen. Ich habe das zu spät erkannt und naiv statt strategisch reagiert – das hat mich die Ausbildungsstelle gekostet.

Verbesserungsvorschläge

Nur ausbilden, wenn die Ressourcen wirklich vorhanden sind: erfahrene Praxisanleitende mit geschützter Anleitungszeit, keine Alleindienste für Personen in Ausbildung als Regelfall. Bei Konflikten eine neutrale interne Anlaufstelle schaffen, die nicht Teil der Entscheidungskette ist. Personalentscheide ausschliesslich im direkten Gespräch kommunizieren. Arbeitszeugnisse von Anfang an korrekt und wohlwollend ausstellen, wie es das Gesetz verlangt – nicht erst auf rechtlichen Druck. Familiäre Situationen bei der Dienstplanung erfragen und Einsatz an Wochenenden sichtbar anerkennen statt stillschweigend vorauszusetzen.

Arbeitsatmosphäre

Kollegial im Team, vergiftet gegenüber Leitung

Image

Nach aussen ein angesehener sozialer Arbeitgeber. Meine Erfahrung im Innenverhältnis passt nicht zu diesem Bild

Work-Life-Balance

Alleindienste an mehreren Wochenenden und Doppelschichten allein auf der Gruppe – als Studierender neben dem Studium. Auf die familiäre Situation wurde bei der Dienstplanung nie Rücksicht genommen oder auch nur nachgefragt.

Karriere/Weiterbildung

Mir wurde während der laufenden Ausbildung gekündigt – trotz eines Zwischenzeugnisses mit konstant guten Leistungen. Kurz zuvor war ich noch als Begleitung auf einer mehrtägigen Ferienfreizeit eingesetzt.

Gehalt/Benefits

Geregelte Anstellung mit ordentlichen Sozialleistungen, branchenüblich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Der soziale Auftrag wird nach aussen gelebt. Nach innen, gegenüber den eigenen Mitarbeitenden, habe ich davon wenig gespürt.

Kollegenzusammenhalt

Auf Augenhöhe mehrheitlich gut

Umgang mit älteren Kollegen

Ich war als älterer Studierender einem deutlich jüngeren Anleiter unterstellt. Der Altersunterschied wurde intern als wiederkehrendes Konfliktthema benannt, aber nie professionell aufgefangen.

Vorgesetztenverhalten

Meine bevorstehende Trennung vom Betrieb erfuhr ich öffentlich in einer Teamsitzung statt im Einzelgespräch. Ein korrektes Zwischenzeugnis erhielt ich erst nach Einschaltung der Gewerkschaft. Ich habe erlebt, dass Führung hier absichern statt klären bedeutet.

Arbeitsbedingungen

Personalmangel war Dauerzustand. Als Person in Ausbildung wurde ich zur Lücken­füllung eingesetzt statt angeleitet.

Kommunikation

Personalentscheid öffentlich in Sitzung, unbeantwortete Fragen

Gleichberechtigung

Dazu habe ich nichts Negatives erlebt

Interessante Aufgaben

Abwechslungsreich und verantwortungsvoll: Alltagsbegleitung, eigenverantwortliche Bezugspersonenarbeit, Krisenbegleitung, Freizeitaktivitäten. Die Arbeit selbst war das Beste an dieser Stelle.

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Arbeitgeber-Kommentar

Service-Center PersonalHR-Spezialistin

Vielen Dank für deine Rückmeldung. Schade, dass du deine Ausbildungszeit so erlebt hast. Die Ausbildung von Lernenden und Studierenden ist für uns eine zentrale Aufgabe und erfolgt nach klaren fachlichen, pädagogischen und organisatorischen Grundsätzen. Kritische Rückmeldungen nehmen wir ernst und nutzen sie zur Weiterentwicklung. Für deine Zukunft wünschen wir dir alles Gute.

Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.

Meine Arbeit bei der BSB Medien

4,2
Empfohlen
Werkstudent/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Bürgerspital Basel in Basel gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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Fragen zu Bewertungen und Gehältern

  • Basierend auf 2 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Werkstudent:innen wird Bürgerspital Basel durchschnittlich mit 2.9 von 5 Punkten bewertet. 18 der Bewertenden würden Bürgerspital Basel als Arbeitgeber weiterempfehlen.
  • Basierend auf 2 Bewertungen schätzen Werkstudent:innen besonders die Faktoren Interessante Aufgaben an dem Unternehmen.
  • Neben positivem Feedback haben Werkstudent:innen auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 2 Bewertungen sind Werkstudent:innen der Meinung, dass sich Bürgerspital Basel als Arbeitgeber vor allem im Bereich Vorgesetztenverhalten noch verbessern kann.