Ungenutztes Potenzial durch mangelhaftes Arbeitsklima
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die flexiblen Arbeitszeiten, die Möglichkeit zum Homeoffice sowie kostenlose Angebote wie Kaffee und Obst
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte sollten stärker auf Teamentwicklung und die Förderung ihrer Mitarbeitenden fokussieren, anstatt sich primär mit der Absicherung ihrer eigenen Position zu beschäftigen. Statt sich überwiegend in internen Prozessen zu verlieren, braucht es mehr Engagement für die Gestaltung der Unternehmenskultur und die Entwicklung neuer Produkte. Reines Sparen ist kein nachhaltiger Ansatz zur Cashflow-Generierung.
Arbeitsatmosphäre
Die vorherrschende Ellbogenmentalität führt dazu, dass Abteilungen und Mitarbeitende nicht gemeinsam, sondern gegeneinander arbeiten
Image
Das Unternehmen ist in der Region nur wenig bekannt und verfügt über eine geringe öffentliche Sichtbarkeit
Work-Life-Balance
Positiv hervorzuheben sind die bestehenden Home-Office-Möglichkeiten. Gleichzeitig fühlen sich viele Mitarbeitende durch die Vielzahl an Aufgaben und Projekten überlastet. Neue Stellen werden kaum ausgeschrieben, bestehende Positionen eher abgebaut.
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Weiterbildungsmassnahmen werden nur teilweise angeboten und stehen nicht allen Mitarbeitenden gleichermassen zur Verfügung
Gehalt/Benefits
Die Gehälter liegen unter dem Branchendurchschnitt im Bereich Medizintechnik. Gehaltserhöhungen sind im Unternehmen unüblich. Um zumindest den Inflationsausgleich zu erreichen, müssen Mitarbeitende überdurchschnittliche Leistungen erbringen oder zusätzliche Aufgaben übernehmen.
Kollegenzusammenhalt
Je nach Abteilung und Bereich ist das Arbeitsklima eher negativ. Die ausgeprägte Ellbogenkultur fördert Konkurrenzdenken und schwächt den Teamzusammenhalt spürbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Viele Mitarbeitende sind dem Unternehmen bereits seit vielen Jahren treu und verfügen über umfangreiche Erfahrung.
Vorgesetztenverhalten
Mehrere Mitarbeitende haben das Unternehmen bereits verlassen, nachdem drei deutsche Frauen in Führungspositionen befördert wurden. Diese Personen haben untereinander eine Koalition gebildet und nutzen ihre Macht gezielt, um andere zu schwächen und sich beim oberen Management zu positionieren. Ihre Führungsweise ist geprägt von mangelnder Kompetenz, fehlender Wertschätzung und fehlender Förderung. Das obere Management scheint diese Dynamik nicht wahrzunehmen oder bewusst zu ignorieren.
Kommunikation
Es fehlt an bereichsübergreifender Kommunikation – niemand weiss, was in anderen Abteilungen vor sich geht. Diese Intransparenz führt dazu, dass sich viele Mitarbeitende in Bezug auf ihre zukünftige Position im Unternehmen verunsichert fühlen.
Gleichberechtigung
Obwohl das Unternehmen insgesamt über eine vielfältige Belegschaft mit Mitarbeitenden unterschiedlicher Nationalitäten verfügt und Frauen in vielen Bereichen vertreten sind, ist das oberste Management ausschliesslich mit Männern besetzt. Eine echte Gleichstellung auf Führungsebene ist bislang nicht erkennbar.
Interessante Aufgaben
Im Produktmanagement bestehen rund 70 % der Aufgaben aus Tätigkeiten, die nicht zum eigentlichen Verantwortungsbereich des Produktmanagements gehören. Die PMs agieren zunehmend als Sachbearbeiter und werden für sämtliche Probleme herangezogen. Ihre Rolle wird im Unternehmen weder klar definiert noch wertgeschätzt – andere Abteilungen versuchen regelmässig, ihre eigenen Aufgaben auf das Produktmanagement abzuwälzen.