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Informatik 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Veraltete Strukturen, wenig Wertschätzung – intern deutlich hinter dem Image

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT bei ELCA Informatik AG in Zürich gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

- Den Offboarding-Prozess dringend verbessern – ein professionelles und automatisiertes Vorgehen wäre wünschenswert.
- Führungskräfte sollten mehr Eigenverantwortung erhalten und echte Führungsaufgaben übernehmen dürfen.
- Die Homeoffice-Regelung modernisieren und Vertrauen in Mitarbeitende stärken.
- Die Weihnachtsferienregelung überdenken – mehr Flexibilität wäre zeitgemäss.
- Interne Weiterbildung aufwerten oder stärker mit extern anerkannten Zertifizierungen koppeln.
- Wertschätzung am Ende des Arbeitsverhältnisses zeigen – ein symbolisches Zeichen des Unternehmens wäre angebracht.

Arbeitsatmosphäre

Ich hatte meist entweder zu wenig oder nur gerade so genügend Arbeit im Projekt. Gleichzeitig waren manche Teamkolleg:innen in bis zu drei Projekten eingespannt – was meines Erachtens die Zusammenarbeit massiv beeinträchtigt hat. Die Person, die am lautesten auf sich aufmerksam machte, bekam gefühlt die meisten Ressourcen – das empfand ich als frustrierend und demotivierend.

Image

Extern mag das Unternehmen ein solides Bild abgeben, intern weicht das Erlebte für mich stark davon ab. Der Offboarding-Prozess war aus meiner Sicht ein Negativbeispiel: Das Arbeitszeugnis muss selbst angestossen werden, und ob es am letzten Arbeitstag vorhanden ist, ist fraglich. Vom HR wurde mir gegenüber signalisiert, dass keine Automatisierung geplant sei – das wirkt für mich unprofessionell.

Work-Life-Balance

Zwar gibt es offiziell 5 Wochen Ferien, allerdings müssen zwischen Weihnachten und Neujahr Ferien bezogen werden. Ich finde das veraltet und nicht mehr zeitgemäss – effektiv bleiben so nur 4 Wochen zur freien Verfügung. Auch die Homeoffice-Regelung (max. 2 Tage pro Woche bei 100%, bei 80% sogar nur 1 Tag) lässt aus meiner Sicht wenig Flexibilität zu und zeigt ein eher geringes Vertrauen des Arbeitgebers.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt viele interne Weiterbildungen – allerdings haben diese meiner Meinung nach auf dem externen Arbeitsmarkt kaum Gewicht. Externe Aus- oder Weiterbildungen werden nur teilweise übernommen, mit anschliessender mehrjähriger Bindung. Ich finde, echte Weiterentwicklung wird hier nur sehr begrenzt gefördert.

Kollegenzusammenhalt

Mit meinen Kolleg:innen verstand ich mich sehr gut. Besonders beim Abschied haben sie mir privat ein kleines Geschenk gemacht – das zeigt mir, dass der zwischenmenschliche Zusammenhalt im Team gestimmt hat. Vom Unternehmen selbst kam allerdings nichts.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht ist das Führungsverständnis im Unternehmen sehr oberflächlich. Führung beschränkt sich oft auf ein jährliches Mitarbeiter- und Entwicklungsgespräch. Viele Führungsaufgaben werden von der zentralen HR-Abteilung übernommen, wodurch Teamleiter:innen kaum Gestaltungsspielraum hatten (ich hatte keine Führungsrolle).

Arbeitsbedingungen

Ich finde, dass viele interne Prozesse sehr bürokratisch sind, besonders bei einfachen Anliegen. Dies scheint laut Aussagen am Westschweizer Ursprung des Unternehmens zu liegen. Auch, dass der 2. Januar (ein Bankfeiertag in Zürich) ab 2025 wieder ein Arbeitstag ist, zeigt für mich wenig Rücksicht auf regionale Gepflogenheiten.

Kommunikation

Was im Bewerbungsgesprächs gesagt wurden und was später effektiv gilt, sind zwei unterschiedliche Sachen. Ich empfinde das als wenig transparent. Auch im Alltag war die Kommunikation teilweise schleppend oder inkonsistent.

Gehalt/Benefits

Ich finde, mein Gehalt war branchenüblich – nicht mehr, nicht weniger. Die Handypauschale für private Geräte wurde kürzlich gestrichen – das ist ein Rückschritt, den ich nicht nachvollziehen kann.

Interessante Aufgaben

Ich empfand meine Aufgaben als meist zu wenig herausfordernd. Spannende Tätigkeiten waren selten und eine echte Entwicklungsmöglichkeit innerhalb der Rolle bzw. des Unternehmens habe ich nicht gesehen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.