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Delica 
AG
Bewertung

Herunterwirtschaftung einer einst sehr guten Firma

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Produktion bei Delica AG in Birsfelden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kantine, Benefits, Nachhaltigkeit der Migros an sich, vereinzelte Kollegen die wirklich versuchen das Beste zu machen, Vernetzung der Standorte, Parkplatzmöglichkeit

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Siehe oben.

Verbesserungsvorschläge

1) Kontrollorgane einbauen bei den Führungspositionen / Audits. Aktuell bewegen sich viele wie ein selbsternannter Polizist aufgrund der Tatsache, dass sie den Anschein haben, dass sie "geschützt" sind dadurch dass sie den einen oder anderen kennen. Die aktuellen Organe, die sich gegenseitig kontrollieren sollten, sind eher Scheinorgane.

2) Ebenfalls ist die Passivität vom obersten Kader wirklich spürbar. Jede Eskalation wird wieder zurückgespielt, dass man es selbst lösen soll, dieses wird als intelligente Rückfrage a la "Coaching" verkauft. Probleme die auf Werksleitungsebene sind, werden nicht angegangen und die Mitarbeiter müssen selber kreativ werden.

Das ist der Hauptgrund, warum ich gegangen bin.

3) Werte auch leben, wie sie immer wieder gepredigt werden

4) Konsequenzen bei Fehlern der Mitarbeiter genauso hart ausführen, wenn es ein Führungsmitglied trifft. Loyale zum Führungsteam werden meistens geschont.

5) Vergabe von Positionen durch Leistung und Qualifizierung

6) Versprechen nicht aussprechen, wenn man es nicht einhalten kann

7) Mitarbeiter als Menschen behandeln und nicht als entbehrliches Gut.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war mal gut aus meiner Sicht im Produktionsumfeld. Leider gab es viele Führungspositionswechsel, die viel Unruhe reingebracht haben (Stichwort: Vetternwirtschaft). Es ist eigtl. bekannt, aber dagegen unternommen wird irgendwie nichts aus meiner Perspektive. Es werden Leute befördert anhand der Familien-/Teamzugehörigkeit und nach Symphatie, nicht wirklich nach der Leistung bzw. Qualifizierung.

Beispiel: Es wird ein Deutsch-Niveau verlangt von Führungskräften an die produzierenden Mitarbeiter, obwohl manche Führungspositionen ebenfalls mit der Sprache kämpfen.

Was ich auch schade finde ist, dass das geräuschlose Mobbing immer lauter wird. Es werden bestimmte Personen unter die Lupe genommen und gegen sie aktiv vorgegangen nur weil die Meinung nicht dem der Führungskraft entspricht.

Teams, die mal miteinander waren, spielen sich gegenseitig aus.

Dies alles fördert eher eine Atmosphäre des Misstrauen & Unzufriedenheit in meinen Augen. Sehr schade, die Firma hatte wirklich Potenzial.

Image

Image ist auf Messen etc. immer gut vertreten und man hört viel gutes in den Medien.

Work-Life-Balance

Das ist top. Bei Homeoffice gab es nie einen negativen Bescheid oder bei privaten Terminen.

Karriere/Weiterbildung

War jahrelang in einer Position stecken geblieben, weiterbilden ja, jedoch Karriereschritte nach oben schwierig ohne Vitamin B. Vitamin B ist hier wichtiger wie Leistung.

Gehalt/Benefits

Für meine Arbeitsstelle war es ausreichend. Benefits sind sehr gut. Pensionskasse, immer wieder Geschenktüten, Gutscheine etc.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Finde ich gut. Viele Anlaufstellen bei Sicherheit und Umweltthemen. E-Mobilität kommt auch langsam und Solarpanels sind auch installiert.

Kollegenzusammenhalt

Mitarbeiter in den Führungspositionen halten sehr gut zusammen, das finde ich lobenswert.

Sobald aber es darauf ankommt, wer die Verantwortung trägt, wird in jeder Hierarchiestufe eher auf sich selber geschaut.

Es gibt einen Teamleiter von den unzähligen jedoch, der sich wirklich Mühe gibt, für den Rest kann ich es leider nicht sagen auf Basis meiner Beobachtung und Zusammenarbeit.

Umgang mit älteren Kollegen

Anzahl Dienstjahre zählen nicht mehr, der Umgang wird bestimmt durch die Höhe des Freundschaftsgrades mit den Führungspositionen.

Vorgesetztenverhalten

Selektiertes Verhalten anhand wer vor einem steht, Machtausübung, Mobbing (wird eher versteckt gemacht statt offensichtlich) v.a. gegen Temporäre, Frauen und Nicht-Deutsch-Mächtigen. Wenn man gut befreundet ist mit einen der Führungspositionen, kann man eigtl. einen entspannten Arbeitstag mit dem Vorgesetzten erwarten.

Vieles wurde an HR und Standortleitung berichtet, aufgrund der oben genannten Intransparenz vom Infofluss Oben nach Unten, sieht man leider nicht ob was gemacht worden ist oder nicht. Vieles wurde solange diskutiert, Termine immer wieder verschoben in der Hoffnung, dass das Personal es vergisst oder aufgibt, letzteres ist eher eingetroffen.

Arbeitsbedingungen

Das Wochenpensum ist gut machbar, Klimaanlage, Kaffee und Wasser sind immer vorhanden.

Kommunikation

Eher intransparent. Es wird vieles nur an einzelne, selektierte Personen informiert. Vertrauliche Informationen werden teils öffentlich behandelt. Es wird auch oft nach Namen der Quellen gefragt wenn etwas vertraulich weitergegeben wird, was eher entspricht, dass man die Quelle einschüchtern möchte oder vorher schon eliminieren möchte.

Gleichberechtigung

Wie oben genannt. Nicht wirklich, es wird ausserhalb immer davon gesprochen, aber Realität erinnert es eher einem klassischen 3-Klassen System.

Interessante Aufgaben

Aufgaben waren vielfältig und interessant. Viel abteilungsübergreifend gearbeitet und viele nette Persönlichkeiten ausserhalb der eigenen Abteilung kennengelernt, wo Politik / Interessenskonflikte eher kein Thema war.

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Arbeitgeber-Kommentar

Urs HegiLeiter HR Business Partner

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so ausführlich mit uns zu teilen. Gerade weil deine Rückmeldung sowohl positive als auch kritische Aspekte umfasst, haben wir sie aufmerksam gelesen.
Es freut uns, dass du Themen wie die Work-Life-Balance, die Benefits, die Arbeitsbedingungen und die vielseitigen Aufgaben positiv in Erinnerung behalten hast. Besonders deine Aussage, dass du viele engagierte Kolleginnen und Kollegen kennengelernt hast und in Delica grosses Potenzial gesehen hast, zeigt uns, dass dir das Unternehmen nicht gleichgültig war.

Umso bedauerlicher ist es, dass du die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zunehmend von Misstrauen, mangelnder Transparenz und Ungleichbehandlung geprägt erlebt hast. Auch deine Wahrnehmung bezüglich Führungskultur, Entwicklungsmöglichkeiten und Kommunikation nehmen wir ernst. Wenn Mitarbeitende den Eindruck gewinnen, dass Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind oder Werte nicht konsequent gelebt werden, entspricht das nicht unserem Anspruch an die Zusammenarbeit.
Du erwähnst mehrmals, dass Anliegen und Beobachtungen zwar angesprochen wurden, für dich die Wirkung oder Konsequenzen daraus aber nicht sichtbar waren. Dass daraus Frustration entstanden ist und dies letztlich zu deinem Austritt beigetragen hat, können wir nachvollziehen.
Danke, dass du deine Sichtweise mit uns teilst. Solche Rückmeldungen sind für uns wichtig, auch wenn sie kritisch ausfallen. Wenn du einzelne Punkte in einem vertraulichen Gespräch vertiefen möchtest, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme unter urs.hegi@delica.com.

Für deine berufliche und private Zukunft wünschen wir dir alles Gute und bedanken uns für deinen Einsatz bei Delica.

Herzliche Grüsse
Dein HR Management Team

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