Kontrolle statt Vertrauen / Mehr Schein als Sein
Verbesserungsvorschläge
- Mehr Neutralität und Fairness seitens HR und der Vorgesetzten.
- Mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden statt ständiger Kontrolle.
- Entscheidungen sollten sachlich getroffen werden – nicht nach Sympathie oder persönlichen Interessen.
- Weniger unnötige Sitzungen und mehr effiziente Arbeitsabläufe. Für einfache Themen braucht es oft unverhältnismäßig viele Meetings.
- Mehr Fokus auf funktionierende Prozesse sowie auf die Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitenden.
Arbeitsatmosphäre
In meiner früheren Abteilung herrschte ein sehr gutes Arbeitsklima. Mit dem Wechsel zu einer neuen Vorgesetzten änderte sich das jedoch deutlich. Statt Zusammenarbeit standen aus meiner Sicht Ego und Machtdenken im Vordergrund. Viele Mitarbeitende verstehen sich gut, aber abteilungsübergreifend fehlt oft der Zusammenhalt.
Image
Nach außen wirkt vieles besser, als es tatsächlich ist. Der Begriff „Familienunternehmen“ passt für mich nicht zur gelebten Unternehmenskultur. Der hohe Mitarbeiterwechsel spricht aus meiner Sicht eine deutliche Sprache.
Work-Life-Balance
Zwar gibt es zwei Tage Homeoffice etc, jedoch ist die Kontrolle dabei sehr streng. Selbst Pausen müssen gemeldet werden, und jede Abweichung wird hinterfragt. Das nimmt viel Vertrauen und macht das flexible Arbeiten wenig angenehm.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als katastrophal erlebt. Statt Vertrauen herrschten Kontrolle, Druck und aus meiner Sicht Mobbing. Neutralität habe ich nicht erlebt – die Personalabteilung stellte sich meiner Erfahrung nach konsequent auf die Seite der Vorgesetzten. Sogar während meiner krankheitsbedingten Abwesenheit wurde eine Kontrolle veranlasst, was für mich ein klares Zeichen von Misstrauen war. Meine Arbeitsunfähigkeit war jedoch medizinisch begründet und ordnungsgemäss bestätigt. Von einem Unternehmen, das mit Werten wie Vertrauen und Zusammenhalt wirbt, hätte ich etwas völlig anderes erwartet.
Arbeitsbedingungen
Generell hatte ich den Eindruck, dass Filialen gegenüber der Zentrale benachteiligt werden. Je nach Abteilung gelten unterschiedliche Massstäbe – manche erhalten Unterstützung, andere müssen für jede Kleinigkeit mehrfach nachfragen oder kämpfen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist aus meiner Sicht wenig offen. Konstruktive Kritik oder Verbesserungsvorschläge werden oft nicht ernst genommen und teilweise sogar gegen einen verwendet. Dadurch trauen sich viele Mitarbeitende nicht mehr, ihre Meinung offen zu äussern. Schweigen ist Gold!
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung habe ich persönlich wenig gespürt. Mehrfach wurden Aussagen über meine Herkunft gemacht, obwohl diese nichts mit meiner Arbeitsleistung zu tun hatte. Ich hatte den Eindruck, dass persönliche Beziehungen und eine gemeinsame Herkunft teilweise Vorteile verschaffen. Wer kritisch ist oder eine andere Meinung vertritt, wird aus meiner Sicht eher gesucht und wegen Kleinigkeiten kritisiert, statt fair behandelt und unterstützt.Die Personalabteilung habe ich nicht als neutral erlebt. Als ich um eine Erklärung bat und auf einzelne Vorwürfe einging, erhielt ich keine nachvollziehbaren Antworten. Statt mein Anliegen objektiv zu prüfen, hatte ich den Eindruck, dass meine Sichtweise von Anfang an abgewertet wurde. Von einer Personalabteilung hätte ich mehr Neutralität, Respekt und eine faire Klärung erwartet.