Ein spannendes Unternehmen mit grossem Potenzial, aber hoher Preis für Mitarbeitende
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele Gratisprodukte. Man bekommt Einblick wie eine Corporate Maschine läuft. Doch Vorsicht, man ist jederzeit ersetzbar.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die strategische Ausrichtung fokussiert stark auf Umsatzwachstum und Profitabilität, aber oft bleibt unklar, zu welchem Preis für die Mitarbeitenden.
Schlechte Mitarbeiter bleiben, gute Mitarbeiter verbrennen oder verlassen das Schiff.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre wichtig, eine fähige HR-Leitung zu haben, die sich wirklich um das Wohl der Mitarbeitenden kümmert. Derzeit gab es kaum Anlaufstellen für Probleme, und viele Vorgesetzte waren machtlos, da sie im System nichts bewirken oder Veränderungen anstossen konnten.
Interne Talents fördern!! Diversity wirklich leben.
Arbeitsatmosphäre
Je nach Marke oder Abteilung herrschen unterschiedliche Arbeitsbedingungen. Generell werden von der Führungsebene sehr hohe Ziele vorgegeben, die in der Praxis kaum erreichbar sind. Dadurch arbeitet man oft ohne ein realistisches Ziel vor Augen.
Der Teamzusammenhalt ist hingegen sehr stark, was insbesondere während einer intensiven Umstrukturierungsphase geholfen hat, auch wenn diese Zeit für viele Mitarbeitende sehr belastend und nervenaufreibend war.
Verbesserungsbedarf besteht vor allem in der Kommunikation und der strategischen Ausrichtung auf DACH-Ebene, da hier keine Klarheit, Struktur und Transparenz fehlen.
Image
Tolle Brands und Produkte.
Work-Life-Balance
Man lebt hier stark für den Job und die Marken, eine gesunde Balance bleibt dabei oft auf der Strecke. Führungskräfte antworten selbst im Urlaub und leben damit keine gute Work-Life-Balance vor.
Viele haben ein ungutes Gefühl, wirklich abzuschalten oder 1–2 Wochen komplett Urlaub zu nehmen, da es kaum verlässliche Vertretungen gibt. Wenn man zurückkommt, egal ob aus dem Urlaub oder aus einer Krankmeldung, wird man oft von der aufgelaufenen Arbeit überrollt.
Karriere/Weiterbildung
Keine Möglichkeit intern weiterzukommen. Viele haben es versucht.
Gehalt/Benefits
Für die Beautybranche OK. Aber keine Offenlegung von Gehaltsbändern. Mit dem Vorgesetzten immer ein schwieriges Thema Gehaltserhöhungen anzusprechen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kein Kommentar.
Kollegenzusammenhalt
Teilweise tolle Kollegen, mit einer tollen Dynamik und starkem Zusammenhalt. Durch die Umstrukturierung mussten jedoch viele Kolleg:innen gehen, was das Team stark getroffen hat.
Besonders schwierig fand ich, dass es auch Frauen betroffen hat, die gerade aus dem Mutterschutz zurückgekommen sind. Für ein Unternehmen, das von einer Frau gegründet wurde und aktiv mit Diversity & Inclusion wirbt, passt das aus meiner Sicht überhaupt nicht zusammen.
Umgang mit älteren Kollegen
Kaum ältere Kollegen ü50 im Büro.
Vorgesetztenverhalten
Man kann Glück oder Pech haben. Nur wenige können mit dem Druck und vielen Marken umgehen. Einige starke Führungspersonlichkeiten gesehen, viele sind dann auch wieder verschwunden.
Arbeitsbedingungen
Das Office ist gut angebunden und grundsätzlich hat jede:r einen festen Arbeitsplatz. Allerdings ist das Arbeitspensum sehr hoch und Überstunden fallen regelmässig an. Problematisch ist, dass diese quartalsweise verfallen, was aus meiner Sicht nicht den schweizerischen gesetzlichen Vorgaben entspricht. Gehalt je nach dem wie man verhandelt hat.
Kommunikation
Im Büro fehlt es an klarer Kommunikation. Die globale Strategie ist zwar vorhanden, aber es ist nicht wirklich verständlich, wie sie auf die einzelnen Länder übertragen werden soll. Dadurch bleibt vieles unklar und in der Praxis schwer umsetzbar.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist viel Show als Realität. Nach aussen wird viel Wert darauf gelegt, intern sieht es jedoch oft anders aus. Besonders langjährige Mitarbeitende haben nicht immer das Gefühl, fair behandelt oder gleich berücksichtigt zu werden.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich kann man hier viele spannende Einblicke gewinnen und unterschiedliche Themen kennenlernen. Allerdings übernimmt man oft auch unfreiwillig zusätzliche Aufgaben, insbesondere im DACH Kontext. Dadurch wächst der Aufgabenbereich schnell, ohne dass immer klar ist, was eigentlich priorisiert werden soll.