Kritische Stimmung, fragwürdige Führung – Potenzial wird verspielt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die hohe Fluktuation spricht für sich – viele Mitarbeitende verlassen das Unternehmen nicht ohne Grund. Besonders bitter ist, dass inzwischen auch die solide Basis geht: Menschen, die den Betrieb trotz schwieriger Bedingungen getragen und den Alltag verlässlich gemeistert haben – unabhängig von Launen und Fehlentscheidungen der Geschäftsleitung. Damit verspielt die Organisation ihre letzte echte Stärke.
Verbesserungsvorschläge
Endlich mal aufräumen, die Struktur anpassen und nicht nur dem Wachstum und Profit nachrennen.
Arbeitsatmosphäre
Die allgemeine Atmosphäre war zunehmend angespannt und kritisch. Vertrauen war kaum vorhanden. In gewissen Bereichen grenzte der Umgangston an Mobbing – insbesondere, wenn Mitarbeitende eigene Meinungen einbrachten oder Missstände benannten. Ein konstruktives Arbeitsklima sieht anders aus.
Image
Das nach aussen kommunizierte Bild von Innovation und Zusammenarbeit steht in starkem Kontrast zur internen Realität. Gute Ideen bleiben in der Hierarchie stecken, Veränderungen werden blockiert.
Karriere/Weiterbildung
Weiterentwicklung fand eher zufällig als geplant statt. Wer Ambitionen hatte, stiess schnell an Grenzen – vor allem, wenn er nicht ins Bild der Führung passte.
Kollegenzusammenhalt
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen war der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden meist gut – viele hielten durch Loyalität zueinander den Betrieb überhaupt am Laufen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungsriege agiert häufig willkürlich, Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar und wirken oft unüberlegt. Kritik wird als Angriff gewertet, nicht als Chance zur Verbesserung. Oder ignoriert, weil es nicht in das Vorstellungsvermögen passt. Einzelne Führungskräfte erscheinen überfordert oder schlichtweg ungeeignet für ihre Position – was sich spürbar auf das gesamte Arbeitsklima auswirkt.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsmittel waren vorhanden, aber die organisatorischen Rahmenbedingungen hinken modernen Standards deutlich hinterher.
Kommunikation
Kommunikation war einer der grössten Schwachpunkte. Entscheidungen wurden nicht transparent kommuniziert, Informationen wurden zurückgehalten oder nur selektiv weitergegeben. Es herrschte eine Kultur des Schweigens und Durchwurstelns.
Gleichberechtigung
Oberflächlich okay, in der Praxis aber teilweise abhängig von persönlicher Nähe zur Geschäftsleitung.
Interessante Aufgaben
Das Aufgabenfeld war grundsätzlich vielseitig, aber ohne klare Priorisierung oder strategische Führung. Engagement wurde selten belohnt, sondern lief ins Leere.