Gut am Arbeitgeber finde ich
Was ich am Arbeitgeber positiv hervorheben kann, ist vor allem der Umgang mit den direkten Arbeitskollegen. Wenn man ein gutes Team hat und die Beziehungen aktiv pflegt, können daraus starke und angenehme Arbeitsverhältnisse entstehen. Der Zusammenhalt im direkten Kollegenkreis hat für mich viele schwierige Situationen im Arbeitsalltag erträglicher gemacht. Abgesehen davon fällt es mir jedoch schwer, weitere Punkte zu nennen, die mich nachhaltig überzeugt haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was ich negativ hervorheben möchte, sind vor allem die zwischenmenschlichen Erfahrungen, die ich im Unternehmen gemacht habe. Am meisten enttäuscht hat mich, dass bei einigen Personen ein grosser Unterschied zwischen dem gezeigten Verhalten und dem tatsächlichen Umgang mit anderen bestand. Nach aussen wurde teilweise ein sehr kollegialer und unterstützender Eindruck vermittelt, während ich in gewissen Situationen das Gegenteil erlebt habe. Diese fehlende Authentizität und das daraus entstandene Misstrauen haben meinen Eindruck vom Unternehmen stärker geprägt als einzelne organisatorische Probleme. Insgesamt gibt es aus meiner Sicht in vielen Bereichen Verbesserungspotenzial, besonders bei Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung.
Verbesserungsvorschläge
Es gibt aus meiner Sicht zu viele Punkte, die verbessert werden könnten, um sie alle im Detail aufzulisten. Wer jedoch einmal erlebt hat, wie ähnliche Unternehmen in gewissen Bereichen arbeiten, erkennt schnell, wo bei der DGS noch erhebliches Verbesserungspotenzial besteht. Besonders in den Bereichen Kommunikation, Wertschätzung der Mitarbeitenden, Führungskultur, Lohnpolitik und Weiterbildung sehe ich grossen Handlungsbedarf.
Viele Probleme wären aus meiner Sicht lösbar, wenn stärker auf die Anliegen der Mitarbeitenden gehört und bestehende Prozesse konsequenter umgesetzt würden. Das Unternehmen verfügt grundsätzlich über Potenzial, nutzt dieses jedoch nicht immer ausreichend. Deshalb sollte man sich vermehrt an bewährten Praktiken anderer Unternehmen orientieren und bereit sein, notwendige Veränderungen umzusetzen.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb des direkten Kollegenkreises kann die Arbeitsatmosphäre gut sein, wenn man sich bewusst darum bemüht und die zwischenmenschlichen Beziehungen pflegt. Der positive Umgang entsteht vor allem durch die Mitarbeitenden selbst und weniger durch die Rahmenbedingungen des Unternehmens. Mit den richtigen Kollegen macht die Arbeit deutlich mehr Freude, weshalb ich die Arbeitsatmosphäre insgesamt besser bewerte als andere Bereiche.
Image
Das Image des Unternehmens unterscheidet sich aus meiner Sicht deutlich von der Realität, die ich im Arbeitsalltag erlebt habe. Nach aussen präsentiert sich die Firma sehr positiv und vermittelt hohe Ansprüche an Qualität, Zusammenarbeit und Unternehmenskultur. Intern hatte ich jedoch häufig den Eindruck, dass Anspruch und Wirklichkeit nicht immer übereinstimmen.
Dadurch entstand bei mir das Gefühl, dass mehr Wert auf die Aussendarstellung gelegt wird als auf die tatsächlichen Herausforderungen innerhalb des Unternehmens. Die Diskrepanz zwischen dem, was kommuniziert wird, und dem, was Mitarbeitende erleben, empfand ich als sehr gross. Aus diesem Grund kann ich das positive Image, das nach aussen vermittelt wird, nicht nachvollziehen und vergebe hier nur 1 von 5 Sternen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist stark von der jeweiligen Abteilung abhängig. In Bereichen mit hoher Auslastung und gleichzeitig ungleicher Arbeitsverteilung können Überstunden schnell zur Normalität werden, wodurch freie Zeit oft zu kurz kommt. Auch bei der Ferienplanung habe ich die Erfahrung gemacht, dass nicht immer fair oder nachvollziehbar entschieden wurde. Dabei wurde aus meiner Sicht zu wenig berücksichtigt, ob Mitarbeitende personell ausreichend unterstützt sind oder zeitweise alleine dastehen. Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, sich vieles selbst einzuteilen, in der Praxis hängt dies jedoch stark von den Umständen der jeweiligen Abteilung ab. Arbeitstage von zehn Stunden oder mehr sind daher durchaus realistisch. Insgesamt vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur Karriereentwicklung und Weiterbildung haben mich nicht überzeugt. Zwar habe ich erlebt, dass einzelne Mitarbeitende bei Aus- und Weiterbildungen unterstützt werden, jedoch scheint dies nicht für alle gleichermassen zu gelten. Oft hatte ich den Eindruck, dass nur in ausgewählten Fällen oder bei bestimmten Personen aktiv gefördert wird, während bei anderen wenig Interesse an deren Entwicklung gezeigt wird.
Besonders schade finde ich, dass Mitarbeitende aus meiner Sicht kaum dazu motiviert oder ermutigt werden, sich fachlich weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu schaffen. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, auf der Stelle zu treten, und die Arbeit kann mit der Zeit eintönig werden. Insgesamt fehlte mir eine klare Kultur der Förderung und Weiterentwicklung, weshalb ich in dieser Kategorie nur 1 von 5 Sternen vergebe.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltssystem und die Sozialleistungen gehören für mich zu den grössten Schwachpunkten des Unternehmens. Die Lohnverteilung wirkt wenig nachvollziehbar und teilweise unausgewogen. Während für gewisse Positionen oder neue Mitarbeitende offenbar Spielraum vorhanden ist, um attraktive Löhne anzubieten, haben langjährige Mitarbeitende oft das Gefühl, dass ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Loyalität finanziell nicht angemessen anerkannt werden.
Besonders enttäuschend war für mich der Umgang mit dem Thema Lohnerhöhung. Obwohl ich über längere Zeit im Unternehmen tätig war, hatte ich den Eindruck, dass Gehaltsanpassungen eher als unangenehmes Thema betrachtet werden und nur sehr begrenzte Möglichkeiten bestehen. Die Begründungen wirkten auf mich teilweise wenig überzeugend und standen nicht immer im Verhältnis zu den Erwartungen und Leistungen, die an die Mitarbeitenden gestellt werden.
Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass die finanzielle Wertschätzung vieler Mitarbeitender nicht mit ihrem tatsächlichen Beitrag zum Unternehmen übereinstimmt. Gerade für langjährige Mitarbeitende mit Verantwortung kann dies sehr frustrierend sein. Deshalb vergebe ich in dieser Kategorie nur
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Bereich Umwelt- und Sozialbewusstsein hinterlässt das Unternehmen einen positiven Eindruck. Es wird sichtbar Wert auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen gelegt, beispielsweise durch Energiesparmassnahmen und Recycling. Auch wenn ich persönlich nicht in alle Aktivitäten und Projekte Einblick hatte, war das Thema im Unternehmen präsent und wurde ernst genommen. Zudem wurde das Engagement in diesem Bereich bereits ausgezeichnet, was den positiven Eindruck zusätzlich unterstreicht. Daher vergebe ich hier 5 von 5 Sternen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich vorhanden, allerdings muss auch dieser aktiv gepflegt werden. Solange die Zusammenarbeit funktioniert und alle auf derselben Ebene stehen, ist der Umgang meist gut. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass sich die Stimmung schnell verändern kann, wenn einzelne Mitarbeitende erfolgreicher sind oder Vorteile erhalten. Dann zeigt sich, dass der Zusammenhalt nicht immer so stark ist, wie er zunächst wirkt. Insgesamt gibt es ein gewisses Wir-Gefühl, dieses ist jedoch nicht besonders belastbar. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren und langjährigen Mitarbeitenden hat aus meiner Sicht deutlich nachgelassen. Mitarbeitende, die viele Jahre zum Unternehmen beigetragen haben und über wertvolle Erfahrung verfügen, erhalten häufig nicht die Anerkennung und Wertschätzung, die man erwarten würde. Auch der Eindruck, dass langjährige Loyalität entsprechend belohnt wird, hat sich für mich nicht bestätigt. Stattdessen scheint die Bedeutung von Erfahrung und Betriebszugehörigkeit zunehmend in den Hintergrund zu rücken. Deshalb vergebe ich in dieser Kategorie 2 von 5 Sternen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist aus meiner Sicht stark von der jeweiligen Person abhängig. In meinem Fall wurde mir lange Zeit ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis vermittelt. Rückblickend hatte ich jedoch den Eindruck, dass dieses Vertrauen nicht wirklich Bestand hatte. Als Schwierigkeiten auftraten, fühlte ich mich nicht unterstützt, sondern eher im Stich gelassen. Der Umgang zum Ende meines Arbeitsverhältnisses war für mich enttäuschend und von einem respektvollen oder kollegialen Abschied konnte keine Rede sein. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass man mit den richtigen Vorgesetzten Glück haben muss, um eine positive Erfahrung zu machen. Daher vergebe ich 2 von 5 Sternen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen wirken auf den ersten Blick klar geregelt, in der Praxis hatte ich jedoch oft den Eindruck, dass vieles nach eigenem Ermessen gehandhabt wird. Zwar gibt es Vorgaben, Prozesse und gewisse Spielregeln, deren Einhaltung scheint jedoch nicht immer konsequent eingefordert oder kontrolliert zu werden. Dadurch entstehen teilweise unterschiedliche Massstäbe und Unsicherheiten im Arbeitsalltag. Insgesamt fehlte mir eine klare Linie, weshalb die Arbeitsbedingungen auf mich teilweise ungeordnet und wenig verbindlich wirkten. Daher vergebe ich 2 von 5 Sternen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist einer der grössten Schwachpunkte. Wichtige Informationen werden oft nicht transparent oder rechtzeitig weitergegeben, sodass man vielen Dingen selbst hinterherlaufen muss. Häufig entsteht der Eindruck, dass nicht darauf geachtet wird, ob tatsächlich alle Mitarbeitenden dieselben Informationen erhalten haben. Dadurch kommt es regelmässig zu Unklarheiten, Missverständnissen und vermeidbaren Nachfragen. Aus meiner Sicht ist die interne Kommunikation deutlich verbesserungswürdig, weshalb ich hier nur 1 von 5 Sternen vergebe.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung und Wertschätzung der Mitarbeitenden habe ich als sehr unausgewogen erlebt. Zwar hängt vieles von der jeweiligen Position und dem Tätigkeitsbereich ab, jedoch hatte ich häufig den Eindruck, dass Mitarbeitende in operativen Funktionen deutlich weniger Anerkennung erhalten als Personen in höheren Positionen. Teilweise wirkte es, als würde die Hierarchie stärker gewichtet als die tatsächliche Leistung oder Erfahrung. Besonders schade fand ich, dass langjährige und ältere Mitarbeitende aus meiner Sicht nicht die Wertschätzung erhalten haben, die sie aufgrund ihres Einsatzes und ihrer Erfahrung verdient hätten. Insgesamt hinterliess dies bei mir einen sehr negativen Eindruck, weshalb ich hier nur 1 von 5 Sternen vergebe.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich abwechslungsreich und können durchaus spannend sein. Es gibt Bereiche, in denen man interessante Herausforderungen übernimmt und eigene Ideen einbringen kann. Gleichzeitig gibt es aber auch Abteilungen, in denen sich die Tätigkeiten täglich wiederholen und wenig Abwechslung bieten. Dadurch hängt die Bewertung stark von der jeweiligen Position und dem Einsatzbereich ab. Positiv ist, dass man seine Arbeitsweise in vielen Fällen relativ frei gestalten kann. Insgesamt sind die Aufgaben im Grossen und Ganzen interessant, weshalb ich hier 3 von 5 Sternen vergebe.