2 von 74 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Werkstudent:innen bei Bürgerspital Basel haben den Arbeitgeber im Durchschnitt mit 2,4 von 5 Punkten bewertet.
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2 Werkstudent:innen bei Bürgerspital Basel haben den Arbeitgeber im Durchschnitt mit 2,4 von 5 Punkten bewertet.
Die Arbeit mit den betreuten Menschen selbst. Sinnstiftende, verantwortungsvolle Aufgaben mit viel direktem Kontakt zu den Bewohnenden – das war der Grund, morgens gerne zu kommen. Im Team auf Augenhöhe war die Zusammenarbeit mehrheitlich kollegial. Mein Zwischenzeugnis hält konstant gute Leistungen und Wertschätzung von Bewohnenden, Angehörigen und Team gleichermassen fest.
Ich war als Studierender in Ausbildung angestellt und wurde in der Praxis wie eine ausgebildete Fachkraft eingesetzt: Alleindienste an mehreren Wochenenden, Doppelschichten allein auf der Gruppe. Die vertraglich zugesicherte Praxisanleitung fand in diesem Umfang nicht statt – mein Anleiter betreute zum ersten Mal einen Studierenden und hatte dafür kaum Ressourcen. Als es zu Differenzen kam, wurde mir genau die Selbstständigkeit, die der Betrieb aus Personalmangel von mir verlangt hatte, als Fehlverhalten ausgelegt.
Die Wohngruppe war in dieser Zeit von mehrfachen Führungswechseln und spürbarer Unzufriedenheit im Team geprägt. Ich hatte zunehmend den Eindruck, dass ungelöste Spannungen und Versäumnisse der Organisation an mir als der Person mit der schwächsten Position abgeladen wurden – am Studierenden lässt sich ein Konflikt leichter beenden, als an seinen Ursachen zu arbeiten.
Personalentscheide, die mich betrafen, erfuhr ich teilweise öffentlich in einer Sitzung statt im Einzelgespräch. Die Stelle, die Auszubildende schützen sollte, hat aus meiner Sicht nicht vermittelt, sondern die Trennung mitgetragen. Kurz vor der Kündigung wurde ich noch als Begleitung auf eine mehrtägige Ferienfreizeit mit Bewohnenden geschickt – für die anspruchsvollsten Einsätze war ich offenbar gut genug. Wenige Wochen später wurde mir während der laufenden Ausbildung gekündigt. Ein korrektes Zwischenzeugnis erhielt ich erst, nachdem ich die Gewerkschaft eingeschaltet und rechtliche Schritte angekündigt hatte – die erste Fassung war nicht haltbar.
Als Vater von zwei Kindern wurde ich an Tagen wie Mutter- und Vatertag eingeteilt, ohne dass je nachgefragt oder ein Ausgleich angeboten wurde. Dass Wochenenddienste zum Betrieb einer Wohngruppe gehören, war mir bewusst und habe ich mitgetragen – was fehlte, war jede Form von Anerkennung dafür.
Mein Rat an alle, die hier eine Ausbildung beginnen oder in eine ähnliche Situation geraten: Wenn ihr merkt, dass ein Team unter Führungswechseln und Unzufriedenheit steht und sich die Kritik plötzlich auf euch als neueste oder schwächste Person richtet – nehmt das ernst. Informiert euch früh über die Mechanismen, die dahinterstecken können (Stichworte: Sündenbock-Dynamik in Teams, Set-up-to-Fail-Syndrom), denn wer diese Muster kennt, erkennt sie rechtzeitig. Dokumentiert alles schriftlich, holt euch früh Unterstützung von aussen (Hochschule, Gewerkschaft, Rechtsberatung) und vertraut nicht darauf, dass Offenheit und Transparenz euch schützen. Ich habe das zu spät erkannt und naiv statt strategisch reagiert – das hat mich die Ausbildungsstelle gekostet.
Nur ausbilden, wenn die Ressourcen wirklich vorhanden sind: erfahrene Praxisanleitende mit geschützter Anleitungszeit, keine Alleindienste für Personen in Ausbildung als Regelfall. Bei Konflikten eine neutrale interne Anlaufstelle schaffen, die nicht Teil der Entscheidungskette ist. Personalentscheide ausschliesslich im direkten Gespräch kommunizieren. Arbeitszeugnisse von Anfang an korrekt und wohlwollend ausstellen, wie es das Gesetz verlangt – nicht erst auf rechtlichen Druck. Familiäre Situationen bei der Dienstplanung erfragen und Einsatz an Wochenenden sichtbar anerkennen statt stillschweigend vorauszusetzen.
Kollegial im Team, vergiftet gegenüber Leitung
Nach aussen ein angesehener sozialer Arbeitgeber. Meine Erfahrung im Innenverhältnis passt nicht zu diesem Bild
Alleindienste an mehreren Wochenenden und Doppelschichten allein auf der Gruppe – als Studierender neben dem Studium. Auf die familiäre Situation wurde bei der Dienstplanung nie Rücksicht genommen oder auch nur nachgefragt.
Mir wurde während der laufenden Ausbildung gekündigt – trotz eines Zwischenzeugnisses mit konstant guten Leistungen. Kurz zuvor war ich noch als Begleitung auf einer mehrtägigen Ferienfreizeit eingesetzt.
Geregelte Anstellung mit ordentlichen Sozialleistungen, branchenüblich.
Der soziale Auftrag wird nach aussen gelebt. Nach innen, gegenüber den eigenen Mitarbeitenden, habe ich davon wenig gespürt.
Auf Augenhöhe mehrheitlich gut
Ich war als älterer Studierender einem deutlich jüngeren Anleiter unterstellt. Der Altersunterschied wurde intern als wiederkehrendes Konfliktthema benannt, aber nie professionell aufgefangen.
Meine bevorstehende Trennung vom Betrieb erfuhr ich öffentlich in einer Teamsitzung statt im Einzelgespräch. Ein korrektes Zwischenzeugnis erhielt ich erst nach Einschaltung der Gewerkschaft. Ich habe erlebt, dass Führung hier absichern statt klären bedeutet.
Personalmangel war Dauerzustand. Als Person in Ausbildung wurde ich zur Lückenfüllung eingesetzt statt angeleitet.
Personalentscheid öffentlich in Sitzung, unbeantwortete Fragen
Dazu habe ich nichts Negatives erlebt
Abwechslungsreich und verantwortungsvoll: Alltagsbegleitung, eigenverantwortliche Bezugspersonenarbeit, Krisenbegleitung, Freizeitaktivitäten. Die Arbeit selbst war das Beste an dieser Stelle.